Pizza per Nintendo Wii bestellen ist auch 2026 kein Problem
Die Nintendo Wii erlebt dank der Homebrew-Community derzeit einen kuriosen zweiten Frühling. Das Projekt WiiLink ermöglicht es Nutzern in Nordamerika nun, Pizza direkt über die fast 20 Jahre alte Konsole zu bestellen.
Dienste wie WiiConnect24, das einst Wetter- und Nachrichtenupdates lieferte, werden hierdurch wiederhergestellt. Das neueste und wohl kurioseste Ergebnis dieser Bemühungen ermöglicht es Nutzern in den USA und Kanada, Pizza direkt über die fast 20 Jahre alte Konsole zu ordern. Konkret wurde die Funktionalität des Food Channel, auch bekannt als Demae Channel, wiederbelebt. Dieser bietet nun eine voll funktionsfähige Schnittstelle zur Restaurantkette Domino's.
Historisch betrachtet basiert das Feature auf einer offiziellen Kooperation zwischen Nintendo und dem japanischen Lieferdienst Demae-Can, die ihrer Zeit weit voraus war. Während japanische Nutzer bereits vor vielen Jahren Sushi, Pizza oder Paella über ihre Konsole bestellen konnten, blieb dieser Service dem Rest der Welt verwehrt und wurde im März 2017 von Nintendo dann wieder offiziell eingestellt.
Das Team hinter WiiLink hat diesen Kanal indessen in mühsamer Kleinarbeit per Reverse Engineering analysiert. Sie haben den Code nicht nur portiert, sondern für moderne nordamerikanische Lieferketten angepasst. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der Erhaltung der Authentizität: Die grafische Benutzeroberfläche präsentiert sich originalgetreu im Stil der klassischen Wii-Kanäle, inklusive der ikonischen Musik und der Bedienung per Wiimote-Zeiger.
Auf YouTube ansehen
Wie Hackaday unter Berufung auf den Clip berichtet, ist das System keineswegs statisch. Die Software ruft aktuelle Live-Daten wie Preise, Produktbilder, lokale Sonderangebote und sogar Öffnungszeiten an Feiertagen direkt über die API von Domino's ab. Trotz der niedrigen Auflösung von 480p, die ursprünglich für Röhrenfernseher optimiert war, lässt sich das Menü intuitiv bedienen und beweist, wie durchdacht Nintendos UX-Design bereits damals war.
Ein kritischer Aspekt bei der Nutzung solch inoffizieller Software auf veralteter Hardware ist zweifellos die Datensicherheit. Die Wii unterstützt von Haus aus keine modernen Verschlüsselungsstandards wie TLS 1.2 oder 1.3, die für heutige Web-Transaktionen unerlässlich sind. Die Entwickler von WiiLink haben hier eine pragmatische und absolut sichere Lösung implementiert: Die App verarbeitet keinerlei digitale Zahlungsinformationen.
Die Bezahlung der Bestellung erfolgt ausschließlich per Nachnahme bei der Lieferung an der Haustür. Das verhindert effektiv, dass sensible Kreditkartendaten über unsichere Protokolle übertragen oder auf der Konsole gespeichert werden müssen. Man benötigt für die Bestellung lediglich eine valide Adresse für die Zustellung, was die Hürde für den Nutzer senkt und das Risiko minimiert.
Aktuell beschränkt sich der Service technisch auf Domino's in den Vereinigten Staaten und Kanada. Die Ambitionen der Entwickler gehen jedoch weiter. Eine Unterstützung für den Dienst Just Eat (hierzulande als Lieferando bekannt) befindet sich laut Projektangaben bereits seit 2024 in der Entwicklung, ist aber aufgrund komplexer API-Änderungen noch nicht fertiggestellt. Eine zwischenzeitlich verfügbare Integration von Deliveroo musste hingegen wieder eingestellt werden.
Habt ihr eure alte Wii noch im Keller stehen und würdet ihr so ein Feature ausprobieren? Schreibt uns eure Meinung zu solchen Homebrew-Projekten gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
Kulinarisches Comeback der Nintendo Wii
Die Nintendo Wii, ursprünglich im Jahr 2006 veröffentlicht, gehört auch 2026 nicht zum alten Eisen, zumindest dann, wenn man Spaß am (harmlosen) Hacken hat. Dank der engagierten Homebrew-Community erlebt die Konsole mit der Bewegungssteuerung aktuell eine Art zweiten Frühling. Das ambitionierte Projekt WiiLink hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Funktionalität der längst abgeschalteten Online-Dienste der Konsole zu emulieren.Dienste wie WiiConnect24, das einst Wetter- und Nachrichtenupdates lieferte, werden hierdurch wiederhergestellt. Das neueste und wohl kurioseste Ergebnis dieser Bemühungen ermöglicht es Nutzern in den USA und Kanada, Pizza direkt über die fast 20 Jahre alte Konsole zu ordern. Konkret wurde die Funktionalität des Food Channel, auch bekannt als Demae Channel, wiederbelebt. Dieser bietet nun eine voll funktionsfähige Schnittstelle zur Restaurantkette Domino's.
Historisch betrachtet basiert das Feature auf einer offiziellen Kooperation zwischen Nintendo und dem japanischen Lieferdienst Demae-Can, die ihrer Zeit weit voraus war. Während japanische Nutzer bereits vor vielen Jahren Sushi, Pizza oder Paella über ihre Konsole bestellen konnten, blieb dieser Service dem Rest der Welt verwehrt und wurde im März 2017 von Nintendo dann wieder offiziell eingestellt.
Das Team hinter WiiLink hat diesen Kanal indessen in mühsamer Kleinarbeit per Reverse Engineering analysiert. Sie haben den Code nicht nur portiert, sondern für moderne nordamerikanische Lieferketten angepasst. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der Erhaltung der Authentizität: Die grafische Benutzeroberfläche präsentiert sich originalgetreu im Stil der klassischen Wii-Kanäle, inklusive der ikonischen Musik und der Bedienung per Wiimote-Zeiger.
Auf YouTube ansehenPraxistest mit Retro Game Attic
Wie der YouTuber Retro Game Attic in einem aktuellen Video demonstriert, funktioniert der Bestellvorgang auf der betagten Hardware erstaunlich reibungslos. Das Video zeigt detailliert, wie der Nutzer durch die grob aufgelösten Menüs navigiert, eine Pizza nach Wunsch konfiguriert und die Bestellung final absendet.Wie Hackaday unter Berufung auf den Clip berichtet, ist das System keineswegs statisch. Die Software ruft aktuelle Live-Daten wie Preise, Produktbilder, lokale Sonderangebote und sogar Öffnungszeiten an Feiertagen direkt über die API von Domino's ab. Trotz der niedrigen Auflösung von 480p, die ursprünglich für Röhrenfernseher optimiert war, lässt sich das Menü intuitiv bedienen und beweist, wie durchdacht Nintendos UX-Design bereits damals war.
Ein kritischer Aspekt bei der Nutzung solch inoffizieller Software auf veralteter Hardware ist zweifellos die Datensicherheit. Die Wii unterstützt von Haus aus keine modernen Verschlüsselungsstandards wie TLS 1.2 oder 1.3, die für heutige Web-Transaktionen unerlässlich sind. Die Entwickler von WiiLink haben hier eine pragmatische und absolut sichere Lösung implementiert: Die App verarbeitet keinerlei digitale Zahlungsinformationen.
Die Bezahlung der Bestellung erfolgt ausschließlich per Nachnahme bei der Lieferung an der Haustür. Das verhindert effektiv, dass sensible Kreditkartendaten über unsichere Protokolle übertragen oder auf der Konsole gespeichert werden müssen. Man benötigt für die Bestellung lediglich eine valide Adresse für die Zustellung, was die Hürde für den Nutzer senkt und das Risiko minimiert.
Aktuell beschränkt sich der Service technisch auf Domino's in den Vereinigten Staaten und Kanada. Die Ambitionen der Entwickler gehen jedoch weiter. Eine Unterstützung für den Dienst Just Eat (hierzulande als Lieferando bekannt) befindet sich laut Projektangaben bereits seit 2024 in der Entwicklung, ist aber aufgrund komplexer API-Änderungen noch nicht fertiggestellt. Eine zwischenzeitlich verfügbare Integration von Deliveroo musste hingegen wieder eingestellt werden.
Habt ihr eure alte Wii noch im Keller stehen und würdet ihr so ein Feature ausprobieren? Schreibt uns eure Meinung zu solchen Homebrew-Projekten gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
- WiiLink ermöglicht Pizza-Bestellung über die fast 20 Jahre alte Nintendo Wii
- Homebrew-Community hat abgeschaltete Online-Dienste der Konsole wiederbelebt
- Bestellfunktion basiert auf dem früheren japanischen Demae Channel
- System zeigt aktuelle Preise, Angebote und Öffnungszeiten von Dominos
- Bezahlung erfolgt ausschließlich per Nachnahme aus Sicherheitsgründen
- Integration von Just Eat (Lieferando) befindet sich seit 2024 in Entwicklung
- Benutzeroberfläche präsentiert sich originalgetreu im Stil der Wii-Kanäle
Siehe auch:
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