TV: OLED-Konkurrent RGB-LED überzeugt bei erstem Massen-Modell
Mit dem Hisense-UR9-RGB-LED-TV ist das erste serienreife Fernsehgerät mit der neuen RGB-LED-Hintergrundbeleuchtung auf dem Markt angekommen und sorgt für Aufsehen in der Branche. Die Technologie soll eine starke Konkurrenz zu OLED-Displays bilden.
Allerdings hat die Innovation ihren Preis: Die getestete 65-Zoll-Version kostet rund 3.500 Dollar (etwa 3.220 Euro) und liegt damit auf dem Niveau hochwertiger OLED-Geräte von LG und Samsung. Damit tritt das Gerät also direkt gegen etablierte Premium-Technologien an.
Hisense hatte bereits im Vorjahr mit einem extrem teuren 116-Zoll-Modell den Einstieg in die RGB-LED-Technik gewagt. Mit der UR9-Serie folgt nun eine vergleichsweise erschwingliche Variante, die dennoch über klassischen Mini-LED-Fernsehern positioniert ist. Technisch bietet das Gerät unter anderem eine native Bildwiederholrate von 180 Hz, Unterstützung für Dolby Vision und HDR10+ sowie Gaming-Funktionen wie AMD FreeSync.
Ein viel diskutierter Kritikpunkt bei RGB-LED ist ein mögliches "Color Crosstalk", also das Auftreten von Farbüberlagerungen. Im Test konnte dieses Problem jedoch nicht nachvollzogen werden. Dennoch bleibt unklar, ob die Technologie in komplexen Szenen stets ihre Vorteile ausreizen kann.
Trotz der Fortschritte bei der Konkurrenz-Technologie hat OLED weiterhin klare Stärken - insbesondere beim Kontrast. Da RGB-LED weiterhin auf LCD-Panels basiert, bleiben typische Nachteile wie begrenzte Blickwinkel oder leichtes Blooming bestehen. OLED-Geräte liefern hier durch pixelgenaue Steuerung nach wie vor die insgesamt bessere Bildqualität, hieß es.
Siehe auch:
Deutlicher Fortschritt im LED-Bereich
Das neue Modell aus China zeigt erstmals außerhalb von Vorführstudios, wie leistungsfähig die Technologie im Alltag ist. Besonders bei HDR-Inhalten überzeugt der Fernseher mit hoher Helligkeit, präziser Farbdarstellung und einem erweiterten Farbraum, der über den bislang üblichen P3-Standard hinausgeht, berichtet das US-Magazin The Verge.Allerdings hat die Innovation ihren Preis: Die getestete 65-Zoll-Version kostet rund 3.500 Dollar (etwa 3.220 Euro) und liegt damit auf dem Niveau hochwertiger OLED-Geräte von LG und Samsung. Damit tritt das Gerät also direkt gegen etablierte Premium-Technologien an.
Hisense hatte bereits im Vorjahr mit einem extrem teuren 116-Zoll-Modell den Einstieg in die RGB-LED-Technik gewagt. Mit der UR9-Serie folgt nun eine vergleichsweise erschwingliche Variante, die dennoch über klassischen Mini-LED-Fernsehern positioniert ist. Technisch bietet das Gerät unter anderem eine native Bildwiederholrate von 180 Hz, Unterstützung für Dolby Vision und HDR10+ sowie Gaming-Funktionen wie AMD FreeSync.
OLED kann manches besser
In der Praxis spielt die neue Technik vor allem bei besonders farbintensiven Inhalten ihre Stärken aus. Naturdokumentationen wie "Planet Earth II" profitieren sichtbar von den erweiterten Farbmöglichkeiten: Grüntöne wirken lebendiger, Details differenzierter. Gleichzeitig bleibt die Farbdarstellung auch bei hoher Helligkeit stabil. Schwächen zeigen sich hingegen gelegentlich bei Kameraschwenks, wo leichte Ruckler auftreten können.Ein viel diskutierter Kritikpunkt bei RGB-LED ist ein mögliches "Color Crosstalk", also das Auftreten von Farbüberlagerungen. Im Test konnte dieses Problem jedoch nicht nachvollzogen werden. Dennoch bleibt unklar, ob die Technologie in komplexen Szenen stets ihre Vorteile ausreizen kann.
Trotz der Fortschritte bei der Konkurrenz-Technologie hat OLED weiterhin klare Stärken - insbesondere beim Kontrast. Da RGB-LED weiterhin auf LCD-Panels basiert, bleiben typische Nachteile wie begrenzte Blickwinkel oder leichtes Blooming bestehen. OLED-Geräte liefern hier durch pixelgenaue Steuerung nach wie vor die insgesamt bessere Bildqualität, hieß es.
Zusammenfassung
- Hisense bringt mit UR9 den ersten serienreifen RGB-LED-TV in den Handel
- Bei HDR zeigt das Modell hohe Helligkeit, präzise Farben und breiten Farbraum
- Die 65-Zoll-Version kostet rund 3.500 Dollar (etwa 3.220 Euro) und zielt auf OLED-Premium
- Technisch gibt es 180 Hz, Dolby Vision, HDR10+ und AMD FreeSync
- Bei farbintensiven Szenen wirkt das Bild lebendiger und stabil hell
- OLED bleibt beim Kontrast vorn, RGB-LED kämpft mit Blickwinkelgrenzen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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