Intel findet sich plötzlich in deutlichem Aufwind wieder
Der US-Chiphersteller Intel wird für das letzte Quartal zwar erneut Milliarden-Verluste ausweisen. Trotzdem zeigten sich die Anleger von der jüngsten Entwicklung begeistert: Nach der Veröffentlichung vorläufiger Geschäftszahlen sprang die Aktie nach oben.
Konzernchef Lip-Bu Tan sprach von einem "soliden Fundament", das in den letzten Jahren aufgebaut wurde und auf dem das Unternehmen nun weiter aufbauen wolle. Intel richte sich stärker an den Bedürfnissen seiner Kunden aus und setze auf technologische Kompetenz sowie eigenes geistiges Eigentum. Zudem habe die neue Ausrichtung zu zusätzlichen Partnerschaften mit strategisch wichtigen Kunden geführt.
Auf den ersten Blick wirken die Zahlen dennoch widersprüchlich. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt mit einem Gewinn von rund 2,5 Milliarden Dollar gerechnet. Intel verfehlte diese Erwartungen damit deutlich. Ein großer Teil des Verlusts geht allerdings auf Sondereffekte zurück. Dazu zählen Belastungen im Zusammenhang mit der 78-prozentigen Beteiligung an Mobileye sowie Zahlungen im Zusammenhang mit der staatlichen Beteiligung der US-Regierung von zehn Prozent am Unternehmen.
Auch die separat ausgewiesene Fertigungseinheit Intel Foundry legte zu. Der Bereich setzte 5,4 Milliarden Dollar um - ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit sendet Intel zumindest erste Signale, dass der kostspielige Umbau des Konzerns Wirkung zeigen könnte. Nach mehreren schwierigen Quartalen setzen Investoren nun offenbar darauf, dass Intel bei Umsatzwachstum und strategischer Neuausrichtung die Wende schaffen kann.
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Anleger schöpfen Vertrauen
Für das mit dem März beendete Quartal meldete Intel jetzt einen Nettoverlust von 3,7 Milliarden Dollar. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich jedoch um sieben Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar. Entscheidend für die positive Reaktion an der Börse war vor allem die Prognose für die kommenden Monate: Intel erwartet Erlöse zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden Dollar und liegt damit klar über den bisherigen Markterwartungen.Konzernchef Lip-Bu Tan sprach von einem "soliden Fundament", das in den letzten Jahren aufgebaut wurde und auf dem das Unternehmen nun weiter aufbauen wolle. Intel richte sich stärker an den Bedürfnissen seiner Kunden aus und setze auf technologische Kompetenz sowie eigenes geistiges Eigentum. Zudem habe die neue Ausrichtung zu zusätzlichen Partnerschaften mit strategisch wichtigen Kunden geführt.
Auf den ersten Blick wirken die Zahlen dennoch widersprüchlich. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt mit einem Gewinn von rund 2,5 Milliarden Dollar gerechnet. Intel verfehlte diese Erwartungen damit deutlich. Ein großer Teil des Verlusts geht allerdings auf Sondereffekte zurück. Dazu zählen Belastungen im Zusammenhang mit der 78-prozentigen Beteiligung an Mobileye sowie Zahlungen im Zusammenhang mit der staatlichen Beteiligung der US-Regierung von zehn Prozent am Unternehmen.
Wachstum im Tagesgeschäft
Im operativen Geschäft zeigte sich dagegen ein gemischtes, insgesamt aber verbessertes Bild. Die Sparte Client Computing Group, die vor allem Prozessoren für PCs entwickelt, steigerte ihren Umsatz leicht um ein Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar. Deutlich stärker wuchs das Geschäft mit Rechenzentren und Künstlicher Intelligenz: Hier kletterten die Erlöse um 22 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar.Auch die separat ausgewiesene Fertigungseinheit Intel Foundry legte zu. Der Bereich setzte 5,4 Milliarden Dollar um - ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit sendet Intel zumindest erste Signale, dass der kostspielige Umbau des Konzerns Wirkung zeigen könnte. Nach mehreren schwierigen Quartalen setzen Investoren nun offenbar darauf, dass Intel bei Umsatzwachstum und strategischer Neuausrichtung die Wende schaffen kann.
Zusammenfassung
- Intel meldet trotz Kursplus im Quartal einen Nettoverlust von 3,7 Mrd Dollar
- Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 13,6 Mrd Dollar im Jahresvergleich
- Die Prognose von 13,8 bis 14,8 Mrd Dollar lag klar über Erwartungen
- Belastungen durch Mobileye und staatliche Beteiligung drückten das Ergebnis
- Client-CPUs wuchsen leicht, Rechenzentren und KI legten deutlich zu
- Intel Foundry steigerte den Umsatz um 16 Prozent auf 5,4 Mrd Dollar
- Investoren setzen nach schwachen Quartalen auf Intels strategische Wende
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