Letzter ID.3 gefertigt: VW stellt Produktion in gläserner Manufaktur ein
Nach fast 25 Jahren ist die Automobilfertigung in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden beendet. Am Dienstag rollte mit einem roten ID.3 Pro S das letzte Fahrzeug vom Band. Was jetzt an dem Standort passieren soll.
Die Produktionszahlen blieben im Vergleich zu anderen VW-Werken allerdings sehr überschaubar. In 24 Jahren wurden in Dresden rund 165.500 Fahrzeuge gefertigt. Den Anfang machte die Oberklasselimousine Phaeton. Nach deren Auslaufen 2016 folgte eine Phase mit dem e-Golf, bevor seit 2021 ausschließlich der ID.3 produziert wurde.
Geplant sind Forschungsaktivitäten unter anderem zu Künstlicher Intelligenz, Robotik und Mikroelektronik. Die Partner wollen in den kommenden sieben Jahren mehr als 50 Millionen Euro investieren. Ab Januar 2026 wird die Fertigungslinie zurückgebaut. Die TU Dresden soll rund die Hälfte der Flächen für Forschung zur "Smart Production" nutzen. Der Regelbetrieb ist für 2027 vorgesehen.
Was haltet ihr von der Umwandlung der Manufaktur in einen Forschungscampus? Seht ihr darin eine Stärkung des Entwicklungsstandorts Deutschland oder bedauert ihr das Ende der Montage? Wir freuen uns auf eure Meinung in den Kommentaren.
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Abschied vom Automobilbau
Das ID.3 wird nicht ausgeliefert, sondern bleibt als Erinnerungsstück im Werk. Beschäftigte unterschrieben dafür auf der Innenseite der Heckklappe und im Motorraum. Damit endet die Produktion an einem Standort, der seit der Eröffnung 2001 eine Sonderrolle im Volkswagen-Konzern hatte.Die Produktionszahlen blieben im Vergleich zu anderen VW-Werken allerdings sehr überschaubar. In 24 Jahren wurden in Dresden rund 165.500 Fahrzeuge gefertigt. Den Anfang machte die Oberklasselimousine Phaeton. Nach deren Auslaufen 2016 folgte eine Phase mit dem e-Golf, bevor seit 2021 ausschließlich der ID.3 produziert wurde.
Forschung statt Fließband
Mit dem Ende der Montage wird der Standort neu ausgerichtet. Wie Volkswagen erst Anfang des Monats bekannt gab (via heise) entsteht gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen und der TU Dresden ein Innovationscampus. Künftig stehen Software und Entwicklung im Mittelpunkt ind em einstigen Prestigeobjekt.Geplant sind Forschungsaktivitäten unter anderem zu Künstlicher Intelligenz, Robotik und Mikroelektronik. Die Partner wollen in den kommenden sieben Jahren mehr als 50 Millionen Euro investieren. Ab Januar 2026 wird die Fertigungslinie zurückgebaut. Die TU Dresden soll rund die Hälfte der Flächen für Forschung zur "Smart Production" nutzen. Der Regelbetrieb ist für 2027 vorgesehen.
Ungewissheit für die Belegschaft
Für die rund 230 Beschäftigten bedeutet der Wandel natürlich erheblich Einschnitte. Zwar sind betriebsbedingte Kündigungen per Tarifvertrag bis 2029 ausgeschlossen, viele Arbeitsplätze in Dresden entfallen jedoch. Angeboten werden Wechsel in andere Werke, etwa nach Zwickau, Chemnitz oder Wolfsburg, sowie Altersteilzeitmodelle.Phaeton, Papst und CarGoTram
Die Gläserne Manufaktur war stets auch ein Symbolprojekt. Initiiert von Ferdinand Piëch, wurde der Phaeton dort in besonderem Ambiente gefertigt. Bauteile gelangten jahrelang per "CarGoTram" durch die Dresdner Innenstadt zum Werk. Die Nutzung als Event- und Auslieferungsort soll bleiben. Zu den Kunden zählten Prominente, ebenso der Vatikan. Während in Dresden die Produktion endet, treibt Volkswagen andernorts den Ausbau der Batteriezellfertigung voran, unter anderem in Salzgitter.Was haltet ihr von der Umwandlung der Manufaktur in einen Forschungscampus? Seht ihr darin eine Stärkung des Entwicklungsstandorts Deutschland oder bedauert ihr das Ende der Montage? Wir freuen uns auf eure Meinung in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- Ende der Autoproduktion in VW Gläserne Manufaktur Dresden nach 24 Jahren
- Letztes Fahrzeug war ein roter ID.3, der als Erinnerungsstück verbleibt
- Insgesamt wurden seit 2001 nur 165500 Fahrzeuge am Standort montiert
- Umwandlung in Innovationscampus mit TU Dresden für KI und Mikroelektronik
- Investitionen von mehr als 50 Millionen Euro für den neuen Campus geplant
- Rückbau der Fertigungslinie beginnt im Januar 2026
- Für die 230 Mitarbeiter werden Wechsel zu anderen Standorten angeboten
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