Widerlegt per Beweis: OpenAI löst Mathe-Problem nach 80 Jahren
OpenAI will einen Durchbruch in der Mathematik erreicht haben: Nach Angaben des Unternehmens hat ein neues KI-Modell erstmals eigenständig einen Beweis gefunden, der eine seit Jahrzehnten bekannte Vermutung aus der Geometrie widerlegt.
Vor rund sieben Monaten hatte der damalige OpenAI-Manager des Unternehmens, Kevin Weil, beispielsweise erklärt, GPT-5 habe Lösungen für zehn bislang ungelöste Erdős-Probleme gefunden. Später stellte sich jedoch heraus, dass das System lediglich bereits bekannte Lösungswege aus der Fachliteratur identifiziert hatte. Die Aussage löste Kritik aus, unter anderem von Yann LeCun und Demis Hassabis. Der entsprechende Beitrag wurde anschließend gelöscht.
Diesmal versucht OpenAI, den wissenschaftlichen Anspruch durch die Unterstützung namhafter Mathematiker zu untermauern. Begleitend zur Veröffentlichung äußerten sich unter anderem Noga Alon, Melanie Wood sowie Thomas Bloom positiv zu dem neuen Ergebnis. Bloom hatte die frühere GPT-5-Ankündigung noch als "dramatische Fehlinterpretation" kritisiert.
Das Unternehmen spricht von der ersten bekannten Situation, in der eine künstliche Intelligenz selbstständig ein bedeutendes offenes Problem gelöst habe, das für ein mathematisches Teilgebiet zentral ist. OpenAI hebt besonders hervor, dass der Beweis nicht von einem speziell für Mathematik entwickelten System stammt, sondern von einem allgemeinen Modell für komplexes logisches Schlussfolgern.
Sollte sich das Ergebnis langfristig bestätigen, könnte dies weit über die Mathematik hinaus ausstrahlen. OpenAI sieht darin einen Hinweis darauf, dass moderne KI-Systeme zunehmend in der Lage sind, lange und anspruchsvolle Gedankengänge nachzuvollziehen und neue Verbindungen zwischen verschiedenen Wissensgebieten herzustellen. Dies hätte Folgen für die Forschung in Biologie, Physik, Ingenieurwissenschaften und Medizin.
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Diesmal soll es auch stimmen
Die Fragestellung geht auf den ungarischen Mathematiker Paul Erdős zurück und galt seit 1946 als ungelöst. Ob es nun wirklich zu einem Ergebnis kam, bleibt allerdings abzuwarten. Denn OpenAI hat in der Vergangenheit bereits ähnliche Ankündigungen gemacht, die sich später aber als überzogen herausstellten.Vor rund sieben Monaten hatte der damalige OpenAI-Manager des Unternehmens, Kevin Weil, beispielsweise erklärt, GPT-5 habe Lösungen für zehn bislang ungelöste Erdős-Probleme gefunden. Später stellte sich jedoch heraus, dass das System lediglich bereits bekannte Lösungswege aus der Fachliteratur identifiziert hatte. Die Aussage löste Kritik aus, unter anderem von Yann LeCun und Demis Hassabis. Der entsprechende Beitrag wurde anschließend gelöscht.
OpenAI berichtet über den Prozess zur Lösung des Erdos-Problems
Diesmal versucht OpenAI, den wissenschaftlichen Anspruch durch die Unterstützung namhafter Mathematiker zu untermauern. Begleitend zur Veröffentlichung äußerten sich unter anderem Noga Alon, Melanie Wood sowie Thomas Bloom positiv zu dem neuen Ergebnis. Bloom hatte die frühere GPT-5-Ankündigung noch als "dramatische Fehlinterpretation" kritisiert.
Kein spezialisiertes KI-Modell
OpenAI befasste sich im aktuellen Fall konkret mit der von Erdős aufgeworfenen Frage, wie viele Punkte-Paare auf einer Fläche die gleiche Entfernung zueinander haben können. Nach Darstellung des Unternehmens ging die mathematische Fachwelt über Jahrzehnte davon aus, dass die besten Lösungen für das zugrunde liegende Problem Strukturen ähneln, die grob quadratischen Gittern entsprechen. Das neue KI-Modell habe nun eine völlig andere Familie mathematischer Konstruktionen angewandt, die bessere Resultate liefere und damit die bisherige Annahme widerlege.Das Unternehmen spricht von der ersten bekannten Situation, in der eine künstliche Intelligenz selbstständig ein bedeutendes offenes Problem gelöst habe, das für ein mathematisches Teilgebiet zentral ist. OpenAI hebt besonders hervor, dass der Beweis nicht von einem speziell für Mathematik entwickelten System stammt, sondern von einem allgemeinen Modell für komplexes logisches Schlussfolgern.
Sollte sich das Ergebnis langfristig bestätigen, könnte dies weit über die Mathematik hinaus ausstrahlen. OpenAI sieht darin einen Hinweis darauf, dass moderne KI-Systeme zunehmend in der Lage sind, lange und anspruchsvolle Gedankengänge nachzuvollziehen und neue Verbindungen zwischen verschiedenen Wissensgebieten herzustellen. Dies hätte Folgen für die Forschung in Biologie, Physik, Ingenieurwissenschaften und Medizin.
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Zusammenfassung
- OpenAI löst 80 Jahre altes Mathe-Problem von Paul Erdős aus dem Jahr 1946
- Vor sieben Monaten scheiterte bereits ein ähnlicher KI-Versuch spektakulär
- Namhafte Mathematiker wie Thomas Bloom bestätigen diesmal die Ergebnisse
- Das Problem betrifft Punkt-Paare auf einer Fläche mit gleicher Entfernung
- Die KI fand eine neuartige Konstruktion, die quadratische Gitter übertrifft
- Erstmals löst ein allgemeines KI-Modell ein bedeutendes offenes Problem
- Bestätigt sich das Ergebnis, könnte dies Biologie, Physik und Medizin revolutionieren
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