Seltene Erden: Westliche Militär-Drohnen-Pläne hängen am Tropf Chinas
Der geplante massive Ausbau der US-amerikanischen Drohnenflotte bringt ein bislang wenig beachtetes Problem der Rüstungsindustrie in den Fokus: die enorme Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden.
Nach Angaben von Goldman Sachs stammen rund 98 Prozent der weltweit produzierten und auf Seltenen Erden-Metallen beruhenden Magnete aus China. Diese Magnete werden nicht nur in Drohnenmotoren eingesetzt, sondern auch in Raketensteuerungen, Sensoren und Kampfflugzeugen. Bei Einweg-Drohnen steigt der Bedarf allerdings deutlich an. Die Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg haben den strategischen Stellenwert der Technologie deutlich gemacht: Allein 2024 soll die Ukraine mehr als 1,2 Millionen Drohnen gebaut haben - viele davon mit Komponenten chinesischer Herkunft.
Die US-Regierung reagiert inzwischen mit milliardenschweren Investitionen. Präsident Donald Trump unterzeichnete bereits im letzten Jahr eine Verordnung zur Förderung der amerikanischen Drohnenindustrie, kurz darauf kündigte Verteidigungsminister Pete Hegseth ein umfangreiches Beschaffungsprogramm für heimische Hersteller an. Im Verteidigungshaushalt 2026 sind zudem 13,6 Milliarden Dollar für autonome Systeme vorgesehen.
Im Mittelpunkt steht dabei auch die Sicherung der Lieferketten. Als besonders kritisch gelten schwere Seltene Erden-Elemente wie Dysprosium und Terbium. Sie sorgen dafür, dass Magnete auch unter extremer Hitze stabil bleiben. Während leichtere Seltene Erden bereits teilweise in Nordamerika verarbeitet werden, gilt die Versorgung mit schweren Varianten weiterhin als Schwachstelle westlicher Staaten.
Zusätzlichen Druck erzeugen neue amerikanische Beschaffungsregeln: Ab 2027 sollen chinesische Seltene Erden aus der gesamten US-Rüstungsproduktion verbannt werden. Große Konzerne wie Lockheed Martin oder Northrop Grumman müssten dann ihre Lieferketten vollständig nachweisen. Branchenexperten gehen davon aus, dass der Aufbau alternativer Produktionskapazitäten Jahre dauern wird, während der Bedarf an militärischer Drohnentechnologie weiter rasant wächst.
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Spezial-Magnete werden zum Problem
Nachdem das US-Verteidigungsministerium den Kauf von 30.000 sogenannten Kamikaze-Drohnen angekündigt hat und die Zahl bis 2028 auf mehr als 300.000 steigen soll, wächst in Washington laut Medienberichten die Sorge um die Versorgung mit Spezialmagneten, die für nahezu jede moderne Drohne unverzichtbar sind.Nach Angaben von Goldman Sachs stammen rund 98 Prozent der weltweit produzierten und auf Seltenen Erden-Metallen beruhenden Magnete aus China. Diese Magnete werden nicht nur in Drohnenmotoren eingesetzt, sondern auch in Raketensteuerungen, Sensoren und Kampfflugzeugen. Bei Einweg-Drohnen steigt der Bedarf allerdings deutlich an. Die Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg haben den strategischen Stellenwert der Technologie deutlich gemacht: Allein 2024 soll die Ukraine mehr als 1,2 Millionen Drohnen gebaut haben - viele davon mit Komponenten chinesischer Herkunft.
Die US-Regierung reagiert inzwischen mit milliardenschweren Investitionen. Präsident Donald Trump unterzeichnete bereits im letzten Jahr eine Verordnung zur Förderung der amerikanischen Drohnenindustrie, kurz darauf kündigte Verteidigungsminister Pete Hegseth ein umfangreiches Beschaffungsprogramm für heimische Hersteller an. Im Verteidigungshaushalt 2026 sind zudem 13,6 Milliarden Dollar für autonome Systeme vorgesehen.
Im Mittelpunkt steht dabei auch die Sicherung der Lieferketten. Als besonders kritisch gelten schwere Seltene Erden-Elemente wie Dysprosium und Terbium. Sie sorgen dafür, dass Magnete auch unter extremer Hitze stabil bleiben. Während leichtere Seltene Erden bereits teilweise in Nordamerika verarbeitet werden, gilt die Versorgung mit schweren Varianten weiterhin als Schwachstelle westlicher Staaten.
Eine Firma kann es
Von der aktuellen Entwicklung profitiert das allerdings das US-amerikanische Unternehmen REalloys. Die Firma wirbt damit, die einzige vollständig nicht-chinesische Lieferkette für schwere Seltene Erden in Nordamerika aufgebaut zu haben - von der Verarbeitung bis zur Herstellung magnetfähiger Legierungen. Rohstoffe stammen laut Unternehmen unter anderem aus Nordamerika, Brasilien, Kasachstan und Grönland.Zusätzlichen Druck erzeugen neue amerikanische Beschaffungsregeln: Ab 2027 sollen chinesische Seltene Erden aus der gesamten US-Rüstungsproduktion verbannt werden. Große Konzerne wie Lockheed Martin oder Northrop Grumman müssten dann ihre Lieferketten vollständig nachweisen. Branchenexperten gehen davon aus, dass der Aufbau alternativer Produktionskapazitäten Jahre dauern wird, während der Bedarf an militärischer Drohnentechnologie weiter rasant wächst.
Zusammenfassung
- US-Drohnenpläne: 30000 Kamikaze-Drohnen bestellt, bis 2028 über 300000 geplant
- China kontrolliert 98 Prozent der weltweiten Seltenen-Erden-Magnete für die Rüstung
- Magnete sind unverzichtbar für Drohnenmotoren, Raketensteuerungen und Kampfflugzeuge
- Die Ukraine hat 2024 über 1,2 Millionen Drohnen gebaut, viele mit chinesischen Komponenten
- Präsident Trump unterzeichnete ein Dekret zur Förderung der US-Drohnenindustrie
- Im Verteidigungshaushalt 2026 sind 13,6 Milliarden Dollar für autonome Systeme vorgesehen
- Schwere Seltene Erden wie Dysprosium und Terbium sorgen für hitzebeständige Magnete
- Die Versorgung mit schweren Seltenen Erden gilt als Schwachstelle westlicher Staaten
- Ab 2027 sollen chinesische Seltene Erden aus der US-Rüstungsproduktion verbannt werden
- Der Aufbau alternativer Produktionskapazitäten wird laut Experten Jahre dauern
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