Vorsicht, Betrugsmasche: RTX-5090-Karten werden ohne Chips verkauft

Der Gebrauchtkauf einer Nvidia GeForce RTX 5090 lockt aktuell mit vermeintlich günstigen Preisen weit unter dem Marktwert. Doch nach dem Einbau folgt oft das böse Erwachen, weil Betrüger die eigentlichen Rechenchips zuvor komplett entfernt haben.
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    Teure Grafikkarten ohne Chip

    In Deutschland häufen sich Betrugsfälle beim Privatkauf der Nvidia GeForce RTX 5090. Käufer erwerben vermeintlich intakte Hardware für hohe vierstellige Beträge, erhalten aber völlig funktionslose Platinen. Die wertvollsten Komponenten, der Grafikprozessor und der Arbeitsspeicher, werden nämlich im Vorfeld professionell abgelötet.

    Ein aktueller Fall aus dem Sommer 2026 zeigt die Vorgehensweise der Täter. Ein Käufer erwarb das Modell für 1800 Euro bei einer persönlichen Übergabe. Da ein Test vor Ort nicht möglich war, fiel der Betrug erst beim Einbau auf. Der Rechner startete nicht, lediglich die Beleuchtung der Platine funktionierte.

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    Bauteile für asiatische Rechenzentren

    Wie Hardwareluxx berichtet, untersuchte der YouTuber Roman Hartung alias der8auer die betroffene Komponente. Nach der Demontage des Kühlers wurde das Fehlen der Chips offensichtlich. Ein weiteres Opfer aus der Community von Hardwareluxx meldete kurz darauf einen identischen Vorfall mit einem Kaufpreis von 2250 Euro.

    Der Aufwand für das fachgerechte Auslöten erfordert spezielle Werkzeuge und Expertise. Die Betrüger verkaufen die extrahierten Chips mutmaßlich gewinnbringend weiter. Häufig finden die Bauteile ihren Weg auf spezielle Platinen für KI-Rechenzentren, um bestehende Exportbeschränkungen der USA zu umgehen.

    Risiken beim Gebrauchtkauf

    Die angespannte Marktsituation begünstigt solche kriminellen Machenschaften. Die unverbindliche Preisempfehlung der RTX 5090 liegt bei 2100 Euro, im Handel werden aufgrund der hohen Nachfrage jedoch oft über 5000 Euro verlangt. Der Gebrauchtkauf bietet zwar Potenzial für finanzielle Ersparnisse, birgt aber ein hohes Risiko für Manipulationen.

    Um sich vor derartigen Betrugsversuchen zu schützen, sollten Interessenten bei Privatkäufen auf mehrere Details achten. Dazu gehört der genaue Abgleich der Seriennummern auf der Grafikkarte, der Rechnung und dem Originalkarton. Zudem empfiehlt sich die Prüfung von Werkssiegeln auf den Schrauben des Kühlers. Zuletzt sollten Käufer vor der Bezahlung stets auf einen Funktionstest unter Last bestehen.

    Fehlt die Möglichkeit zur Überprüfung, raten Fachleute dringend von einem Kauf ab. Selbst wenn die äußere Hülle sowie die Beleuchtung intakt wirken, ist das keine Garantie für das Vorhandensein der essenziellen Recheneinheiten im Inneren.

    Habt ihr beim Gebrauchtkauf von Hardware schon einmal negative Erfahrungen gemacht? Welche Sicherheitsvorkehrungen trefft ihr vor der Bezahlung? Teilt eure Meinungen gerne in den Kommentaren.

    Zusammenfassung
    • In Deutschland häufen sich Betrugsfälle bei der RTX 5090
    • Betrüger entfernen GPU und Speicher für asiatische KI-Firmen
    • Die funktionslosen Platinen werden teuer an Private verkauft
    • Die ausgelöteten Chips umgehen bestehende Exportbeschränkungen
    • Experten raten dringend zu Funktionstests vor dem Privatkauf
    • Der Abgleich von Seriennummern schützt vor bösen Überraschungen

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