Leo: Starlink bekommt ab Mitte 2026 schnelle Konkurrenz von Amazon
Amazon schießt schrittweise eine eigene Konstellation von Kommunikationssatelliten in die Erdumlaufbahn. Wie das Unternehmen jetzt bekannt gab, soll Amazon Leo bereits ab Mitte 2026 erste Kunden mit Breitband-Internet per Satellit versorgen.
Jassy ließ offen, ob ab dem noch nicht genauer spezifizierten Datum Mitte 2026 auch private Kunden über Amazon Leo versorgt werden sollen. "Ausgewählte Enterprise-Kunden" können das System jetzt schon testen, wobei zuletzt die US-Fluglinien Delta und JetBlue als Großkunden bei Amazon unterschrieben haben, um ihre Wi-Fi-Services in Passagierflugzeugen über Leo zu realisieren.
Der US-Onlinehändler, welcher auch einer der größten Cloud-Anbieter der Welt ist, verspricht unter anderem Downstream-Übertragungsraten von bis zu einem Gigabit, womit man die bei Starlink üblicherweise verfügbaren 45 bis 280 MBit/s deutlich übertreffen würde. Außerdem sollen bis zu sechs bis acht Mal schnellere Upstream-Verbindungen möglich sein als bei der Konkurrenz. Bereits zuvor hatte Amazon das System Leo Ultra mit Gigabit-Speed vorgestellt.
Überdies wirbt Amazon mit geringeren Kosten und einer nativen Integration mit Amazon Web Services (AWS) für Enterprise-Kunden. Noch liegt man vor allem bei der Zahl der im "Lower Earth Orbit" (LEO) befindlichen Satelliten deutlich zurück. Amazon Leo besteht bisher aus "nur" 241 Satelliten, während Musks Starlink bereits auf mehr als 10.000 Satelliten zurückgreifen kann.
Im Januar beantragte man zudem eine Verschiebung einer bis Juli 2026 geltenden Frist der US-Kommunikationsaufsicht FCC für den Start von weiteren 1.600 Satelliten. Amazon gab damals an, dass man bis Juli wohl rund 700 eigene Satelliten in der Umlaufbahn haben werde. Wie Bloomberg berichtete, geriet Amazon bei seinem Starlink-Konkurrenten in Schwierigkeiten, weil man die FCC-Frist zu verfehlen drohte.
Siehe auch:
Amazon-Chef nennt Verfügbarkeitszeitraum
Im Rahmen seines jährlichen Schreibens an die Anteilseigner von Amazon hat Konzern-CEO Andy Jassy jüngst angekündigt, dass man ab Mitte dieses Jahres beginnen will, dem von Elon Musks Firma SpaceX betriebenen Starlink Konkurrenz zu machen. Das zuvor als "Project Kuiper" gestartete Amazon Leo soll dann für erste Kunden Satelliten-Internet bieten.Jassy ließ offen, ob ab dem noch nicht genauer spezifizierten Datum Mitte 2026 auch private Kunden über Amazon Leo versorgt werden sollen. "Ausgewählte Enterprise-Kunden" können das System jetzt schon testen, wobei zuletzt die US-Fluglinien Delta und JetBlue als Großkunden bei Amazon unterschrieben haben, um ihre Wi-Fi-Services in Passagierflugzeugen über Leo zu realisieren.
Amazons Sat-Internet soll schneller sein als Starlink
Neben den Airlines zählen auch die Netzbetreiber AT&T, Vodafone und die US-Raumfahrtbehörde NASA zu den Kunden. Amazon wirbt vor allem mit einer Reihe von Vorteilen gegenüber "Wettbewerbern" um Kundschaft, wobei mit Wettbewerbern im Grunde nur Starlink gemeint sein kann.Der US-Onlinehändler, welcher auch einer der größten Cloud-Anbieter der Welt ist, verspricht unter anderem Downstream-Übertragungsraten von bis zu einem Gigabit, womit man die bei Starlink üblicherweise verfügbaren 45 bis 280 MBit/s deutlich übertreffen würde. Außerdem sollen bis zu sechs bis acht Mal schnellere Upstream-Verbindungen möglich sein als bei der Konkurrenz. Bereits zuvor hatte Amazon das System Leo Ultra mit Gigabit-Speed vorgestellt.
Überdies wirbt Amazon mit geringeren Kosten und einer nativen Integration mit Amazon Web Services (AWS) für Enterprise-Kunden. Noch liegt man vor allem bei der Zahl der im "Lower Earth Orbit" (LEO) befindlichen Satelliten deutlich zurück. Amazon Leo besteht bisher aus "nur" 241 Satelliten, während Musks Starlink bereits auf mehr als 10.000 Satelliten zurückgreifen kann.
Im Januar beantragte man zudem eine Verschiebung einer bis Juli 2026 geltenden Frist der US-Kommunikationsaufsicht FCC für den Start von weiteren 1.600 Satelliten. Amazon gab damals an, dass man bis Juli wohl rund 700 eigene Satelliten in der Umlaufbahn haben werde. Wie Bloomberg berichtete, geriet Amazon bei seinem Starlink-Konkurrenten in Schwierigkeiten, weil man die FCC-Frist zu verfehlen drohte.
Zusammenfassung
- Amazon Leo soll ab Mitte 2026 erste Kunden per Satellit versorgen
- CEO Andy Jassy kündigt den Start der Starlink-Konkurrenz noch 2026 an
- Delta und JetBlue setzen für Bord-WLAN auf Amazons neues Leo-System
- Amazon verspricht bis zu 1 Gigabit/s Download und viel mehr Uploadtempo
- Mit nur 241 Satelliten liegt Leo klar hinter Starlinks über 10.000 Einheiten
- Bei der FCC beantragt Amazon Aufschub, bis Juli 2026 wohl 700 Satelliten
Siehe auch:
- Apple Sat-SOS-Partner: Amazon will Satellitenbetreiber Globalstar kaufen
- KI-Rechenzentren in Satelliten im All? Amazon hält Idee für Humbug
- Angriff auf Musks Starlink: Amazon schickt Kuiper-Satelliten ins All
- Projekt Kuiper: Erste Amazon-Internet-Satelliten in der Erdumlaufbahn
- Project Kuiper: Amazon vor dem Start seiner ersten Internet-Satelliten
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