Starbucks-Betreiber abgemahnt:
Schluss mit dreisten Trinkgeld-Tricks
Voreingestellte Werte, versteckte Buttons und enormer Zeitdruck: Terminals in einigen Starbucks-Filialen lockten Kunden gezielt in eine Falle für hohe Trinkgelder. Nach einer Abmahnung muss das Unternehmen die irreführende Software nun zwingend anpassen.
In der schnellen Umgebung des Cafés tippen viele Käufer unter Zeitdruck einfach auf die sichtbaren Optionen. Die Terminals schlugen dabei Aufschläge von bis zu 30 Prozent vor. Fachleute bezeichnen das gezielte Verstecken von Ablehnungs-Optionen zugunsten teurer Alternativen als sogenannte Dark Patterns. Das sind digitale Gestaltungselemente, die Nutzer unbewusst in eine bestimmte Richtung lenken sollen und oft zu ungewollten Ausgaben führen.
Wie die Verbraucherzentrale Brandenburg berichtet, wehrte sich die Organisation erfolgreich gegen das Vorgehen des Unternehmens.
Anlass für das rechtliche Einschreiten war die Tatsache, dass auf den Geräten lediglich Prozentwerte und eine unspezifische Zeichenfolge zu sehen waren. Der Starbucks-Betreiber hat sich nach der Abmahnung verpflichtet, die irreführende Abfrage künftig zu unterlassen und das Design der Software entsprechend anzupassen.
Das Phänomen der voreingestellten Trinkgelder am Kartenlesegerät stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten. Dort finanzieren sich Servicekräfte oft hauptsächlich über die Zusatzeinnahmen. In Europa hingegen ist ein fester Mindestlohn im Gastgewerbe gesetzlich verankert.
Letztlich darf ein Trinkgeld niemals als notwendige Aufbesserung eines zu niedrigen Grundlohns dienen. Wenn die Menüführung transparent gestaltet ist, bleibt die digitale Option eine praktische Ergänzung.
Wie geht ihr mit solchen Trinkgeld-Abfragen um? Fühlt ihr euch am Terminal unter Druck gesetzt oder sind die Vorschläge praktisch? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
Kaffee-Riese trickst am Terminal
Der Betreiber zahlreicher Starbucks-Filialen, AmRest Coffee Deutschland, hat eine offizielle Abmahnung erhalten. Grund ist eine manipulative Masche an den digitalen Bezahlterminals der Kaffeehauskette. Bei der Kartenzahlung wurden Kunden durch voreingestellte Werte gezielt zu hohen Trinkgeldern gedrängt, während eine Option zur Ablehnung der Zusatzzahlung auf den Displays nicht eindeutig erkennbar war.In der schnellen Umgebung des Cafés tippen viele Käufer unter Zeitdruck einfach auf die sichtbaren Optionen. Die Terminals schlugen dabei Aufschläge von bis zu 30 Prozent vor. Fachleute bezeichnen das gezielte Verstecken von Ablehnungs-Optionen zugunsten teurer Alternativen als sogenannte Dark Patterns. Das sind digitale Gestaltungselemente, die Nutzer unbewusst in eine bestimmte Richtung lenken sollen und oft zu ungewollten Ausgaben führen.
Wie die Verbraucherzentrale Brandenburg berichtet, wehrte sich die Organisation erfolgreich gegen das Vorgehen des Unternehmens.
Anlass für das rechtliche Einschreiten war die Tatsache, dass auf den Geräten lediglich Prozentwerte und eine unspezifische Zeichenfolge zu sehen waren. Der Starbucks-Betreiber hat sich nach der Abmahnung verpflichtet, die irreführende Abfrage künftig zu unterlassen und das Design der Software entsprechend anzupassen.
Das Phänomen der voreingestellten Trinkgelder am Kartenlesegerät stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten. Dort finanzieren sich Servicekräfte oft hauptsächlich über die Zusatzeinnahmen. In Europa hingegen ist ein fester Mindestlohn im Gastgewerbe gesetzlich verankert.
Tipps für den Umgang am Terminal
Der Vorfall zeigt ein wachsendes Problem in der Gastronomie. Zwar erleichtert das digitale Bezahlen dem Personal den Erhalt von Trinkgeld in einer zunehmend bargeldlosen Gesellschaft, doch der psychologische Druck auf die Gäste steigt. In Deutschland sind bei gutem Service lediglich fünf bis zehn Prozent üblich. Zudem besteht weder eine gesetzliche Pflicht noch ein vertraglicher Anspruch auf die freiwillige Gabe.Tipps am Terminal
Um nicht in die Kostenfalle zu tappen, sollten Verbraucher am Kassensystem achtsam bleiben. Einige Punkte helfen bei der Entscheidung: Nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie sich vom Personal oder der wartenden Schlange nicht hetzen. Suchen Sie nach Tasten für die individuelle Eingabe eigener Beträge. Als sichere Alternative können Sie das Trinkgeld bei unklaren Menüs auch einfach klassisch in bar geben.Letztlich darf ein Trinkgeld niemals als notwendige Aufbesserung eines zu niedrigen Grundlohns dienen. Wenn die Menüführung transparent gestaltet ist, bleibt die digitale Option eine praktische Ergänzung.
Wie geht ihr mit solchen Trinkgeld-Abfragen um? Fühlt ihr euch am Terminal unter Druck gesetzt oder sind die Vorschläge praktisch? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!
Was sind Dark Patterns beim Bezahlen?
Dark Patterns sind manipulative Design-Elemente in Benutzeroberflächen. Bei modernen Kartenterminals zeigen sie sich oft durch riesige Buttons für hohe Trinkgelder, während die Option zur Ablehnung versteckt oder als kryptische Zeichenfolge getarnt wird.
Für Sie als IT-Profi ist das ein klassisches UX-Anti-Pattern. Es zielt darauf ab, unter Zeitdruck an der Kasse schnelle, unüberlegte Klicks zu provozieren. Angeblich steigern solche Designs die Trinkgeldeinnahmen massiv, da viele Nutzer aus reiner Bequemlichkeit zustimmen.
Für Sie als IT-Profi ist das ein klassisches UX-Anti-Pattern. Es zielt darauf ab, unter Zeitdruck an der Kasse schnelle, unüberlegte Klicks zu provozieren. Angeblich steigern solche Designs die Trinkgeldeinnahmen massiv, da viele Nutzer aus reiner Bequemlichkeit zustimmen.
Starbucks abgemahnt: Was ist passiert?
Die Verbraucherzentrale Brandenburg hat den Betreiber AmRest Coffee Deutschland erfolgreich abgemahnt. An den Kassen der Kette fehlte eine klare Option, das Trinkgeld abzulehnen. Stattdessen wurden nur feste Prozentwerte und unklare Symbole angezeigt.
Das Unternehmen hat nun eine Unterlassungserklärung abgegeben. Es heißt, dass die Benutzeroberflächen der Terminals zeitnah kundenfreundlicher gestaltet werden sollen. Zukünftig muss auf den ersten Blick erkennbar sein, wie man die Zahlung ohne Aufschlag abschließt.
Das Unternehmen hat nun eine Unterlassungserklärung abgegeben. Es heißt, dass die Benutzeroberflächen der Terminals zeitnah kundenfreundlicher gestaltet werden sollen. Zukünftig muss auf den ersten Blick erkennbar sein, wie man die Zahlung ohne Aufschlag abschließt.
Muss ich das digitale Trinkgeld zahlen?
Nein, absolut nicht. In Deutschland gibt es weder eine gesetzliche Pflicht noch einen vertraglichen Anspruch auf Trinkgeld. Die Entscheidung liegt immer zu 100 Prozent bei Ihnen, unabhängig davon, wie aufdringlich das Display des Terminals gestaltet ist.
Lassen Sie sich an der Kasse nicht unter Druck setzen. Auch wenn die Schlange hinter Ihnen lang ist: Nehmen Sie sich die Zeit, das Menü genau zu prüfen. Oft verbirgt sich die Ablehnung hinter unscheinbaren Textlinks oder einer Taste wie Abbruch am Gerät.
Lassen Sie sich an der Kasse nicht unter Druck setzen. Auch wenn die Schlange hinter Ihnen lang ist: Nehmen Sie sich die Zeit, das Menü genau zu prüfen. Oft verbirgt sich die Ablehnung hinter unscheinbaren Textlinks oder einer Taste wie Abbruch am Gerät.
Wie umgehe ich die Trinkgeld-Falle?
Der effektivste Weg ist die bewusste Bedienung des Terminals. Suchen Sie gezielt nach Optionen wie "Kein Trinkgeld", "Individueller Betrag" oder "Überspringen". Manchmal hilft es auch, den Kassierer direkt zu bitten, den reinen Rechnungsbetrag freizugeben.
Eine weitere bewährte Methode: Zahlen Sie den exakten Betrag per Karte oder Smartphone und geben Sie das Trinkgeld klassisch in bar. So stellen Sie zudem sicher, dass das Geld direkt beim Servicepersonal ankommt und nicht in der allgemeinen Kasse des Betreibers verschwindet.
Eine weitere bewährte Methode: Zahlen Sie den exakten Betrag per Karte oder Smartphone und geben Sie das Trinkgeld klassisch in bar. So stellen Sie zudem sicher, dass das Geld direkt beim Servicepersonal ankommt und nicht in der allgemeinen Kasse des Betreibers verschwindet.
Welche Trinkgeld-Höhe ist angemessen?
In der deutschen Gastronomie gelten bei gutem Service traditionell fünf bis zehn Prozent des Rechnungsbetrags als angemessen. Die digitalen Terminals schlagen jedoch oft 15, 20 oder gar 30 Prozent vor, was eher amerikanischen Verhältnissen entspricht.
Als Kunde sollten Sie sich an den hiesigen Standards orientieren. Wenn Sie nur einen Kaffee zum Mitnehmen bestellen, ist gar kein Trinkgeld oder das einfache Aufrunden auf den nächsten Euro völlig legitim. Lassen Sie sich von den hohen Vorgaben nicht irritieren.
Als Kunde sollten Sie sich an den hiesigen Standards orientieren. Wenn Sie nur einen Kaffee zum Mitnehmen bestellen, ist gar kein Trinkgeld oder das einfache Aufrunden auf den nächsten Euro völlig legitim. Lassen Sie sich von den hohen Vorgaben nicht irritieren.
Ersetzt das Trinkgeld den fairen Lohn?
Die Verbraucherzentrale stellt klar: Guter Service soll belohnt werden, aber Trinkgeld darf niemals als Ausgleich für zu niedrige Löhne dienen. In Deutschland gilt der gesetzliche Mindestlohn, der vom Arbeitgeber unabhängig von den Trinkgeldern gezahlt werden muss.
Es gibt immer wieder Gerüchte, dass digitale Trinkgelder bei großen Ketten nicht vollständig beim Personal ankommen. Ob das stimmt, lässt sich oft schwer nachprüfen. Wer auf Nummer sicher gehen will, gibt dem Barista oder Kellner seinen Bonus am besten direkt in die Hand.
Es gibt immer wieder Gerüchte, dass digitale Trinkgelder bei großen Ketten nicht vollständig beim Personal ankommen. Ob das stimmt, lässt sich oft schwer nachprüfen. Wer auf Nummer sicher gehen will, gibt dem Barista oder Kellner seinen Bonus am besten direkt in die Hand.
Zusammenfassung
- Starbucks-Filialen in Deutschland wegen manipulativer Trinkgeld-Abfragen abgemahnt
- AmRest Coffee Deutschland hat eine Abmahnung erhalten
- Die Terminals schlugen Trinkgelder von bis zu 30 Prozent Aufschlag vor
- Ablehnungs-Optionen waren bewusst versteckt und kaum erkennbar dargestellt
- Solche manipulativen Designs werden als Dark Patterns bezeichnet
- Das Unternehmen hat sich verpflichtet, die Software künftig transparen
- Tipps zur Vermeidung: Zeit lassen und eigene Beträge eingeben oder bar zahlen
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