Weltweiter Volkswagen-Rückruf:
Brandgefahr bei über 100.000 E-Autos
Wegen potenzieller Brandgefahr müssen rund 100.000 Elektroautos von Volkswagen in die Werkstätten. Betroffen sind diverse ID-Modelle und der Cupra Born. Ein Software-Update und ein Hardware-Tausch sollen das Batterie-Problem nun beheben.
Die spanische Konzerntochter Cupra ist mit dem Elektro-Kompaktwagen Cupra Born in den Rückruf involviert. Laut den Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes umfasst die Maßnahme global exakt 74.579 Fahrzeuge der Hauptmarke Volkswagen sowie 19.452 Einheiten des Cupra Born.
Die Ursache des Problems liegt in einzelnen Batteriemodulen, die nicht den exakt definierten Vorgaben entsprechen. Das kann sich im Alltag durch eine plötzlich stark verringerte Reichweite bemerkbar machen. Zudem kann im Cockpit eine gelbe Warnleuchte auf den Defekt hinweisen.
Wie Electrive berichtet, stuft der Automobilhersteller den Mangel als sicherheitsrelevant ein, auch wenn bislang keine Sachschäden oder Personenschäden dokumentiert sind. Es gab schon vor Monaten einen Rückruf dazu in den USA.
Die geplante Abhilfe in den Werkstätten besteht aus zwei Schritten. Zunächst erhalten die Autos ein Software-Update. Das dient einer engmaschigeren Überwachung und besseren elektronischen Absicherung der Hochvoltbatterie im Fahrbetrieb.
Zusätzlich untersuchen Techniker die verbauten Module physisch auf Abweichungen. Finden sie fehlerhafte Segmente, tauschen sie diese gezielt aus. Ein kostspieliger Wechsel des kompletten Batteriepakets ist laut den Unterlagen nicht vorgesehen. Die Rückrufaktion wird bei den Behörden für Volkswagen unter der Referenznummer 16271R geführt, intern lautet der Code 93MI. Für den Cupra Born lautet die Nummer 16269R mit dem internen Code 93S4.
Ein Blick auf die Fahrzeugfertigung im Werk Zwickau zeigt weitere Auffälligkeiten. Der VW ID.3 und der Cupra Born teilen sich dort dieselbe Montagelinie. Dennoch differieren die betroffenen Bauzeiträume in den offiziellen Meldungen der Behörden massiv. Ebenso fertigt Volkswagen den VW ID.4 und den VW ID.5 in Zwickau auf einer zweiten Linie zusammen mit dem Audi Q4 e-tron.
Die Ingenieure bei Volkswagen arbeiten nun unter Hochdruck daran, die Werkstätten auf den Ansturm vorzubereiten. Angesichts der hohen Anzahl von knapp 100.000 betroffenen Autos wird die Logistik für die Ersatzteile eine Herausforderung. Kunden erhalten in den kommenden Wochen Post von ihren Händlern, um einen Termin zu vereinbaren. Bis dahin können die Fahrzeuge normal weiterbewegt werden.
Seid ihr von diesem Rückruf betroffen oder habt ihr bereits Erfahrungen mit dem Werkstattbesuch gemacht? Schreibt uns eure Erlebnisse und Meinung gerne unten in die Kommentare.
Siehe auch:
Rückruf bei VW: Brandgefahr im Akku
Volkswagen muss weltweit fast 100.000 Fahrzeuge auf Basis des Modularen E-Antriebs-Baukastens in die Werkstätten zurückrufen. Grund hierfür sind Qualitätsmängel an den Hochvoltbatterien, die im ungünstigsten Fall zu einem Brand führen können. Betroffen sind die Baureihen VW ID.3, VW ID.4 und VW ID.5 sowie der Kleinbus VW ID. Buzz inklusive der Nutzfahrzeug-Variante Cargo.Die spanische Konzerntochter Cupra ist mit dem Elektro-Kompaktwagen Cupra Born in den Rückruf involviert. Laut den Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes umfasst die Maßnahme global exakt 74.579 Fahrzeuge der Hauptmarke Volkswagen sowie 19.452 Einheiten des Cupra Born.
Die Ursache des Problems liegt in einzelnen Batteriemodulen, die nicht den exakt definierten Vorgaben entsprechen. Das kann sich im Alltag durch eine plötzlich stark verringerte Reichweite bemerkbar machen. Zudem kann im Cockpit eine gelbe Warnleuchte auf den Defekt hinweisen.
Wie Electrive berichtet, stuft der Automobilhersteller den Mangel als sicherheitsrelevant ein, auch wenn bislang keine Sachschäden oder Personenschäden dokumentiert sind. Es gab schon vor Monaten einen Rückruf dazu in den USA.
Die geplante Abhilfe in den Werkstätten besteht aus zwei Schritten. Zunächst erhalten die Autos ein Software-Update. Das dient einer engmaschigeren Überwachung und besseren elektronischen Absicherung der Hochvoltbatterie im Fahrbetrieb.
Zusätzlich untersuchen Techniker die verbauten Module physisch auf Abweichungen. Finden sie fehlerhafte Segmente, tauschen sie diese gezielt aus. Ein kostspieliger Wechsel des kompletten Batteriepakets ist laut den Unterlagen nicht vorgesehen. Die Rückrufaktion wird bei den Behörden für Volkswagen unter der Referenznummer 16271R geführt, intern lautet der Code 93MI. Für den Cupra Born lautet die Nummer 16269R mit dem internen Code 93S4.
Unterschiede bei der Produktion
Die betroffenen Elektroautos liefen in unterschiedlichen Zeiträumen vom Band. Während die Mängel beim Cupra Born Exemplare ab Februar 2022 betreffen, liegt der Fokus bei den VW-Modellen primär auf dem Produktionszeitraum zwischen Juni 2023 und August 2024. Das ist ungewöhnlich, da die Batteriemodule für die Plattform oft baugleich konstruiert sind und von denselben Zulieferern stammen.Ein Blick auf die Fahrzeugfertigung im Werk Zwickau zeigt weitere Auffälligkeiten. Der VW ID.3 und der Cupra Born teilen sich dort dieselbe Montagelinie. Dennoch differieren die betroffenen Bauzeiträume in den offiziellen Meldungen der Behörden massiv. Ebenso fertigt Volkswagen den VW ID.4 und den VW ID.5 in Zwickau auf einer zweiten Linie zusammen mit dem Audi Q4 e-tron.
Batteriezellen aus externer Quelle
Bislang erwähnt der Rückruf die Modelle von Audi nicht. Der Konzern kauft die eigentlichen Batteriezellen von externen Zulieferern ein und montiert diese erst in den eigenen Fabriken zu fertigen Batteriepaketen. Worin genau die Abweichung bei den Spezifikationen besteht, die anscheinend nur bestimmte Marken und eng gefasste Zeiträume betrifft, geht aus den aktuell vorliegenden Daten der Ämter nicht im Detail hervor.Die Ingenieure bei Volkswagen arbeiten nun unter Hochdruck daran, die Werkstätten auf den Ansturm vorzubereiten. Angesichts der hohen Anzahl von knapp 100.000 betroffenen Autos wird die Logistik für die Ersatzteile eine Herausforderung. Kunden erhalten in den kommenden Wochen Post von ihren Händlern, um einen Termin zu vereinbaren. Bis dahin können die Fahrzeuge normal weiterbewegt werden.
Seid ihr von diesem Rückruf betroffen oder habt ihr bereits Erfahrungen mit dem Werkstattbesuch gemacht? Schreibt uns eure Erlebnisse und Meinung gerne unten in die Kommentare.
Zusammenfassung
- Volkswagen ruft weltweit rund 100.000 Elektroautos wegen Brandgefahr zurück
- Betroffen sind die Modelle ID.3, ID.4, ID.5, ID. Buzz und Cupra Born
- Fehlerhafte Batteriemodule entsprechen nicht den definierten Vorgaben
- Ein Software-Update und ein Hardware-Tausch sollen das Problem beheben
- Bislang wurden keine Sach- oder Personenschäden offiziell dokumentiert
- Die Werkstätten bereiten sich auf den Ansturm der Fahrzeuge vor
- Kunden erhalten in den kommenden Wochen Post von ihren Händlern
Siehe auch:
- Hacker-Gadget öffnet Hunderte Modelle von VW, Audi & Co. in Sekunden
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