Nutzer hassen die neue Google-Suche, DuckDuckGo mit massivem Zulauf

Weil Google seine Suchmaschine zwingend mit neuen KI-Funktionen ausstattet, flüchten zahlreiche Nutzer zum Konkurrenten DuckDuckGo. Die datenschutzfreundliche Alternative verzeichnet derzeit ein enormes Wachstum.

Flucht vor Googles KI-Suche

Vor gut einer Woche hat Google eine im Hinblick auf KI erweiterte Suche vorgestellt und das gefällt mitnichten allen Nutzern: Denn die Suchmaschine DuckDuckGo verzeichnet vor allem in den USA einen starken Anstieg der Zugriffe. Auslöser für das Wachstum ist die Entwicklerkonferenz Google I/O 2026. Dort hat der Suchmaschinenriese weitreichende KI-Funktionen für seine Kernprodukte vorgestellt, die sich nicht deaktivieren lassen. Viele Anwender suchen nun nach einer klassischen, datenschutzfreundlichen Alternative.

Der Zuwachs zeigt sich besonders bei den mobilen Anwendungen. Zwischen dem 20. und 25. Mai stiegen die App-Installationen in den Vereinigten Staaten im wöchentlichen Vergleich durchschnittlich um 18,1 Prozent. Auf Geräten mit iOS fiel der Anstieg noch deutlicher aus. Hier lag das durchschnittliche Wachstum bei 33 Prozent, mit einem Spitzenwert von knapp 70 Prozent am 25. Mai.

Wunsch nach mehr Kontrolle

Wie TechCrunch berichtet, kritisieren Nutzer den Verlust der Kontrolle über ihre Suchergebnisse. Das Wachstum konzentriert sich aktuell stark auf den US-Markt, was als direkte Reaktion auf die dort zuerst eingeführten Google-Neuerungen zu sehen ist. Zu den kritisierten Änderungen gehören sogenannte KI-Übersichten, die die traditionelle Liste von blauen Links teilweise ersetzen.

Gabriel Weinberg, der Geschäftsführer von DuckDuckGo, erklärte, dass Google seinen Anwendern künstliche Intelligenz aufzwingt. Das wiederum führe zu schlechteren Ergebnissen. Sein Unternehmen wolle den Menschen die Entscheidung überlassen, wie viel KI sie nutzen möchten. Dass das Bedürfnis nach einer rein klassischen Suche wächst, belegen die Zugriffe auf die spezielle Webseite noai.duckduckgo.com.

Das Angebot verzichtet vollständig auf KI-Elemente und verzeichnete ein durchschnittliches Plus von 22,7 Prozent. Dennoch verschließt sich der alternative Anbieter der neuen Technologie nicht komplett, sondern setzt auf Freiwilligkeit.

KI-Funktionen als Option

DuckDuckGo bietet selbst KI-Werkzeuge an, die den Datenschutz respektieren sollen. Dazu gehört der Dienst Duck.ai, der Zugriff auf verschiedene Sprachmodelle wie Claude 4.5 Haiku oder GPT-5 mini gewährt. Dabei werden IP-Adressen verschleiert und keine Nutzerdaten für das Training der Modelle verwendet.

Auch ein spezieller Filter, der KI-generierte Bilder aus den Suchergebnissen entfernt, zählt laut dem Unternehmen zu den beliebtesten Funktionen. Ob der aktuelle Trend langfristig anhält und Googles Marktmacht gefährdet, bleibt abzuwarten. Bisher hat DuckDuckGo in den USA lediglich einen Marktanteil von rund zwei Prozent - Tendenz aber "dank" (Nicht-)KI stark wachsend.

Wie steht ihr zur Integration von KI in Suchmaschinen? Bevorzugt ihr klassische Ergebnisse oder findet ihr die automatischen Antworten hilfreich? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

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Zusammenfassung
  • Google erzwingt KI-Funktionen und sorgt für Nutzerzuwachs bei DuckDuckGo
  • In den USA stiegen die App-Installationen von DuckDuckGo um 18,1 Prozent
  • Besonders stark wuchsen die Installationen auf iOS-Geräten um 33 Prozent
  • Anwender kritisieren den Kontrollverlust durch Googles neue KI-Übersichten
  • Die Suchmaschine DuckDuckGo setzt auf Freiwilligkeit beim Einsatz von KI
  • Dienste wie Duck.ai bieten Sprachmodelle mit Fokus auf den Datenschutz an
  • Webseiten ohne KI-Inhalte verzeichneten ein Plus von fast 23 Prozent

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