Design in den Fokus: Neuer Apple-Chef will zurück zur Steve-Jobs-Ära
Apple-Chef John Ternus setzt deutlich andere Schwerpunkte als sein Vorgänger Tim Cook. Besonders das Produktdesign soll unter dem neuen CEO wieder eine größere Rolle spielen. Mancher rechnet so schon mit einer Rückbesinnung auf die Steve-Jobs-Ära.
Seit dem Weggang von Designchef Jony Ive hatte Apple keinen direkten Leiter für das gesamte Design mehr. Die verschiedenen Designteams waren zuletzt dem damaligen Chief Operating Officer Jeff Williams unterstellt. Als Williams im vergangenen Jahr in den Ruhestand ging, kündigte Cook an, dass die Designer direkt an ihn berichten würden. Tatsächlich wurden die Teams laut Gurman jedoch Ternus zugeordnet, der zu diesem Zeitpunkt bereits als Cooks Nachfolger aufgebaut wurde.
Seit seinem Amtsantritt als Konzernchef soll Ternus regelmäßig persönlich im Designstudio arbeiten. Quellen innerhalb des Unternehmens berichten, dass er dort mehrmals pro Woche auftaucht, teilweise sogar mehr als einmal am selben Tag. Damit unterscheidet er sich deutlich von Cook. Dieser soll das Designstudio während seiner Amtszeit nur selten und dann jeweils für kurze Zeit besucht haben.
Auch bei der Produktstrategie zeichnen sich unter Ternus Veränderungen ab. Apple arbeitet demnach an einem Smart-Home-Hub und will Ressourcen von der Vision Pro in Richtung smarter Brillen verlagern. Zudem soll das MacBook Pro einen Touchscreen erhalten. Mit dem MacBook Neo hat Apple bereits ein neues Produktsegment besetzt.
Allerdings dürfte Ternus nicht in allen Punkten auf Zustimmung stoßen. Geplante Stellenstreichungen und steigende Preise für Abonnements könnten ihm bei Kunden mehr Kritik einbringen als Cook.
Siehe auch:
- Apples neuer CEO John Ternus arbeitet sehr eng mit den Designteams zusammen
- Die Arbeitsweise des neuen Konzernchefs erinnert an jene von Steve Jobs
- Früher unterstanden die Designer Jeff Williams und nicht direkt Tim Cook
- Ternus verbringt laut Insidern mehrmals pro Woche Zeit im Designstudio
- Bei der jüngsten Produktpräsentation sorgte das iPhone Duo für Aufsehen
- Unter Ternus plant Apple einen Smart-Home-Hub und smarte Brillen als Fokus
- Stellenabbau und teurere Abos könnten dem neuen CEO jedoch Kritik bringen
Ternus besucht Design-Teams ständig
Laut Apple-Insider Mark Gurman arbeitet Ternus wesentlich enger mit den Designteams zusammen als Cook und erinnert damit in seiner Arbeitsweise teilweise an Apple-Gründer Steve Jobs. Das könnte die Arbeitsweise im Unternehmen und auch die Produktpalette deutlich verändern.Seit dem Weggang von Designchef Jony Ive hatte Apple keinen direkten Leiter für das gesamte Design mehr. Die verschiedenen Designteams waren zuletzt dem damaligen Chief Operating Officer Jeff Williams unterstellt. Als Williams im vergangenen Jahr in den Ruhestand ging, kündigte Cook an, dass die Designer direkt an ihn berichten würden. Tatsächlich wurden die Teams laut Gurman jedoch Ternus zugeordnet, der zu diesem Zeitpunkt bereits als Cooks Nachfolger aufgebaut wurde.
Seit seinem Amtsantritt als Konzernchef soll Ternus regelmäßig persönlich im Designstudio arbeiten. Quellen innerhalb des Unternehmens berichten, dass er dort mehrmals pro Woche auftaucht, teilweise sogar mehr als einmal am selben Tag. Damit unterscheidet er sich deutlich von Cook. Dieser soll das Designstudio während seiner Amtszeit nur selten und dann jeweils für kurze Zeit besucht haben.
Veränderungen zeichnen sich ab
Ternus' Vorgehen erinnert damit an Steve Jobs, der ebenfalls großen Wert auf den direkten Austausch mit den Designern legte. Für die Kunden könnte das ein Hinweis darauf sein, dass das Unternehmen wieder stärker auf ungewöhnliche und eigenständige Produkte setzt. Die jüngste Produktpräsentation, die erste unter Ternus als CEO, vermittelte laut Gurman bereits einen frischen Eindruck. Vor allem das faltbare iPhone Duo sorgte für Aufmerksamkeit.Auch bei der Produktstrategie zeichnen sich unter Ternus Veränderungen ab. Apple arbeitet demnach an einem Smart-Home-Hub und will Ressourcen von der Vision Pro in Richtung smarter Brillen verlagern. Zudem soll das MacBook Pro einen Touchscreen erhalten. Mit dem MacBook Neo hat Apple bereits ein neues Produktsegment besetzt.
Allerdings dürfte Ternus nicht in allen Punkten auf Zustimmung stoßen. Geplante Stellenstreichungen und steigende Preise für Abonnements könnten ihm bei Kunden mehr Kritik einbringen als Cook.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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