Mazda schimpfte erst über Touchscreens und verbaut sie nun selbst
Mazda vollzieht eine Kehrtwende in der Bedienphilosophie seiner Fahrzeug-Cockpits. Damit räumt das Unternehmen indirekt auch ein, dass das hochgepriesene System der letzten Jahre letztlich doch nicht so überragend ist wie behauptet.
Als 2023 das neue Flaggschiff-SUV Mazda CX-90 präsentiert wurde, betonte Mazda, bewusst keinen Touchscreen einzusetzen und verwies immer wieder auf die Nachteile dieser Technologie. Stattdessen sollten ein zentrales Drehrad in der Mittelkonsole und einige Direktwahltasten Ablenkung reduzieren. Auch der später eingeführte Mazda CX-50 folgte diesem Konzept. Die Bedienlogik erinnerte an frühere Systeme wie Audi MMI oder das bereits 2001 eingeführte BMW iDrive im BMW 7er (E65).
Das neue Mazda-Cockpit mit Touchscreen
Im Alltag erwies sich das Scrollrad-System jedoch als wenig intuitiv. Nutzer müssen durch Menüs scrollen und klicken, unterstützt von einer "Zurück"-Taste. Gerade während der Fahrt kann das umständlich sein. Viele Fahrer wichen deshalb auf Apple CarPlay oder Android Auto aus, die in aktuellen Modellen wie dem Mazda CX-70, dem CX-50 Hybrid oder dem CX-90 Plug-in-Hybrid kabellos verfügbar sind. Doch auch diese Systeme sind primär für Touchbedienung konzipiert und wirken in Kombination mit dem Drehrad nicht optimal abgestimmt.
Mit dem neuen CX-5 ändert Mazda nun grundsätzlich den Kurs. Das große Zentraldisplay übernimmt nahezu alle Funktionen, auch die Klimasteuerung. Klassische Drehregler oder ein Lautstärkeknopf entfallen vollständig. Der Hersteller argumentiert, fest platzierte Bedienelemente am unteren Bildschirmrand sorgten dennoch für Übersichtlichkeit und Sicherheit.
Siehe auch:
Jetzt ohne Scrollwheel
Mit dem neuen Mazda CX-5 (2026) verabschiedet sich der Hersteller vom bisherigen Scroll-Wheel und setzt nun auf einen 15,6 Zoll großen Touchscreen, der ganz ohne physische Tasten oder Regler auskommt. Damit gibt das Unternehmen eine Strategie auf, die es noch vor wenigen Jahren ausdrücklich als Sicherheitsvorteil beworben hatte.Als 2023 das neue Flaggschiff-SUV Mazda CX-90 präsentiert wurde, betonte Mazda, bewusst keinen Touchscreen einzusetzen und verwies immer wieder auf die Nachteile dieser Technologie. Stattdessen sollten ein zentrales Drehrad in der Mittelkonsole und einige Direktwahltasten Ablenkung reduzieren. Auch der später eingeführte Mazda CX-50 folgte diesem Konzept. Die Bedienlogik erinnerte an frühere Systeme wie Audi MMI oder das bereits 2001 eingeführte BMW iDrive im BMW 7er (E65).
Das neue Mazda-Cockpit mit Touchscreen
Im Alltag erwies sich das Scrollrad-System jedoch als wenig intuitiv. Nutzer müssen durch Menüs scrollen und klicken, unterstützt von einer "Zurück"-Taste. Gerade während der Fahrt kann das umständlich sein. Viele Fahrer wichen deshalb auf Apple CarPlay oder Android Auto aus, die in aktuellen Modellen wie dem Mazda CX-70, dem CX-50 Hybrid oder dem CX-90 Plug-in-Hybrid kabellos verfügbar sind. Doch auch diese Systeme sind primär für Touchbedienung konzipiert und wirken in Kombination mit dem Drehrad nicht optimal abgestimmt.
Ende der Verwirrung?
Hinzu kommt eine technische Besonderheit: In höher ausgestatteten Varianten mit 12,3-Zoll-Display sind die Bildschirme zwar berührungsempfindlich, die Touchfunktion ist jedoch standardmäßig nur im Stand und innerhalb von CarPlay aktiv. Während der Fahrt wird sie deaktiviert und kann lediglich über Einstellungen in CarPlay freigeschaltet werden. Zudem ist der Bildschirm vergleichsweise weit oben im Armaturenbrett positioniert, da er ursprünglich nicht als klassischer Touchscreen gedacht war.Mit dem neuen CX-5 ändert Mazda nun grundsätzlich den Kurs. Das große Zentraldisplay übernimmt nahezu alle Funktionen, auch die Klimasteuerung. Klassische Drehregler oder ein Lautstärkeknopf entfallen vollständig. Der Hersteller argumentiert, fest platzierte Bedienelemente am unteren Bildschirmrand sorgten dennoch für Übersichtlichkeit und Sicherheit.
Zusammenfassung
- Mazda führt bei neuem CX-5 einen 15,6-Zoll-Touchscreen ohne Tasten ein
- Frühere Kritik an Touchscreens wird nun mit der Designänderung aufgegeben
- Das bisherige Scrollrad-System erwies sich im Alltag als wenig intuitiv
- Nutzer wichen oft auf CarPlay oder Android Auto mit Touchbedienung aus
- Bei aktuellen Modellen war Touchbedienung während der Fahrt deaktiviert
- Mit dem neuen Bedienkonzept entfallen sogar Lautstärkeregler komplett
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