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Vom Friedhof in den aktiven Dienst:
Air Force reanimiert B-1-Bomber

Die US-Luftwaffe spart durch die Reaktivierung eines alten B-1B Lancer enorme Anschaffungskosten für neue Flugzeuge. Der aufwendige Erhalt der Technik aus den Achtzigerjahren erfordert bei dem Bomber jedoch fortlaufend massiven Wartungsaufwand.
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U.S. Air Force photo by Courtney Landsberger

Rückkehr aus der Wüste

Die US-Luftwaffe hat im vergangenen April einen strategischen Langstreckenbomber vom Typ B-1B Lancer nach mehrjähriger Einmottung wieder in den aktiven Dienst gestellt. Die Maschine mit der Kennung 86-0115 stand seit 2021 auf dem Flugzeugfriedhof der Davis-Monthan Air Force Base in Arizona. Nach einer fast zweijährigen Instandsetzung auf der Tinker Air Force Base in Oklahoma ist das Flugzeug nun auf seinem neuen Heimatstützpunkt in Texas eingetroffen.

Der Schritt dient primär der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Der US-Kongress schreibt vor, dass die Flotte dauerhaft 45 einsatzbereite B-1B Lancer umfassen muss. Da sich ein anderes Flugzeug des Typs derzeit in einer komplexen Reparatur bei Boeing befindet, entschied sich das Militär für die Reaktivierung der eingelagerten Maschine. Analysen ergaben, dass das Vorgehen mit deutlich geringeren Kosten und technischen Risiken verbunden ist. Das spart wertvolle Ressourcen und sichert die Einsatzfähigkeit. B-1B Apocalypse II

Aufwendige Instandsetzung

Wie das Air Force Materiel Command schreibt, erforderte die Restaurierung einen hohen personellen Einsatz. Demnach arbeiteten mehr als 200 Ingenieure und Zivilangestellte im Schichtbetrieb an dem Bomber. Die Arbeiten umfassten die Demontage und Überprüfung der alten Flugsysteme sowie den Austausch von über 500 defekten oder veralteten Komponenten. Zudem führten die Fachkräfte umfangreiche Strukturreparaturen am Rumpf der Maschine durch.

B-1B Apocalypse IIB-1B Apocalypse IIB-1B Apocalypse IIB-1B Apocalypse II
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Abschließend erfolgten Testflüge im unlackierten Zustand, um mögliche Materialermüdung frühzeitig zu erkennen. Die Reaktivierung bringt finanzielle Vorteile mit sich, da der Bau neuer Bomber oder die Reparatur stark beschädigter Flugzeuge meist teurer ist. Ein Nachteil bleibt jedoch der hohe Wartungsaufwand für die alten Systeme aus den 1980er-Jahren.

Das Flugzeug trägt nun den Namen Apocalypse II, zu Ehren einer im Zweiten Weltkrieg abgeschossenen B-24 Liberator. Zuvor flog die Maschine unter dem Namen Rage. Die US-Luftwaffe plant, die verbleibende Flotte der B-1B Lancer bis mindestens 2037 zu betreiben. Dafür sind Investitionen in Höhe von 342 Millionen Dollar (etwa 292 Millionen Euro) für weitere Modernisierungen vorgesehen.

Erst im Laufe des nächsten Jahrzehnts soll der fließende Übergang zum neuen Tarnkappenbomber B-21 Raider erfolgen. Bis der Nachfolger in ausreichender Stückzahl verfügbar ist, müssen die reaktivierten Maschinen die Lücke in der Flotte schließen. Das zeigt, wie wichtig die strategische Reserve für die Einsatzbereitschaft bleibt.

Was haltet ihr von der Strategie, alte Militärtechnik aufwendig zu reaktivieren? Teilt eure Meinung und diskutiert mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • US-Luftwaffe reaktiviert B-1B Lancer nach mehrjähriger Einmottung
  • B-1B 86-0115 stand seit 2021 auf dem Flugzeugfriedhof in Arizona
  • Nach fast zweijähriger Instandsetzung in Oklahoma kehrte er zurück
  • Der Kongress schreibt 45 einsatzbereite B-1B Lancer in der Flotte vor
  • Mehr als 200 Ingenieure und Zivilangestellte arbeiteten im Schichtbetrieb
  • Die Fachkräfte tauschten über 500 defekte oder veraltete Bauteile aus
  • Umfangreiche Strukturreparaturen am Rumpf des Bombers wurden durchgeführt
  • Testflüge im unlackierten Zustand sollten Materialermüdung erkennen helfen
  • Die Reaktivierung spare Anschaffungskosten, doch der Wartungsaufwand bleibe hoch
  • Das Flugzeug trägt nun den Namen Apocalypse II zu Ehren einer B-24
  • Investitionen von 342 Millionen Dollar für Modernisierungen bis 2037 geplant
  • Der B-21 Raider solle ab 2030 schrittweise als Nachfolger eingeführt werden
  • Die reaktivierten Maschinen schließen nun eine Lücke in der Flotte
  • Die strategische Reserve erweise sich als unverzichtbar für die Einsatzbereitschaft

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