Nacktbild-Filter: UK setzt Apple und Google jetzt ein Ultimatum
Großbritannien erhöht den Druck auf die großen Technologiekonzerne: Premierminister Keir Starmer hat Apple und Google eine Frist bis September gesetzt, um zu verhindern, dass Kinder auf Smartphones und Tablets Nacktbildern oder gar Pornographie zu sehen bekommen.
Starmer kündigte die Maßnahmen während der London Tech Week an. Großbritannien könne damit das erste Land werden, das Kindern den Zugang zu Nacktbildern auf ihren eigenen Geräten wirksam versperre, erklärte der Premierminister. Die technische Umsetzung sei aus seiner Sicht möglich. Falls die Unternehmen nicht freiwillig handelten, werde die Regierung die entsprechenden Regelungen gesetzlich festschreiben.
Hintergrund der Initiative ist die stark gestiegene Zahl von Fällen sexuellen Missbrauchs von Kindern im Internet. Nach Angaben der britischen National Crime Agency gehen dort jede Woche rund 1700 Hinweise auf entsprechende Delikte ein. Ein Großteil der gemeldeten Missbrauchsbilder wurde demnach von Minderjährigen selbst erstellt. Viele Kinder seien zuvor von Tätern im Internet manipuliert, getäuscht oder erpresst worden.
Auch innerhalb der regierenden Labour-Partei wächst der Druck auf die Regierung. Mehrere Abgeordnete forderten Starmer auf, nicht länger auf freiwillige Zusagen der Tech-Konzerne zu setzen, sondern verbindliche gesetzliche Vorgaben zu schaffen. Die Plattformbetreiber würden nur auf klare rechtliche Konsequenzen reagieren, argumentierten Kritiker.
Datenschutzorganisationen äußerten unterdessen Bedenken. Sie warnen davor, dass strengere Kontrollen die Anonymität im Internet und den Schutz privater Kommunikation beeinträchtigen könnten. Google erklärte, man arbeite gemeinsam mit britischen Partnern an Lösungen, die sowohl Kinder schützen als auch die Privatsphäre der Nutzer wahren sollen.
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Zeit bis September
Nach den Plänen der britischen Regierung sollen die Geräte zukünftig mit Funktionen ausgestattet werden, die das Aufnehmen, Versenden oder Empfangen expliziter Bilder durch Minderjährige verhindern. Dazu könnten Algorithmen zur Erkennung von Nacktheit oder vergleichbare Systeme eingesetzt werden. Erwachsene Nutzer sollen solche Inhalte weiterhin nutzen können, müssten dafür jedoch ihr Alter nachweisen, berichtet der Guardian.Starmer kündigte die Maßnahmen während der London Tech Week an. Großbritannien könne damit das erste Land werden, das Kindern den Zugang zu Nacktbildern auf ihren eigenen Geräten wirksam versperre, erklärte der Premierminister. Die technische Umsetzung sei aus seiner Sicht möglich. Falls die Unternehmen nicht freiwillig handelten, werde die Regierung die entsprechenden Regelungen gesetzlich festschreiben.
Hintergrund der Initiative ist die stark gestiegene Zahl von Fällen sexuellen Missbrauchs von Kindern im Internet. Nach Angaben der britischen National Crime Agency gehen dort jede Woche rund 1700 Hinweise auf entsprechende Delikte ein. Ein Großteil der gemeldeten Missbrauchsbilder wurde demnach von Minderjährigen selbst erstellt. Viele Kinder seien zuvor von Tätern im Internet manipuliert, getäuscht oder erpresst worden.
Auch innerhalb der regierenden Labour-Partei wächst der Druck auf die Regierung. Mehrere Abgeordnete forderten Starmer auf, nicht länger auf freiwillige Zusagen der Tech-Konzerne zu setzen, sondern verbindliche gesetzliche Vorgaben zu schaffen. Die Plattformbetreiber würden nur auf klare rechtliche Konsequenzen reagieren, argumentierten Kritiker.
Ein zäher Prozess
Bereits heute existieren einzelne Schutzmechanismen. Apple führt in Großbritannien Altersprüfungen für bestimmte Dienste auf iPhones und iPads ein. Google hat zudem Funktionen entwickelt, die Nacktbilder erkennen, unscharf darstellen und Kinder vor dem Öffnen oder Weiterleiten solcher Inhalte warnen. Beide Unternehmen verfügen jedoch bislang nicht über ein systemweites Sperrsystem.Datenschutzorganisationen äußerten unterdessen Bedenken. Sie warnen davor, dass strengere Kontrollen die Anonymität im Internet und den Schutz privater Kommunikation beeinträchtigen könnten. Google erklärte, man arbeite gemeinsam mit britischen Partnern an Lösungen, die sowohl Kinder schützen als auch die Privatsphäre der Nutzer wahren sollen.
Zusammenfassung
- Großbritannien setzt Apple und Google Frist bis September für Nacktbild-Filter
- Kinder sollen auf Smartphones vor Nacktbildern geschützt werden, Erwachsene benötigen Altersnachweis
- Die britische National Crime Agency meldet wöchentlich etwa 1700 Hinweise auf Kindesmissbrauch
- Die Labour-Partei drängt auf gesetzliche Vorgaben statt freiwilliger Zusagen der Tech-Konzerne
- Apple führt bereits Altersprüfungen auf iPhones und iPads durch
- Google hat Funktionen entwickelt, die Nacktbilder erkennen und Kindern eine Warnung anzeigen
- Datenschützer äußern Bedenken bezüglich der Auswirkungen auf Anonymität und private Kommunikation
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