Xpeng-Roboter kollabiert bei Präsentation wie aus heiterem Himmel

Xpengs Roboter Iron verfügt über modernste KI-Chips und eine komplexe Gelenkstruktur für menschliche Bewegungen. Die prak­ti­sche Vorführung endete jedoch abrupt, als die Maschine das Gleich­ge­wicht verlor und stürzte. Die Balance bleibt die größte Hürde.
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Xpeng

Live-Demo endet mit Sturz

Der chinesische Elektroautohersteller Xpeng Motors nutzte vor einigen Tagen ein Einkaufszentrum in der südchinesischen Metropole Shenzhen, um seinen humanoiden Roboter Iron einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Was als Demonstration von fortschrittlicher Robotik und KI-gesteuerten Bewegungsabläufen geplant war, endete jedoch mit einem viralen Moment der unfreiwilligen Art.

Nachdem der zweibeinige Roboter zunächst sicher und mit einem fast menschlich anmutenden (weiblichen) Gang die Bühnenmitte erreicht hatte und dabei durchaus beeindruckte, verlor das System im Stillstand dann plötzlich das Gleichgewicht. Wie Videoaufnahmen von Besuchern dokumentieren, kippte der Roboter unvermittelt nach hinten, bevor ein Mitarbeiter den Sturz teilweise abfangen konnte. Iron landete dennoch auf dem Boden und musste von mehreren Angestellten von der Bühne getragen werden.

Das Ereignis verdeutlicht die weiterhin bestehenden Herausforderungen in der Entwicklung bipedaler Robotersysteme, auch wenn die zugrunde liegende Hardware beachtliche Spezifikationen aufweist. Iron ist 178 Zentimeter groß und wiegt 70 Kilogramm, was ihn in seinen Proportionen einem durchschnittlichen Erwachsenen ähnlich macht. Um Bewegungen möglichst natürlich wirken zu lassen, setzt Xpeng auf eine interne Struktur mit 62 aktiven Gelenken. Eine technische Besonderheit ist dabei eine 3D-gedruckte Schicht unter der Außenhülle, die menschliche Faszien imitieren soll. Das Ziel dieser Konstruktion ist es, Vibrationen zu dämpfen und die bei Robotern oft ruckartigen Bewegungen flüssiger zu gestalten.

Innenleben und Energieversorgung

Wie Interesting Engineering ausführt, wird der Roboter von drei proprietären Turing AI-Chips angetrieben. Diese Recheneinheiten sollen bis zu 2250 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde (TOPS) leisten, um visuelle und auditive Daten der Umgebung in Echtzeit zu verarbeiten.

Xpeng erklärt, warum der Roboter Iron sich so menschlich bewegt

Ein weiteres wesentliches Detail ist die Energieversorgung: Iron nutzt laut Herstellerangaben eine leichte Feststoffbatterie (Solid-State-Battery). Diese Technologie soll nicht nur längere Betriebszeiten ermöglichen, sondern auch eine höhere Energiedichte bieten und Sicherheitsrisiken minimieren, die bei herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus bestehen.

Die Reaktion des Unternehmens auf den Vorfall folgte prompt. He Xiaopeng, Mitgründer und CEO von Xpeng, äußerte sich auf Weibo zum Missgeschick und versuchte, die Situation zu entschärfen. Er zog einen Vergleich zu Kleinkindern, die das Laufen lernen würden: Nach einem Sturz stünden sie auf, um weiterzumachen. Dennoch hatte der Vorfall direkte Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Marketingkampagne in Shenzhen.

Am Tag nach dem Sturz verzichtete Xpeng darauf, den Roboter erneut frei laufen zu lassen. Stattdessen wurde Iron an einem Gestell fixiert präsentiert, während er mit dem Publikum interagierte. Iron wird laut Hersteller bereits in der Produktion des Elektroautos P7+ eingesetzt, um dort einfache Montageaufgaben zu übernehmen.

Der Sturz von Iron zeigt, dass selbst High-End-Robotik noch Kinderkrankheiten hat. Seht ihr bipedale Roboter schon bald im Alltag oder bleibt das noch lange Zukunftsmusik? Schreibt uns in den Kommentaren, was ihr darüber denkt!

Zusammenfassung
  • Xpengs humanoider Roboter Iron stürzte bei öffentlicher Vorführung
  • Mit 178 cm Größe und 70 kg verfügt Iron über 62 aktive Gelenke
  • Drei Turing AI-Chips verarbeiten Umgebungsdaten in Echtzeit
  • Eine spezielle 3D-gedruckte Schicht soll Bewegungen flüssiger machen
  • Nach dem Sturz wurde Iron nur noch an einem Gestell fixiert gezeigt
  • Laut CEO He Xiaopeng sei der Sturz wie bei lernenden Kleinkindern normal

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