Genial oder dämlich? Modder löten Stromkabel direkt auf RTX-5090-PCB
Die Stromstecker aktueller Nvidia-Grafikkarten können schmelzen. Modder haben daher nun zu einer waghalsigen Methode gegriffen und verzichten komplett auf herkömmliche Steckverbindungen. Die Stromkabel wurden einfach direkt verlötet.
Um das Risiko von schmelzenden Stromsteckern bei der RTX 5090 zu eliminieren, entfernten die Hardware-Enthusiasten kurzerhand die werksseitigen Anschlüsse einer speziellen Overclocking-Version der Karte und verbanden die Stromkabel mit einem Lötkolben einfach direkt mit der Platine. Das Ziel der Aktion war es, den fehleranfälligen physischen Kontakt zwischen Stecker und Buchse vollständig zu eliminieren.
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Die Stecker mit 16 Pins sind theoretisch für bis zu 600 Watt ausgelegt. Wenn der Kontakt allerdings nicht perfekt sitzt, entsteht ein hoher Widerstand. Das führt zu einer starken Hitzeentwicklung und kann das Plastikgehäuse verformen und die Hardware dabei komplett zerstören. Nvidia hat den Standard zwar überarbeitet, doch das grundsätzliche Problem einer fehlenden Überwachung einzelner Pins bleibt bestehen.
Optisch ist das Ergebnis wenig ansprechend. Im Video sind freiliegende Kabel und grobe Lötstellen zu sehen. Für den anschließenden Stresstest setzte das Team auf eine extreme externe Kühlung. Während der Grafikchip mit flüssigem Stickstoff auf Temperatur gehalten wurde, kühlten zwei große Lüfter die modifizierte Stromversorgung, um lokale Überhitzungen zu vermeiden. Das System startete fehlerfrei und lief unter Last stabil.
Würdet ihr für mehr Sicherheit bei teurer Hardware einen Garantieverlust riskieren oder vertraut ihr den Standard-Steckern? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren! Siehe auch:
- RTX-5090-Stromanschlüsse neigen wegen Designfehlern zum Verschmoren
- Tech-YouTuber von TecLab löteten Stromkabel direkt auf die Platine
- Das modifizierte System lief in einem extremen Stresstest sehr stabil
- Die radikale Methode verhindert Übergangswiderstände am Stecker
- Ein solcher Eingriff führt jedoch zum sofortigen Verlust der Garantie
- Gefahren wie Kurzschlüsse machen den Nachbau nicht empfehlenswert
Radikale Lösung für die RTX 5090
Die aktuellen 12V-2x6-Stromstecker von Nvidia-Grafikkarten leiden unter einem generellen Designfehler, der dazu führt, dass Anschlüsse immer wieder verschmoren. Nicht einmal extra hergestellte Sicherheitsstecker schützen die Karten zuverlässig. Und so tüfteln einige Nutzer schon seit einer ganzen Weile an ihren eigenen Lösungen für das Problem. Einen besonders radikalen Weg ist jetzt ein Team von Tech-YouTubern gegangen.Um das Risiko von schmelzenden Stromsteckern bei der RTX 5090 zu eliminieren, entfernten die Hardware-Enthusiasten kurzerhand die werksseitigen Anschlüsse einer speziellen Overclocking-Version der Karte und verbanden die Stromkabel mit einem Lötkolben einfach direkt mit der Platine. Das Ziel der Aktion war es, den fehleranfälligen physischen Kontakt zwischen Stecker und Buchse vollständig zu eliminieren.
Auf YouTube ansehenDie Stecker mit 16 Pins sind theoretisch für bis zu 600 Watt ausgelegt. Wenn der Kontakt allerdings nicht perfekt sitzt, entsteht ein hoher Widerstand. Das führt zu einer starken Hitzeentwicklung und kann das Plastikgehäuse verformen und die Hardware dabei komplett zerstören. Nvidia hat den Standard zwar überarbeitet, doch das grundsätzliche Problem einer fehlenden Überwachung einzelner Pins bleibt bestehen.
Funktion vor Schönheit
Wie das Team von TecLab auf YouTube in seinem Video demonstriert, nutzten die Tüftler für das Projekt eine Galax GeForce RTX 5090 D HOF OC LAB XOC. Das Sondermodell verfügt ab Werk sogar über zwei 16-Pin-Stromanschlüsse, um die Last theoretisch besser zu verteilen. Den Moddern reichte das als Sicherheitsmaßnahme anscheinend aber nicht aus. Sie löteten dicke Kabelstränge direkt auf die Kontaktflächen am PCB.Optisch ist das Ergebnis wenig ansprechend. Im Video sind freiliegende Kabel und grobe Lötstellen zu sehen. Für den anschließenden Stresstest setzte das Team auf eine extreme externe Kühlung. Während der Grafikchip mit flüssigem Stickstoff auf Temperatur gehalten wurde, kühlten zwei große Lüfter die modifizierte Stromversorgung, um lokale Überhitzungen zu vermeiden. Das System startete fehlerfrei und lief unter Last stabil.
Garantieverlust und Langzeitrisiken
Das Vorgehen eliminiert in der Theorie zwar den möglichen Übergangswiderstand am Stecker, ist aber natürlich nicht alltagstauglich und bringt erhebliche Nachteile mit sich. Die Garantie einer jeden Grafikkarte erlischt bei solchen Eingriffen sofort. Mechanische Vibrationen, ständige Temperaturwechsel, die mögliche Oxidation der ungeschützten Kupferstellen sowie die Gefahr von Kurzschlüssen beim Berühren der Kontakte könnten die Karte zudem schwer beschädigen. Das Projekt ist zwar interessant, ein Nachbau aber definitiv nicht empfehlenswert.Würdet ihr für mehr Sicherheit bei teurer Hardware einen Garantieverlust riskieren oder vertraut ihr den Standard-Steckern? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren! Siehe auch:
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Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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