Nvidia streicht Partner-Rabatte:
RTX-Grafikkarten werden noch teurer

Angeblich hat Nvidia ein internes Rückvergütungsprogramm ersatzlos gestrichen, das es Board-Partnern erlaubte, ihre Karten zur UVP anzubieten. Die Auswirkungen dürften Nutzer bereits in den kommenden Wochen im Geldbeutel spüren.
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Nvidia streicht Händler-Rückvergütung

Von Seiten Nvidias gab es in den letzten Wochen überwiegend negative Nachrichten für Endkunden. So könnte das Unternehmen bald vermehrt auf Karten mit nur acht Gigabyte Speicher setzen und alte GPUs wie die RTX 3060 neu auflegen, während eine neue GeForce-Generation wohl noch bis mindestens 2027 auf sich warten lässt. Aktuellen Berichten zufolge hat Nvidia jetzt zudem ein internes Programm beendet, das Preise im Zaum hielt.

Das sogenannte "Open Price Program" (OPP) diente in der Vergangenheit dazu, Board-Partner wie Asus, MSI oder Gigabyte finanziell zu unterstützen, damit diese bestimmte Modelle zur offiziellen unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) anbieten konnten. Ohne diese Subventionierung sind die Hersteller nun aber wohl kaum noch in der Lage, die Margenvorgaben einzuhalten, ohne die Preise für den Endkunden deutlich anzuheben.

Der Wegfall dieses Programms trifft den Markt in einer ohnehin angespannten Phase. Steigende Kosten für Speicher und eine allgemeine Knappheit bei Komponenten sorgen bereits für Aufwärtsdruck. Das OPP fungierte hierbei als Puffer. Nvidia gewährte Partnern Rückvergütungen, um sicherzustellen, dass zum Verkaufsstart Modelle verfügbar waren, die dem beworbenen Preis entsprachen. Diese günstigen Einstiegskarten fungierten oft als sogenannte "Loss Leader", die ohne die Ausgleichszahlungen von Nvidia für die Partner ein Verlustgeschäft gewesen wären.

Der8auer warnt vor Preisanstiegen

Wie der bekannte YouTuber Roman "der8auer" Hartung unter Berufung auf eigene Quellen in einem Video berichtet, sei das OPP vor wenigen Tagen jedoch beendet worden. Seine Kontakte aus der Industrie bestätigen demnach, dass Nvidia die Unterstützung für das Erreichen der UVP ersatzlos zurückgezogen habe. Die Konsequenz dieser Entscheidung sei weitreichend. So existieren die vom Hersteller in Marketing-Folien kommunizierten Basispreise laut der Einschätzung faktisch nicht mehr, da kein Board-Partner diese ohne Verlust realisieren könne.

Hartung weist darauf hin, dass es sich dabei nicht um eine bloße Marktfluktuation handle, sondern um eine strukturelle Änderung in der Preisgestaltung. Die Board-Partner müssen die Paketpreise von Nvidia gebunden, die aus der GPU und den zugehörigen Speicherchips bestehen. Wenn Nvidia hier die Konditionen nicht mehr durch das OPP abfedert, werden die Mehrkosten direkt an den Handel und somit an den Kunden weitergereicht. Besonders im High-End-Segment sind die Auswirkungen drastisch, da hier die Margen ohnehin hart umkämpft sind und die Produktionskosten der komplexen Kühlsysteme hoch ausfallen.

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RTX 5080 verdrängt Alternativen

Die Strategieänderung hat wohl auch direkte Auswirkungen auf die Verfügbarkeit spezifischer Modelle. Im Zentrum steht dabei die GeForce RTX 5080. Da diese Karte denselben GB203-Chip und das gleiche Speicherpaket wie die günstigere RTX 5070 Ti nutzt, aber eine höhere Marge erzielt, verschiebe sich die Produktion logischerweise hin zum teureren Produkt. Laut den vorliegenden Informationen wird die RTX 5070 Ti zwar nicht offiziell eingestellt, jedoch zugunsten der profitableren RTX 5080 in der Priorität deutlich nach unten gestuft.

Für Endanwender bedeutet dass eine wohl spürbare Verknappung. Die RTX 5070 Ti dürfte am Markt kaum noch verfügbar sein, während der Preis der RTX 5080 vermutlich nach oben klettern wird. Der minimale Straßenpreis für die RTX 5080 könnte laut der8auer damit in den kommenden Wochen von aktuell rund 1250 Euro auf bis zu 1500 Euro steigen.

Nvidia selbst hält sich zu den internen Programmen bedeckt und gab auf Nachfrage von Hartung lediglich an, dass sich an der Zuteilung von Speicher nichts geändert habe. Diese Aussage bezieht sich jedoch rein auf die logistische Verteilung der Komponenten, nicht auf die preisliche Gestaltung oder die Subventionierung durch Programme wie das nun wohl eingestellte OPP.

Die Preise ziehen an und günstige Einstiegsmodelle werden rar. Was meint ihr dazu? Ist das das Resultat der aktuellen Marktbedingungen oder treibt Nvidia die Preise mit Absicht immer noch höher? Schreibt es uns in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • Nvidia streicht laut 'der8auer' angebliches internes Rückvergütungsprogramm 'OPP'
  • Board-Partner können ohne OPP-Subventionierung UVP wohl kaum noch einhalten
  • Steigende Kosten für Speicher und Komponentenknappheit verschärfen Situation
  • Besonders im High-End-Segment sollen die Auswirkungen spürbar sein
  • RTX 5070 Ti könnte zugunsten der profitableren RTX 5080 kaum verfügbar sein
  • Straßenpreis der RTX 5080 könnte von 1250 Euro auf bis zu 1500 Euro steigen

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