Die Steam Machine wird real:
Erste Benchmarks aufgetaucht

Kurz vor dem geplanten Marktstart im Sommer sind erstmals Leistungstests der neuen Steam Machine des Anbieters Valve in einer öffentlichen Benchmark-Datenbank aufgetaucht. Es handelt sich hier offenbar nicht um Uploads des Herstellers.
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Valve

Erste Geräte schon bei Testern?

Die Einträge bei Geekbench liefern einen frühen Eindruck davon, welche Leistung der kompakte Gaming-PC bieten könnte. Sie deuten zugleich darauf hin, dass erste Testgeräte bereits an Hardware-Redaktionen oder andere Vorabtester verteilt wurden.

Die beiden Benchmarks wurden am 15. Juni nahezu zeitgleich in die Geekbench-Datenbank hochgeladen. Getestet wurde das System unter SteamOS mit der aktuellen Linux-Version des Benchmark-Programms Geekbench 6.7.1. In den Einträgen erscheint das Gerät unter dem internen Codenamen "Fremont", den Valve bereits früher mit der neuen Steam Machine in Verbindung gebracht hatte.


Den Daten zufolge setzt Valve auf einen speziell angepassten AMD-Prozessor mit sechs Kernen und zwölf Threads. Der Chip erreicht Taktraten von bis zu 4,8 Gigahertz und wird von 16 Gigabyte Arbeitsspeicher begleitet. Als CPU-Architektur kommt AMDs Zen-4-Technik zum Einsatz, während die Grafikberechnung von einer dedizierten RDNA-3-Grafikeinheit übernommen wird.

Bei den Messergebnissen erreichte die Steam Machine im Single-Core-Test 2334 beziehungsweise 2282 Punkte. Im Multi-Core-Test wurden 7316 und 7392 Punkte erzielt. Damit liegt das System deutlich vor dem Steam Deck, das in älteren Geekbench-Messungen auf 1353 Punkte im Single-Core- und 4573 Punkte im Multi-Core-Test kam.

Modernere Technik

Der Leistungszuwachs überrascht nicht völlig. Valve hatte bereits im Marketing-Material zur Steam Machine erklärt, dass das neue Gerät etwa die sechsfach höhere Grafikleistung des Steam Deck bieten solle. Zudem hatte das Unternehmen kürzlich die sogenannten Verified-Anforderungen für die Plattform vorgestellt. Demnach sollen alle Spiele, die bereits als "Steam Deck Verified" eingestuft sind, automatisch auch mit der Steam Machine kompatibel sein.

Technisch unterscheidet sich die neue Hardware deutlich vom Handheld. Während das Steam Deck auf einen integrierten Chip mit vier Kernen, acht Threads, Zen-2-CPU und RDNA-2-Grafik setzt, verfügt die Steam Machine über modernere Komponenten und höhere Taktraten.

Allerdings sollten die jetzt veröffentlichten Werte mit Vorsicht betrachtet werden. Da es sich um Vorabtests eines noch nicht veröffentlichten Produkts handelt, können sich Leistung und Software bis zum Verkaufsstart noch ändern. Offizielle Testberichte oder unabhängige Reviews liegen bislang nicht vor.

Zusammenfassung
  • Steam-Machine-Benchmarks vor Marktstart in Geekbench-Datenbank aufgetaucht
  • AMD-Prozessor mit 6 Kernen, 12 Threads und 4,8 GHz in spezieller Anpassung
  • RDNA-3-Grafikeinheit und 16 GB RAM begleiten den AMD-Zen-4-Chip
  • Single-Core: 2334 Punkte, Multi-Core: bis zu 7392 Punkte im Test erreicht
  • Leistung übertrifft Steam Deck deutlich mit 6-facher Grafikpower laut Valve
  • Steam-Deck-Verifizierte Spiele sollen automatisch mit Steam Machine kompatibel sein
  • Vorabtests mit Vorsicht: Offizielle Reviews und finale Werte stehen noch aus

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