Google Chrome bekommt langjährigen Nutzerwunsch:
vertikale Tabs
Chrome hielt jahrelang stur an der horizontalen Leiste fest, doch jetzt beugt sich Google dem Nutzerdruck. Eine neue Funktion erlaubt endlich vertikale Tabs am Bildschirmrand. Die Umsetzung wirkt im Vergleich zu Edge allerdings noch unfertig und starr.
Heute nutzen die meisten Anwender Widescreen-Displays im 16:9- oder 21:9-Format. Da Webseiten primär vertikal gescrollt werden, ist horizontaler Platz im Überfluss vorhanden, während vertikaler Platz kostbar ist. Nun reagiert Google auf die Wünsche vieler Anwender und passt die Benutzeroberfläche an die moderne Hardware-Realität an.
In den aktuellen Testversionen Beta und Canary hat Google die Unterstützung für vertikale Tabs implementiert. Das Feature erlaubt es Nutzern, Tabs am linken Bildschirmrand untereinander anzuordnen. Das neue Layout zielt darauf ab, die Übersichtlichkeit bei einer massiven Anzahl geöffneter Webseiten zu verbessern. Während horizontale Reiter bei vielen offenen Seiten oft nur noch als winzige Icons ohne Text erkennbar sind, bleiben Titel in der vertikalen Liste stets lesbar.
Google plant, diese Funktion voraussichtlich Ende Januar 2026 mit der Version 145 in den Stable-Channel zu überführen, sofern in der aktuellen Testphase keine gravierenden Fehler auftreten.
Endlich auch in Chrome: seitliche bzw. horizontale Tabs
Um die vertikalen Tabs zu nutzen, sind folgende Schritte notwendig:
Im direkten Vergleich zu Microsoft Edge wirkt das Design noch etwas unzusammenhängend. Ein Kritikpunkt ist der Platzverbrauch: Während Edge erlaubt, die obere Titelleiste komplett auszublenden, verbleibt die Adressleiste bei Chrome weiterhin starr am oberen Bildschirmrand.
Ein weiteres Problem betrifft derzeit noch das Verhalten der minimierten Seitenleiste. Klickt man in diesem Zustand auf ein Icon, wird der Tab in der aktuellen Beta-Version oft geschlossen, statt ihn nur anzuzeigen oder die Leiste zu maximieren. Das ist ein Verhalten, das Google bis zum finalen Release im Januar hoffentlich noch korrigieren wird, da es zu versehentlichem Datenverlust führen kann.
Werdet ihr das Feature nutzen oder bleibt ihr bei der klassischen Ansicht oben? Schreibt uns eure Meinung und Erfahrungen in die Kommentare. Wir sind gespannt auf euer Feedback!
Siehe auch:
Endlich Ordnung im Browser-Chaos
Lange Zeit galt die horizontale Tab-Leiste als unveränderlicher Standard im Google Chrome Browser, während Konkurrenten wie Microsoft Edge, Vivaldi oder Arc bereits seit Jahren alternative Ansichten bieten. Das Festhalten an der oberen Leiste stammt aus einer Zeit, in der Monitore eher quadratisch waren.Heute nutzen die meisten Anwender Widescreen-Displays im 16:9- oder 21:9-Format. Da Webseiten primär vertikal gescrollt werden, ist horizontaler Platz im Überfluss vorhanden, während vertikaler Platz kostbar ist. Nun reagiert Google auf die Wünsche vieler Anwender und passt die Benutzeroberfläche an die moderne Hardware-Realität an.
In den aktuellen Testversionen Beta und Canary hat Google die Unterstützung für vertikale Tabs implementiert. Das Feature erlaubt es Nutzern, Tabs am linken Bildschirmrand untereinander anzuordnen. Das neue Layout zielt darauf ab, die Übersichtlichkeit bei einer massiven Anzahl geöffneter Webseiten zu verbessern. Während horizontale Reiter bei vielen offenen Seiten oft nur noch als winzige Icons ohne Text erkennbar sind, bleiben Titel in der vertikalen Liste stets lesbar.
Google plant, diese Funktion voraussichtlich Ende Januar 2026 mit der Version 145 in den Stable-Channel zu überführen, sofern in der aktuellen Testphase keine gravierenden Fehler auftreten.
Endlich auch in Chrome: seitliche bzw. horizontale Tabs
Aktivierung über Flags
Aktuell ist die Funktion noch nicht standardmäßig in den regulären Einstellungen zu finden, sondern muss manuell freigeschaltet werden. Wie Ghacks berichtet, verbirgt sich das Feature hinter einer Flag. Das sind experimentelle Schalter tief im System des Browsers, die dazu dienen, Funktionen zu testen oder auch zu verstecken, bevor sie final ausgerollt werden. Wer bereits die Chrome Beta oder Canary installiert hat, kann die vertikale Ansicht sofort ausprobieren und sich einen ersten Eindruck verschaffen.Um die vertikalen Tabs zu nutzen, sind folgende Schritte notwendig:
- Geben Sie in die Adresszeile den Befehl chrome://flags/#vertical-tabs ein und bestätigen Sie mit Enter.
- Stellen Sie den gelb markierten Eintrag Vertical Tabs im Dropdown-Menü auf Enabled.
- Starten Sie den Browser über den blauen Button Relaunch unten rechts neu.
- Nach dem Neustart genügt ein Rechtsklick auf eine freie Fläche der oberen Tab-Leiste oder auf einen Tab selbst, um die Option Tabs auf der Seite anzeigen auszuwählen.
Designvergleich und aktuelle Mängel
Die Integration bietet im Alltag bereits einen deutlichen Mehrwert für die Organisation von Tab-Gruppen. Diese lassen sich in der vertikalen Liste wie Ordner auf- und zuklappen, was für eine wesentlich aufgeräumtere Arbeitsumgebung sorgt als die farbigen Linien der horizontalen Ansicht. Dennoch zeigt sich, dass sich das Feature noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet.Im direkten Vergleich zu Microsoft Edge wirkt das Design noch etwas unzusammenhängend. Ein Kritikpunkt ist der Platzverbrauch: Während Edge erlaubt, die obere Titelleiste komplett auszublenden, verbleibt die Adressleiste bei Chrome weiterhin starr am oberen Bildschirmrand.
Ein weiteres Problem betrifft derzeit noch das Verhalten der minimierten Seitenleiste. Klickt man in diesem Zustand auf ein Icon, wird der Tab in der aktuellen Beta-Version oft geschlossen, statt ihn nur anzuzeigen oder die Leiste zu maximieren. Das ist ein Verhalten, das Google bis zum finalen Release im Januar hoffentlich noch korrigieren wird, da es zu versehentlichem Datenverlust führen kann.
Werdet ihr das Feature nutzen oder bleibt ihr bei der klassischen Ansicht oben? Schreibt uns eure Meinung und Erfahrungen in die Kommentare. Wir sind gespannt auf euer Feedback!
Zusammenfassung
- Google Chrome führt nach Jahren des Widerstands vertikale Tabs ein
- Vertikale Tabs nutzen den horizontalen Platz moderner Widescreen-Displays
- Die neue Funktion verbessert die Lesbarkeit bei vielen geöffneten Tabs
- Feature ist aktuell in Beta- und Canary-Version über ein Flag aktivierbar
- Offizieller Release der Funktion ist für Ende Januar 2026 mit Version 145 geplant
- Tab-Gruppen lassen sich in vertikaler Ansicht wie Ordner auf- und zuklappen
- Im Vergleich zu Microsoft Edge wirkt Googles Umsetzung noch unausgereift
Siehe auch:
- Microsoft vergisst in Windows-11-Werbevideo, Chrome zu verstecken
- Nächste Chrome-Erweiterung beim Stehlen von Nutzerdaten erwischt
- KI-Browser und Chrome versagen beim Schutz der Privatsphäre
- Chrome-Nachfolger? Google zeigt radikalen neuen KI-Browser "Disco"
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