OpenAI sperrt ChatGPT für chinesische Propaganda-Kampagnen
OpenAI hat mehrere Konten mit mutmaßlichen Verbindungen nach China gesperrt, die den KI-Chatbot ChatGPT für Propaganda-Kampagnen in den USA genutzt haben sollen. Dies habe auf eine Verschärfung der Polarisierung der US-Gesellschaft abgezielt.
Eine der Aktionen mit dem Namen "Data Center Bandwagon" konzentrierte sich auf die Diskussion über den Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Die veröffentlichten Inhalte verbreiteten unter anderem, dass der steigende Strombedarf solcher Anlagen die Energiekosten amerikanischer Haushalte erhöhe.
OpenAI zufolge ließen Nutzer mit Verbindungen zu einem chinesischen Regierungsauftragnehmer sogar Comicstrips zu Themen wie Netzkapazität und Strompreisen erstellen. Diese wurden später über mutmaßlich nicht authentische Konten auf der Plattform X verbreitet und mit Links zu echten Nachrichtenartikeln kombiniert.
Die zweite Kampagne, "Tech and Tariffs", richtete sich gegen die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump sowie gegen das Bestreben der USA, ihre technologische Führungsrolle weltweit auszubauen. Dafür wurden ebenfalls Beiträge und Karikaturen mithilfe von ChatGPT produziert. In einer Zeichnung wird Trump etwa mit einer Keule dargestellt, die mit "Tech Dominance" beschriftet ist und gegen eine Mauer mit der Aufschrift "Global Future" schlägt.
Die Themen selbst sorgen in den USA bereits für Kontroversen. Umfragen zeigen, dass die Bevölkerung beim Ausbau von Rechenzentren gespalten ist. Zudem macht eine Mehrheit der US-Amerikaner die Zollpolitik für steigende Preise verantwortlich. Beides ist an sich nicht problematisch und hat berechtigte Seiten. Schwierig wird es allerdings, wenn eine konkurrierende ausländische Macht diese Debatten ausnutzt, um Unfrieden zu sähen.
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Polarisierung angefacht
Nach Angaben des Unternehmens wurden Inhalte erstellt, die sich in laufende Debatten über KI-Rechenzentren und die Zollpolitik einmischten, berichtete das US-Magazin Axios. Nach Erkenntnissen OpenAIs standen hinter den Aktivitäten zwei voneinander getrennte Kampagnen. Ziel war es demnach, bestehende politische und wirtschaftliche Konfliktlinien in den Vereinigten Staaten zu verstärken. Die Kampagnen nutzten ChatGPT zur Erstellung von Social-Media-Beiträgen, Kommentaren und politischen Karikaturen.Eine der Aktionen mit dem Namen "Data Center Bandwagon" konzentrierte sich auf die Diskussion über den Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Die veröffentlichten Inhalte verbreiteten unter anderem, dass der steigende Strombedarf solcher Anlagen die Energiekosten amerikanischer Haushalte erhöhe.
OpenAI zufolge ließen Nutzer mit Verbindungen zu einem chinesischen Regierungsauftragnehmer sogar Comicstrips zu Themen wie Netzkapazität und Strompreisen erstellen. Diese wurden später über mutmaßlich nicht authentische Konten auf der Plattform X verbreitet und mit Links zu echten Nachrichtenartikeln kombiniert.
Die zweite Kampagne, "Tech and Tariffs", richtete sich gegen die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump sowie gegen das Bestreben der USA, ihre technologische Führungsrolle weltweit auszubauen. Dafür wurden ebenfalls Beiträge und Karikaturen mithilfe von ChatGPT produziert. In einer Zeichnung wird Trump etwa mit einer Keule dargestellt, die mit "Tech Dominance" beschriftet ist und gegen eine Mauer mit der Aufschrift "Global Future" schlägt.
Laufende Debatten aufgegriffen
Nach Einschätzung OpenAIs erzielten beide Kampagnen jedoch nur geringe Reichweiten und konnten kaum Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken erzeugen. Ben Nimmo, leitender Ermittler im Bereich Sicherheit und Untersuchungen des Unternehmens, betonte, die Einflussoperationen hätten keine neuen Kontroversen geschaffen. Vielmehr hätten sie versucht, bereits bestehende Debatten zu beeinflussen.Die Themen selbst sorgen in den USA bereits für Kontroversen. Umfragen zeigen, dass die Bevölkerung beim Ausbau von Rechenzentren gespalten ist. Zudem macht eine Mehrheit der US-Amerikaner die Zollpolitik für steigende Preise verantwortlich. Beides ist an sich nicht problematisch und hat berechtigte Seiten. Schwierig wird es allerdings, wenn eine konkurrierende ausländische Macht diese Debatten ausnutzt, um Unfrieden zu sähen.
Zusammenfassung
- OpenAI sperrte Konten mit China-Verbindungen, die ChatGPT für Propaganda in den USA nutzten
- Die Kampagne "Data Center Bandwagon" verbreitete Behauptungen über steigende Stromkosten durch KI-Rechenzentren
- Die zweite Operation "Tech and Tariffs" kritisierte Trumps Zollpolitik und die US-Technologieführerschaft
- Beide Kampagnen nutzten ChatGPT für Social-Media-Beiträge, Kommentare und politische Karikaturen
- OpenAI-Ermittler Ben Nimmo betonte, die Aktionen hätten keine neuen Kontroversen geschaffen
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