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Mann klaut Tausende Pokémon-Karten mithilfe von Gewürz-Päckchen

Ein Mann in Florida hat das Self-Checkout-System einer Super­marktkette mit Gewürztüten überlistet. Statt teurer Pokémon-Karten scannte er billiges Pulver, machte damit Tausende Dollar Gewinn auf eBay und muss nun mit einer drastischen Haftstrafe rechnen.
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Dreister Betrug mit Gewürztüten

Behörden in Florida haben einen 39-jährigen Mann festgenommen, der das System der Selbstbedienungskassen in zahlreichen Filialen der Ladenkette Target auf triviale Weise überlistet haben soll. Keith Wallis wird vorgeworfen, über einen Zeitraum von sieben Monaten systematisch Pokémon-Sammelkarten gestohlen zu haben. Statt auf komplexe Hacking-Methoden zu setzen, nutzte der Tatverdächtige offenbar simple Taco-Gewürzmischungen, um die Sicherheitsmechanismen der Kassen zu täuschen.

Der Tathergang folgte stets demselben Muster: Wallis wählte in den Geschäften zwischen Orlando und Miami große Boxen mit Sammelkarten sowie eine identische Anzahl an Gewürztüten aus. An der Selbstbedienungskasse scannte er jedoch lediglich die günstigen Lebensmittelverpackungen, die jeweils 99 Cent kosteten. Die wesentlich teureren Kartenboxen legte er, ohne sie zu bezahlen, in seine Einkaufstaschen. Der Handelskette Target entstand dadurch ein direkter Schaden von rund 10.000 Dollar.

Lukrativer Handel auf eBay

Wie The Independent unter Berufung auf eine Mitteilung des Generalstaatsanwalts von Florida berichtet, verkaufte Wallis die gestohlene Ware gewinnbringend weiter. Auf eBay erzielte er mit den Objekten Einnahmen von etwa 40.000 Dollar. Bei der Beute handelte es sich primär um Pokémon-Karten. Diese erleben seit einigen Jahren einen massiven Hype, bei dem seltene Exemplare hohe Preise erzielen können.

Generalstaatsanwalt James Uthmeier kündigte ein hartes Vorgehen an. Er betonte, dass derartige Kriminalität die Preise für ehrliche Verbraucher in die Höhe treibe. Wallis muss sich wegen organisierten Einzelhandelsdiebstahls und Geldwäsche verantworten. Sollte er in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen werden, droht ihm eine Höchststrafe von bis zu 90 Jahren Haft.

Zur Masche des Betrügers bleiben aber einige Fragezeichen: Denn gängige Selbstbedienungskassen nutzen Waagen im Einpackbereich, um das Gewicht des gescannten Artikels zu verifizieren. Ein Gewürzpäckchen wiegt in der Regel deutlich weniger als eine gefüllte Metallbox mit Karten. Es bleibt unklar, ob die Toleranzbereiche der Waagen extrem großzügig eingestellt waren oder der Täter das Gewicht durch das gleichzeitige Auflegen mehrerer Gewürztüten simulierte.

Haltet ihr die mögliche Strafe von 90 Jahren für diesen Ladendiebstahl für angemessen oder überzogen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare - wir sind gespannt auf eure Ansichten!

Zusammenfassung
  • Mann aus Florida stahl Pokémon-Karten über Selbstbedienungskassen
  • Er scannte günstige Taco-Gewürztüten statt teurer Kartenboxen
  • Die Gewürztüten kosteten jeweils nur 99 Cent pro Verpackung
  • Der Handelskette Target entstand ein Schaden von rund 10.000 Dollar
  • Auf eBay erzielte er mit den gestohlenen Karten etwa 40.000 Dollar
  • Dem 39-Jährigen drohen bei Verurteilung bis zu 90 Jahre Haftstrafe
  • Die Masche funktionierte über sieben Monate in mehreren Filialen

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