Spektakulär: RTX-5090-GPU-Core zerbricht bei 1,2 Volt wie ein Spiegel

Ein Rekordversuch mit der neuen MSI GeForce RTX 5090 Light­ning Z endete fatal. Beim Extrem-Overclocking mit flüs­si­gem Stick­stoff zersprang der Grafikchip wie Glas. Grund war eine ex­tre­me Leistungs­auf­nah­me, die die Hardware jenseits ihrer Gren­zen belastete.
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Hardware-Tod durch Overclocking

Die Jagd nach Benchmark-Weltrekorden fordert gelegentlich teure Opfer. Das musste jetzt ein professioneller Übertakter erfahren, der den Grafikprozessor einer MSI GeForce RTX 5090 Lightning Z extremer Last aussetzte. Die Grafikkarte ist momentan mit das leistungsfähigste Modell der RTX 5090 und hatte in den letzten Wochen bereits einige Rekorde aufgestellt. Bei dem Versuch noch mehr aus der Karte herauszuholen, kam die Hardware jetzt jedoch an ihre Grenzen.

Denn statt 'nur' durchzubrennen, zersplitterte der GPU-Die wie ein Spiegel. Ursache für diesen ungewöhnlichen Defekt war das Zusammenspiel aus extremer Kühlung mittels flüssigem Stickstoff und einer aggressiven Spannungsversorgung, die die physische Integrität des Siliziums überforderte.

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Bei dem Experiment kam ein spezielles "Extreme Performance OC"-BIOS zum Einsatz. Diese experimentelle Firmware hebt das theoretische Power-Limit auf bis zu 2500 Watt an. Zwar zieht die Karte diese Leistung in der Praxis nicht real aus dem Netzteil, doch deaktiviert die Software sämtliche Sicherheitsmechanismen für Spannung und Taktung. Der Grafikchip der Blackwell-Generation, genauer der GB202-300-A1, reagierte auf die brutale Behandlung mit mehreren Rissen quer durch die Struktur.

Riss bei minus 190 Grad

Wie der bekannte Overclocker Alva Jonathan in einem YouTube-Video dokumentierte, trat der Schaden bei einer Spannung von knapp 1,2 Volt auf. Jonathan, der selbst beratend an der Entwicklung solcher High-End-Komponenten beteiligt ist, hatte mit einem ähnlichen System bereits Anfang Januar 2026 einen neuen Rekord in Geekbench 5 aufgestellt. Mit einem ähnlichen Aufbau erreichte er einen Compute-Score von 683.433 Punkten bei einem Takt von rund 3,5 GHz. Dennoch demonstriert der jetzige physische Bruch die Gefahren jenseits der Herstellerspezifikationen, selbst für erfahrene Profis mit Zugang zu Prototypen.
MSI RTX 5090 Lightning Z: Zersplitterter GPU-DieDie Bruchstellen auf dem Die ... MSI RTX 5090 Lightning Z: Zersplitterter GPU-Die... sind deutlich zu erkennen
Das Problem liegt in der Physik der Materialien. Der Die und das Substrat, auf dem er sitzt, besitzen unterschiedliche thermische Ausdehnungskoeffizienten. Wird der Chip mit flüssigem Stickstoff auf bis zu minus 196 Grad Celsius heruntergekühlt und gleichzeitig durch hohe Spannungen punktuell extrem erhitzt, entstehen mechanische Spannungen.

Teurer Spaß für Enthusiasten

Die Handhabung der RTX 5090 Lightning Z erwies sich unter den extremen Bedingungen des Overclocking-Versuchs als komplexer Balanceakt. So arbeitete die GPU nur in einem winzigen Temperaturfenster stabil. War der Chip wärmer als minus 190 Grad Celsius, ließen sich die Taktraten jenseits von 3,5 GHz nicht stabilisieren. Sank die Temperatur jedoch tiefer, traten ebenfalls Fehler auf. Das frühe experimentelle BIOS lieferte die Spannung zudem vermutlich zu abrupt, was in Kombination mit den extremen Minusgraden zum sofortigen Materialversagen führte.

Die MSI RTX 5090 Lightning Z wurde auf der CES 2026 vorgestellt und richtet sich mit einer UVP von 5300 Euro primär an Enthusiasten und Rekordjäger. Die Lightning-Serie ist seit jeher für ihre massiven VRM-Designs und Übertaktungsfunktionen bekannt. Auf dem grauen Markt werden Berichten zufolge teilweise sogar bis zu 14.000 Dollar (etwa 11.800 Euro) für diese Karten verlangt.

Habt ihr euch schon einmal an das Übertakten eurer Hardware gewagt oder lasst ihr lieber die Finger von den Spannungseinstellungen? Schreibt uns eure Erfahrungen und Meinungen zu solch extremen Experimenten gerne in die Kommentare. Wir sind gespannt auf eure Berichte.

Zusammenfassung
  • RTX 5090-GPU zerbrach beim Extrem-Overclocking mit flüssigem Stickstoff
  • Experimentelles BIOS ermöglichte theoretisches Power-Limit von 2500 Watt
  • Die Karte arbeitete nur in einem schmalen Temperaturfenster unter -190 Grad
  • Vor dem Defekt wurden 3,5 GHz Takt und 683.433 Punkte in Geekbench erreicht
  • Materialspannung durch unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten führte zum Bruch
  • High-End-Grafikkarte wurde im Januar 2026 zur UVP von 5300 Euro vorgestellt
  • Auf dem Graumarkt werden für die Lightning-Z-Version bis zu 11.800 Euro verlangt

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