Google-KI kann Google und viele andere Wörter nicht buchstabieren
Google will seine Suche mit künstlicher Intelligenz verbessern, scheitert aktuell aber an simpelsten Rechtschreibfragen. Weil Sprachmodelle Texte nur in Token zerlegen statt Buchstaben zu lesen, erfindet die Software bizarre neue Schreibweisen.
Auch bei anderen Begriffen erfindet das System regelmäßig neue Schreibweisen. Fragt man nach der Anzahl der Buchstaben D in dem englischen Begriff für Journalismus, antwortet die Software fälschlicherweise mit zwei und buchstabiert das Wort als "journadism". Bei dem Nachnamen des US-Präsidenten erkennt das System zwar korrekterweise ein P, schreibt den Namen in der Ausgabe jedoch trpum.
Wie TechCrunch berichtet, hat das Unternehmen das Problem bereits als bekannte Herausforderung für große Sprachmodelle bestätigt. Die Ursache für das systematische Versagen liegt in der grundlegenden Architektur der künstlichen Intelligenz. Sprachmodelle lesen Texte schlichtweg nicht Buchstabe für Buchstabe, wie Menschen das im Alltag tun.
Sheridan Feucht, Forscherin an der Northeastern University, ergänzt, dass selbst eine perfekte Datenbank für Token das Problem kaum lösen würde. Die Modelle neigen laut ihrer Expertise dazu, Informationen bei der Verarbeitung immer weiter zusammenzufassen. Daher bleibt die korrekte Buchstabenerkennung für künstliche Intelligenz weiterhin eine technische Hürde, die nicht leicht zu beheben ist.
Solche Vorfälle verstärken die allgemeine Kritik an der Umgestaltung der Suchmaschine. Kritiker bemängeln zunehmend, dass bei Google klassische und nützliche Weblinks durch die generierten Textblöcke nach unten gedrängt werden. Für einfache Aufgaben wie Definitionen oder Rechtschreibprüfungen empfinden zahlreiche Anwender den Einsatz von generativer künstlicher Intelligenz schlichtweg als unnötig komplex.
Nutzt ihr KI-Zusammenfassungen bei Suchanfragen oder bevorzugt ihr klassische Links? Welche Fehler sind euch schon aufgefallen? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
KI-Suche liefert falsche Antworten
Nutzer der Suchmaschine Google stoßen vermehrt auf kuriose Fehler innerhalb der neuen KI-Übersichten. Wenn Anwender einfache Fragen zur Rechtschreibung stellen, liefert das System oft völlig falsche Ergebnisse. So behauptet die künstliche Intelligenz etwa, das Wort Google enthalte zwei P.Auch bei anderen Begriffen erfindet das System regelmäßig neue Schreibweisen. Fragt man nach der Anzahl der Buchstaben D in dem englischen Begriff für Journalismus, antwortet die Software fälschlicherweise mit zwei und buchstabiert das Wort als "journadism". Bei dem Nachnamen des US-Präsidenten erkennt das System zwar korrekterweise ein P, schreibt den Namen in der Ausgabe jedoch trpum.
Wie TechCrunch berichtet, hat das Unternehmen das Problem bereits als bekannte Herausforderung für große Sprachmodelle bestätigt. Die Ursache für das systematische Versagen liegt in der grundlegenden Architektur der künstlichen Intelligenz. Sprachmodelle lesen Texte schlichtweg nicht Buchstabe für Buchstabe, wie Menschen das im Alltag tun.
Ursache liegt in der Tokenisierung
Die Modelle zerlegen Eingaben in sogenannte Token. Ein Token kann eine Silbe, ein Wortfragment oder ein ganzes Wort repräsentieren. Diese Bausteine wandelt die Software anschließend in numerische Muster um. Matthew Guzdial, Entwickler an der University of Alberta, erklärt gegenüber TechCrunch, dass das System durch diesen Prozess zwar die Bedeutung eines Wortes kenne, nicht aber dessen genaue Buchstabenfolge.Sheridan Feucht, Forscherin an der Northeastern University, ergänzt, dass selbst eine perfekte Datenbank für Token das Problem kaum lösen würde. Die Modelle neigen laut ihrer Expertise dazu, Informationen bei der Verarbeitung immer weiter zusammenzufassen. Daher bleibt die korrekte Buchstabenerkennung für künstliche Intelligenz weiterhin eine technische Hürde, die nicht leicht zu beheben ist.
Kritik an der neuen Sucherfahrung
Neben der fehlerhaften Rechtschreibung gab es in den vergangenen Wochen weitere Aussetzer bei der Suchmaschine. Suchten Nutzer nach Befehlswörtern wie ignorieren oder vergessen, reagierte die KI-Übersicht wie ein typischer Chatbot und bot keine Definition an. Das System antwortete stattdessen lediglich, dass es den Befehl verstanden habe und auf neue Eingaben warte. Dieser spezifische Fehler wurde vom Betreiber laut eigenen Angaben mittlerweile behoben.Solche Vorfälle verstärken die allgemeine Kritik an der Umgestaltung der Suchmaschine. Kritiker bemängeln zunehmend, dass bei Google klassische und nützliche Weblinks durch die generierten Textblöcke nach unten gedrängt werden. Für einfache Aufgaben wie Definitionen oder Rechtschreibprüfungen empfinden zahlreiche Anwender den Einsatz von generativer künstlicher Intelligenz schlichtweg als unnötig komplex.
Nutzt ihr KI-Zusammenfassungen bei Suchanfragen oder bevorzugt ihr klassische Links? Welche Fehler sind euch schon aufgefallen? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Googles KI-Übersichten liefern oft falsche Antworten bei der Rechtschreibung
- Sprachmodelle zerlegen Texte in Token und nicht in einzelne Buchstaben
- Die Software neigt laut Experten zu einer zu starken Zusammenfassung
- Ein fehlerhaftes Chatbot-Verhalten bei Befehlswörtern wurde bereits korrigiert
- Kritiker bemängeln das Verdrängen nützlicher Weblinks durch generierte Texte
- Anwender betrachten generative KI für simple Suchanfragen oft als unnötig
Siehe auch:
- Nach Fitbit-Aus: Google Health erhält viele wichtige Verbesserungen
- Nutzer hassen die neue Google-Suche, DuckDuckGo mit massivem Zulauf
- Google vor Mega-Strafe: EU macht bei Durchsetzung des DMA jetzt Ernst
- Spotify-Nutzer nörgeln, Google feiert: Alle Icons werden zu Discokugeln
- Apps starten nicht: Lässt Google ersten Chromecast still & leise sterben?
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