Tour mit KI geplant: Amateur-Bergsteiger müssen gerettet werden

Drei Wanderer lösten am kalifornischen Mount Shasta einen Rettungseinsatz aus, weil sie ihre Tour mit Google Gemini planten. Die Künstliche Intelligenz schätzte die nötige Gehzeit völlig falsch ein. Daraufhin verirrten sich die Studenten nachts im Gelände.
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WinFuture/KI-generiert

    KI-Fehlplanung führt zu Notlage

    Am vergangenen Wochenende mussten drei junge Kletterer am kalifornischen Mount Shasta gerettet werden. Die Studenten aus Roseville verließen sich bei der Vorbereitung ihres Aufstiegs stark auf Google Gemini. Die fehlerhafte Planung der Gehzeit und des Proviants durch die Software führte dazu, dass die Gruppe nachts die Orientierung verlor und die Wanderer in unwegsamem Gelände festsaßen.

    Das Trio startete den Aufstieg am Sonntag um drei Uhr morgens. Anstatt der von der Künstlichen Intelligenz prognostizierten acht Stunden dauerte der Weg zum Gipfel jedoch 16 Stunden. Die späte Ankunft auf über 4300 Metern Höhe zwang die Gruppe zu einem Abstieg in Dunkelheit. Die Technik hatte nämlich eine weitere Tücke: Ihr Smartphone zur Navigation hatte keinen Strom mehr, da eine mitgeführte Powerbank defekt war.


    Laut dem San Francisco Chronicle verirrten sich die Drei beim Abstieg in den Mud Creek Canyon. Einer der Männer zog sich eine Knieverletzung zu. Die Gruppe übernachtete ohne Zelt und warme Kleidung im Freien. Rettungskräfte fanden sie am Montagmorgen völlig erschöpft und durchfroren, aber wohlauf.

    Der Fall zeigt eindrucksvoll und durchaus dramatisch die Nachteile von KI-Modellen bei solcher Tourenplanung. Die Software greift oft auf veraltete topografische Daten zurück, zudem werden individuelle Fitness und das lokale Wetter unzureichend berücksichtigt. Es fehlen auch Warnungen vor Gefahrenzonen oder gesperrten Gebieten.

    Die Kletterer gaben nach ihrer Rettung zu, dass sie sich zu sehr auf die Technik und zu wenig auf ihr eigenes kritisches Denken verlassen hatten. Google Gemini riet ihnen beispielsweise, hauptsächlich einfache Kohlenhydrate anstelle von Fetten einzupacken. Das war für eine derartige Belastung unzureichend.

    Ranger verzeichnen am Mount Shasta zunehmend Probleme mit KI-generierten Routen. So trafen sie in der Vergangenheit Wanderer mit falschen, von Software erstellten Karten an. Ebenso kam es vor, dass Touristen in verbotenen Zonen zelteten. Ein Chatbot hatte diese fälschlicherweise als offizielle Campingplätze ausgewiesen. Experten raten, stets offizielle Quellen zu konsultieren und physische Karten mitzuführen.

    Nutzt ihr für eure Ausflüge in die Natur digitale Helfer oder verlasst ihr euch auf physische Karten? Teilt eure Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren.

    Zusammenfassung
    • Drei Studenten wurden am Mount Shasta nach einer KI-Fehlplanung gerettet
    • Die KI prognostizierte nur acht statt der tatsächlichen 16 Stunden Gehzeit
    • Ohne Strom für die Navigation verirrte sich die Gruppe beim Abstieg
    • Google Gemini gab zudem unzureichende Ratschläge für die Verpflegung
    • Ranger berichten zunehmend von Problemen durch KI-generierte Routen

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