Highlight
Nimm das, Starlink: Amazon kündigt Leo Ultra mit Gigabit-Speed an
Amazon fordert Starlink heraus und startet die Enterprise-Preview für den Satellitendienst Leo. Mit der neuen Ultra-Antenne sollen bis zu 1 Gbit/s möglich sein. Der Fokus liegt für den Anfang allerdings auf Geschäftskunden und AWS-Integration.
Amazon treibt seine Ambitionen für eine satellitenbasierte Internetversorgung massiv voran und hat den Startschuss für die Enterprise-Preview seines Satellitennetzwerks Leo (vormals Project Kuiper) gegeben. In dieser ersten Phase konzentriert sich der Konzern vollständig auf Geschäftskunden, Telekommunikationsanbieter und staatliche Einrichtungen, die ab sofort Zugriff auf die neue High-End-Hardware erhalten. Mit dem Start positioniert sich Amazon technisch als direkte Alternative zum bisherigen Marktführer Starlink, insbesondere für Szenarien, in denen hohe Bandbreiten an abgelegenen Standorten wie Ölplattformen oder Forschungsstationen gefordert sind.
Die Ausrichtung unterscheidet sich dabei deutlich vom Ansatz von SpaceX. Während Elon Musks Starlink bereits den Massenmarkt bedient, versucht Amazon, durch eine tiefe Integration in die eigene Cloud-Infrastruktur primär bei IT-Profis und Großunternehmen zu punkten. Zielgruppen sind Sektoren wie Energie, Logistik und Verkehr, die auf stabile Verbindungen für IoT-Anwendungen und Echtzeitdaten angewiesen sind.
Neben dem Spitzenmodell plant Amazon ein abgestuftes Hardware-Portfolio, um verschiedene Einsatzzwecke abzudecken:
Für Administratoren und IT-Architekten ist jedoch nicht nur die reine Geschwindigkeit relevant, sondern vor allem die Netzwerkanbindung. Amazon ermöglicht hier eine direkte Kopplung an die Amazon Web Services (AWS). Über Funktionen wie "Direct to AWS" können Daten von der Antenne unter Umgehung des öffentlichen Internets direkt in die Cloud geleitet werden. Das minimiert Latenzen und senkt Sicherheitsrisiken erheblich, da der Datenverkehr das private Netzwerk von Amazon nicht verlässt. Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber herkömmlichen Satellitenverbindungen, die oft komplexe VPN-Tunnel über das öffentliche Netz erfordern.
Um diesen Rückstand aufzuholen, hat Amazon die größte kommerzielle Trägerraketen-Beschaffung in der Geschichte der Raumfahrt getätigt und Starts bei ULA, Arianespace und Blue Origin gebucht. Der Konzern steht unter Zeitdruck: Bis Juli 2026 muss gemäß den Lizenzauflagen der US-Behörde FCC die Hälfte der geplanten 3236 Satelliten betriebsbereit im All sein, andernfalls droht der Verlust der Sendelizenz.
Glaubt ihr, dass Amazon Leo eine ernsthafte Alternative zu Starlink für den professionellen Einsatz werden kann? Wir sind gespannt auf eure fachlichen Einschätzungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
Die Ausrichtung unterscheidet sich dabei deutlich vom Ansatz von SpaceX. Während Elon Musks Starlink bereits den Massenmarkt bedient, versucht Amazon, durch eine tiefe Integration in die eigene Cloud-Infrastruktur primär bei IT-Profis und Großunternehmen zu punkten. Zielgruppen sind Sektoren wie Energie, Logistik und Verkehr, die auf stabile Verbindungen für IoT-Anwendungen und Echtzeitdaten angewiesen sind.
Amazon Leo Ultra: Die schnellste Satellitenantenne der Welt
Gigabit-Leistung für Profis
Das Herzstück der neuen Hardware-Offensive ist das Terminal "Leo Ultra". Dabei handelt es sich um eine leistungsstarke Phased-Array-Antenne, die elektronisch gesteuert wird und somit ohne mechanisch bewegliche Teile auskommt. Laut einer offiziellen Amazon-Mitteilung liefert dieses Modell Download-Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s und einen Upload von bis zu 400 MBit/s. Mit Abmessungen von 20 mal 30 Zoll (etwa 51 x 76 Zentimeter) ist das Gerät deutlich größer als Standard-Terminals, aber speziell für den dauerhaften Enterprise-Einsatz unter extremen Wetterbedingungen konzipiert.Neben dem Spitzenmodell plant Amazon ein abgestuftes Hardware-Portfolio, um verschiedene Einsatzzwecke abzudecken:
- Leo Ultra: Bis zu 1 Gbit/s Down / 400 MBit/s Up (Enterprise-Grade)
- Leo Pro: Bis zu 400 MBit/s Down (Standard-Terminal, ca. 28 cm)
- Leo Nano: Bis zu 100 MBit/s Down (kompaktes Design, ca. 18 cm)
Für Administratoren und IT-Architekten ist jedoch nicht nur die reine Geschwindigkeit relevant, sondern vor allem die Netzwerkanbindung. Amazon ermöglicht hier eine direkte Kopplung an die Amazon Web Services (AWS). Über Funktionen wie "Direct to AWS" können Daten von der Antenne unter Umgehung des öffentlichen Internets direkt in die Cloud geleitet werden. Das minimiert Latenzen und senkt Sicherheitsrisiken erheblich, da der Datenverkehr das private Netzwerk von Amazon nicht verlässt. Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber herkömmlichen Satellitenverbindungen, die oft komplexe VPN-Tunnel über das öffentliche Netz erfordern.
Wettlauf gegen die Zeit
Trotz der ambitionierten Leistungsdaten steht Amazon Leo im Vergleich zur Konkurrenz noch am Anfang. Während sich derzeit gut 150 Amazon-Satelliten im Orbit befinden, verfügt das Starlink-Netzwerk bereits über mehr als 9000 Einheiten und Millionen aktiver Nutzer.Um diesen Rückstand aufzuholen, hat Amazon die größte kommerzielle Trägerraketen-Beschaffung in der Geschichte der Raumfahrt getätigt und Starts bei ULA, Arianespace und Blue Origin gebucht. Der Konzern steht unter Zeitdruck: Bis Juli 2026 muss gemäß den Lizenzauflagen der US-Behörde FCC die Hälfte der geplanten 3236 Satelliten betriebsbereit im All sein, andernfalls droht der Verlust der Sendelizenz.
Glaubt ihr, dass Amazon Leo eine ernsthafte Alternative zu Starlink für den professionellen Einsatz werden kann? Wir sind gespannt auf eure fachlichen Einschätzungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Amazon startet Enterprise-Preview des Satellitendienstes Leo mit bis zu 1 Gbit/s
- Leo Ultra als Premiummodell bietet hohe Geschwindigkeiten für Unternehmenskunden
- Im Gegensatz zu Starlink fokussiert Amazon zunächst auf Geschäftskunden
- Direkte AWS-Integration ermöglicht sichere Datenübertragung ohne öffentliches Netz
- Amazon muss bis Juli 2026 die Hälfte seiner geplanten 3236 Satelliten im All haben
- Drei Hardwarevarianten decken verschiedene Anwendungsfälle mit unterschiedlichen Speeds ab
- Mit aktuell 150 Satelliten liegt Leo noch deutlich hinter Starlinks 9000 Einheiten
Siehe auch:
- SpaceX schaltet mit einem Schlag 2500 Starlinkterminals auf Distanz ab
- Immer mehr Starlink-Satelliten stürzen ab und Experten mahnen laut
- Feuriges Spektakel: Immer mehr Starlink-Satelliten fallen herunter
- Handy, Starlink & Co. bedrohen moderne Satellitenanwendungen
- Kein Erfolgsprojekt: Chinas Starlink-Konkurrent hat große Probleme
Thema:
Amazons Aktienkurs in Euro
Videos zum Thema Amazon
- Magcubic HY300F: Ballförmiger Beamer ist für den WM-Spaß ungeeignet
- Wanbo Togo Pro: Gimbal-Beamer für Urlaub und Co. im Test
- Ctone Matrix Mini M2: Mini-PC mit viel Speicher fürs Geld im Test
- Forza Horizon 6: Fehlermeldung beim ersten Start - Was nun zu tun ist
- Klein, günstig aber mit Schwächen: Magcubic Mini-Beamer im Test
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Ryzen-CPUs: AMD killt RAM-Verschlüsselung - und rudert jetzt zurück
- Windows 11 26H2: Microsoft veröffentlicht allererste Vorschau-Version
- Apple M6-Prozessoren: TSMC liefert erste 2nm-Chips für neue Macs
- Windows 11 26H2: Microsoft kündigt nächste OS-Version offiziell an
- VW ID.3 Neo GTI: Erlkönig des neuen Elektro-GTI wurde gesichtet
- Prime Day: Bei Amazon starten schon jetzt tolle Saugroboter-Deals
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen