Satelliten-Internet: Amazon übernimmt Globalstar und greift Starlink an
Amazon kauft den Satellitenbetreiber Globalstar für 9,8 Milliarden Euro. Mit dem Ausbau des eigenen LEO-Netzwerks greift der Konzern den Platzhirsch Starlink direkt an. Ein Zusatzabkommen sichert parallel die Notrufdienste für Apple-Nutzer.
Durch den Zukauf erhält Amazon direkten Zugriff auf das weltweite Bodenstationsnetzwerk von Globalstar sowie auf L-Band-Frequenzen und S-Band-Frequenzen. Das ist essenziell für Direct-to-Device-Dienste. Solche Verbindungen ermöglichen es, handelsübliche Mobiltelefone ohne zusätzliche Hardware direkt mit Satelliten zu verbinden. Amazon plant, ab dem Jahr 2028 ein eigenes System für Sprach- und Datendienste in Betrieb zu nehmen. Das spart dem Konzern Entwicklungszeit auf dem Weg zum eigenen Satelliten-Internet.
Wie das Unternehmen in einer Amazon-Mitteilung berichtet, betrifft das Geschäft auch einen Drittkunden. Apple nutzt die Globalstar-Infrastruktur bisher für die satellitengestützte Notruf-Funktion auf dem iPhone 14 und neueren Modellen. Um die Kontinuität der sicherheitskritischen Dienste zu gewährleisten, haben Amazon und Apple eine separate Vereinbarung unterzeichnet. Die genauen Bedingungen bleiben ungenannt, garantieren aber den reibungslosen Betrieb der bestehenden Funktionen für alle Endnutzer.
Aktionäre von Globalstar können im Rahmen der Übernahme wählen, ob sie pro Aktie rund 76 Euro in bar oder den entsprechenden Gegenwert in Amazon-Aktien erhalten möchten. Die Barzahlungen sind dabei auf 40 Prozent der Gesamtaktien begrenzt. Ein potenzieller Nachteil für Amazon könnten die hohen laufenden Kosten der erworbenen Infrastruktur sein. Globalstar konnte im Jahr 2025 jedoch erstmals einen operativen Gewinn verzeichnen, was die finanzielle Ausgangslage verbessert.
Wie bewertet ihr die Übernahme von Globalstar durch Amazon? Teilt eure Gedanken und Meinungen zu dem Thema gerne mit uns in den Kommentaren.
Siehe auch:
- Amazon übernimmt den Anbieter Globalstar für rund 9,8 Milliarden Euro
- Durch den Zukauf erhält der Konzern wichtige L-Band- und S-Band-Frequenzen
- Das eigene Satellitennetz soll künftig mit Starlink konkurrieren können
- Apple sichert mit einem Zusatzvertrag die Notruf-Funktion der iPhones ab
- Der Abschluss der Transaktion ist für das Jahr 2027 vorgesehen
- Aktionäre erhalten wahlweise 76 Euro in bar oder Anteile am US-Konzern
Milliarden-Deal im Weltraum
Der Technologiekonzern Amazon hat heute die Übernahme des Satellitenbetreibers Globalstar angekündigt. Für rund 9,8 Milliarden Euro sichert sich das Unternehmen wichtige Infrastruktur und Funkfrequenzen, um das eigene Satellitennetzwerk Amazon Leo auszubauen. Damit tritt der Konzern in direkte Konkurrenz zu etablierten Anbietern wie Starlink. Der Abschluss der Transaktion wird für das Jahr 2027 erwartet, sofern die zuständigen Aufsichtsbehörden dem Kauf zustimmen.Durch den Zukauf erhält Amazon direkten Zugriff auf das weltweite Bodenstationsnetzwerk von Globalstar sowie auf L-Band-Frequenzen und S-Band-Frequenzen. Das ist essenziell für Direct-to-Device-Dienste. Solche Verbindungen ermöglichen es, handelsübliche Mobiltelefone ohne zusätzliche Hardware direkt mit Satelliten zu verbinden. Amazon plant, ab dem Jahr 2028 ein eigenes System für Sprach- und Datendienste in Betrieb zu nehmen. Das spart dem Konzern Entwicklungszeit auf dem Weg zum eigenen Satelliten-Internet.
Wie das Unternehmen in einer Amazon-Mitteilung berichtet, betrifft das Geschäft auch einen Drittkunden. Apple nutzt die Globalstar-Infrastruktur bisher für die satellitengestützte Notruf-Funktion auf dem iPhone 14 und neueren Modellen. Um die Kontinuität der sicherheitskritischen Dienste zu gewährleisten, haben Amazon und Apple eine separate Vereinbarung unterzeichnet. Die genauen Bedingungen bleiben ungenannt, garantieren aber den reibungslosen Betrieb der bestehenden Funktionen für alle Endnutzer.
Wettbewerb der Netzwerke
Für Amazon bedeutet die Übernahme einen wichtigen Schritt, da der Kauf bestehender Technologie den Aufbauprozess beschleunigt. Bislang hat Amazon LEO etwa 200 Satelliten im niedrigen Erdorbit positioniert. Der Konkurrent Starlink betreibt im Vergleich dazu bereits über 10.000 Einheiten.Aktionäre von Globalstar können im Rahmen der Übernahme wählen, ob sie pro Aktie rund 76 Euro in bar oder den entsprechenden Gegenwert in Amazon-Aktien erhalten möchten. Die Barzahlungen sind dabei auf 40 Prozent der Gesamtaktien begrenzt. Ein potenzieller Nachteil für Amazon könnten die hohen laufenden Kosten der erworbenen Infrastruktur sein. Globalstar konnte im Jahr 2025 jedoch erstmals einen operativen Gewinn verzeichnen, was die finanzielle Ausgangslage verbessert.
Wie bewertet ihr die Übernahme von Globalstar durch Amazon? Teilt eure Gedanken und Meinungen zu dem Thema gerne mit uns in den Kommentaren.
Siehe auch:
- Angriff auf Musks Starlink: Amazon schickt Kuiper-Satelliten ins All
- Neue Pläne: So will Starlink Mobilfunkanbietern Konkurrenz machen
- SpaceX darf weitere 7500 Starlink-Satelliten in den Orbit schießen
- Nimm das, Starlink: Amazon kündigt Leo Ultra mit Gigabit-Speed an
- Projekt Kuiper: Erste Amazon-Internet-Satelliten in der Erdumlaufbahn
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Amazons Aktienkurs in Euro
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