OpenAI-Chef Sam Altman rudert nach Kritik an RAM in PCs zurück

OpenAI-Chef Sam Altman bevorzugt Arbeitsspeicher in der Cloud. Seine Kritik an kaum genutzten RAM-Chips in PCs löste jedoch umgehend Empörung aus. Nach dem Aufschrei von Nutzern und Spielern rudert der KI-Manager nun zurück.
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  • Sam Altman kritisierte die private Nutzung von knappem DRAM in Computern
  • Endverbraucher zahlen wegen des KI-Booms deutlich höhere Preise für RAM
  • OpenAI sicherte sich angeblich große Teile der globalen DRAM-Kapazitäten
  • Nach heftiger Kritik ruderte Altman zurück und forderte mehr Produktion
  • Prognosen von Herstellern deuten auf andauernde Speicherknappheit hin
  • In den USA stimmten Dutzende Bezirke gegen den Neubau von Rechenzentren

KI-Chef kritisiert PC-Speicher

In einem Podcast-Interview in der vergangenen Woche äußerte sich OpenAI-Chef Sam Altman kritisch über die Verteilung des weltweit knappen Arbeitsspeichers. Er bezeichnete es als problematisch, dass viele Menschen einen Teil des knappen DRAM in ihren eigenen Computern hätten, wo er nach seiner Aussage nur zu fünf Prozent der Zeit genutzt werde. Angesichts der angespannten Versorgungslage plädierte er für eine maximale Auslastung der Speicherchips in Cloud-Rechenzentren. Das löste umgehend eine Welle der Empörung bei PC-Nutzern und Spielern aus.

Für Endanwender hat die Situation konkrete finanzielle Folgen. Die RAM-Preise sind spürbar gestiegen, sodass 32 Gigabyte DDR5-Speicher mindestens 450 Dollar (etwa 401 Euro) kosten. Ein Hauptgrund dafür ist der massive Ausbau von KI-Infrastruktur. Technologiekonzerne kaufen weite Teile der Produktion auf. So soll OpenAI Vereinbarungen mit Herstellern wie Samsung und SK Hynix getroffen haben, um sich über Jahre schätzungsweise 40 Prozent der weltweiten DRAM-Produktion zu sichern.

Rückrudern nach heftiger Kritik

Nachdem die Kritik aus der Hardware-Community lauter geworden war, versuchte der OpenAI-Chef nun, die Wogen zu glätten. Altman erklärte auf X, seine Aussagen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden, was ihn stark verärgere. Als augenzwinkernde Reaktion auf die Kontroverse änderte er seinen Anzeigenamen zeitweise in Ram Altman.


In seinen weiteren Beiträgen betonte er, dass er den Menschen keineswegs den lokalen Arbeitsspeicher wegnehmen wolle. Vielmehr setze er sich seit Langem dafür ein, die globale Speicherproduktion deutlich hochzufahren. Er wünsche sich, dass die Welt über Unmengen an Speicher verfüge und jeder Nutzer so viel RAM in seinen Rechner einbauen könne, wie er möchte. Seine ursprüngliche Aussage zur effizienteren Nutzung bei knappem Angebot nahm er dabei nicht ausdrücklich zurück.

Engpass bleibt vorerst bestehen

Trotz der Klarstellung bleibt der grundlegende Konflikt um die Produktionskapazitäten bestehen. KI-Unternehmen und Endkunden konkurrieren weiterhin um dieselben Hardware-Ressourcen. Laut Prognosen von Chipherstellern könnte der weltweite Mangel an Arbeitsspeicher noch eine ganze Weile andauern. Intel rechnet mit einem Engpass bis mindestens nächstes Jahr, während SK Hynix erwartet, dass sich dieser bis in das Jahr 2030 ziehen könnte.

Gleichzeitig regt sich in den USA politischer Widerstand gegen den massiven Ausbau der dafür nötigen Infrastruktur. Bei den Midterm-Wahlen am Dienstag stimmten laut Berichten mindestens 38 US-Bezirke für Verbote oder Einschränkungen beim Neubau von Datenzentren. Damit könnten auf Unternehmen, die stark auf den Ausbau von KI-Clouddiensten setzen, neue regulatorische Hürden zukommen.

Wie bewertet ihr die Preisentwicklung bei Hardware und den enormen Ressourcenhunger der KI-Konzerne? Teilt eure Meinungen und Gedanken dazu gerne mit uns in den Kommentaren!

Siehe auch:
Witold Pryjda

Senior Redakteur

Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.

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