Mann verklagt Nintendo, weil ihm "Pokémon Professor" verwehrt wurde

Ein US-Amerikaner verklagt Nintendo und The Pokémon Company, weil ihm der offizielle Status als Pokémon-Professor verweigert wurde. Nach einem gescheiterten Background-Check fordert der Mann nun den Titel sowie 341.000 Dollar (etwa 293.446 Euro) Schadensersatz.

Klage um begehrten Nintendo-Titel

Ein 34-jähriger Mann aus Iowa hat im Mai 2026 eine Klage gegen Nintendo of America und The Pokémon Company International eingereicht. Vor einem Bundesgericht fordert er den offiziellen Status als "Pokémon-Professor" ein. Die Unternehmen hatten ihm die Zertifizierung nach einer Überprüfung seiner Vergangenheit verweigert. Der Kläger sieht in dem Ausschluss einen Verstoß gegen geltende Kartellgesetze und fordert weitreichende Entschädigungen.

Der Titel als Pokémon-Professor ist kein reines Hobbyprojekt, sondern ein offizielles Zertifizierungssystem. Wer diesen Status erhält, nimmt eine wichtige Rolle in der Community des Spiels ein. Diese Personen dürfen Turniere für das Sammelkartenspiel und die Videospiele der Marke organisieren oder als Schiedsrichter leiten. Damit gehen entsprechend wirtschaftliche Vorteile für die ausrichtenden Personen einher.

Zu den Vorzügen des Programms gehören unter anderem:

  • Zugang zu exklusiven Organisationswerkzeugen
  • Offizielle Listung in der globalen Veranstaltungsübersicht
  • Möglichkeiten zur Steigerung von Kundenzahlen und Produktverkäufen
  • Erhalt von speziellen Werbeartikeln und Ausrüstungsgegenständen

Vorstrafen verhindern Zertifikat

Wie der US-amerikanische Fernsehsender KCRG berichtet, habe der Bewerber den theoretischen Test für das Programm im März 2024 zunächst fehlerfrei bestanden. Im Rahmen des Aufnahmeprozesses sei jedoch eine obligatorische Hintergrundüberprüfung durchgeführt worden. Dabei seien ein über zehn Jahre altes Vergehen sowie ein offener Haftbefehl aus dem Jahr 2022 ans Licht gekommen.


Der Haftbefehl aus einem anderen Bundesstaat beziehe sich auf das Nichterscheinen vor Gericht. Die zugrundeliegenden Vorwürfe aus dem Jahr 2022 umfassen laut den Gerichtsakten ungebührliches Verhalten durch Beteiligung an Schlägereien und Sachbeschädigung. Auch der Besitz, die Reparatur oder der Verkauf einer Angriffswaffe werden genannt. Daraufhin zog The Pokémon Company die Zusage im Mai 2024 zurück.

Dem Kläger wurde schriftlich mitgeteilt, dass sein Testergebnis nach der Überprüfung nachträglich auf 80 Prozent korrigiert worden sei. Damit erfülle er die strengen Anforderungen für den Titel nicht mehr. Der abgelehnte Bewerber beteuert jedoch, dass die Vorwürfe zu keiner Verurteilung geführt hätten und seine Eignung für das Programm nicht beeinträchtigen würden.

Vorwurf der Monopolbildung

Der Kläger argumentiert in seiner Klageschrift, dass die Verweigerung des Zertifikats nicht nur ihn persönlich schädige. Das Vorgehen der Unternehmen reduziere den Wettbewerb und den Zugang für Konsumenten, da ein qualifizierter Veranstalter aus dem offiziellen System ausgeschlossen werde. Er wirft Nintendo und The Pokémon Company daher die Bildung eines Monopols über das organisierte Spiel vor.

Neben der sofortigen Ernennung zum Pokémon-Professor und der Wiederherstellung aller Zugänge fordert der Mann finanziellen Schadensersatz. Die Summe beläuft sich auf 341.000 Dollar (etwa 293.446 Euro). Die beklagten Unternehmen haben sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.

Der Rechtsstreit zeigt, wie ernst das kompetitive Spiel genommen wird. Könnt ihr die strenge Haltung von Nintendo nachvollziehen oder findet ihr die Klage berechtigt? Teilt eure Meinung mit uns!
Zusammenfassung
  • Ein US-Amerikaner verklagt Nintendo auf Anerkennung als Pokémon-Professor
  • Die Ablehnung erfolgte aufgrund von Vorstrafen und eines Haftbefehls
  • Solch ein Status ermöglicht die Organisation von lukrativen Spielturnieren
  • Dem Konzern werden Kartellrechtsverstöße sowie eine Monopolbildung vorgeworfen
  • Neben der Ernennung fordert der Mann eine Entschädigung von 341.000 US-Dollar
  • Trotz bestandenen Tests führten Delikte von 2022 zum Entzug der Zulassung

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!