KI-Browser und Chrome versagen beim Schutz der Privatsphäre

Bei der Auswahl des richtigen Browsers sollte man auch darauf ach­ten, ob dieser die sensiblen Daten des Nutzers schützt. Aus­ge­rech­net der Marktführer schneidet in diesem Bereich aber besonders schlecht ab.
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Marktführer besonders schlecht

Ein neuer Bericht zur digitalen Privatsphäre wirft ein kritisches Licht auf die beliebtesten Webbrowser. Während Programme wie Google Chrome seit Jahren den Markt dominieren, zeigt eine aktuelle Studie des Unternehmens Digitain, dass Popularität nicht zwangsläufig mit einem hohen Schutz der Nutzerdaten einhergeht. Im Gegenteil: Ausgerechnet moderne und weitverbreitete Browser schneiden beim Thema Datenschutz teils alarmierend schlecht ab, wie die Kollegen von Neowin berichten.

Am Ende der Rangliste landet der noch junge KI-basierte Browser ChatGPT Atlas von OpenAI. In den Untersuchungen zu Datenschutz, Tracker-Abwehr sowie zur Sicherheit von Verbindungen und Navigation erhielt er einen Risiko-Score von 99 von 100 Punkten, das ist der schlechteste Wert im Vergleich. Besonders problematisch ist laut Digitain, dass der Browser alle Tests zur sogenannten "State Partitioning" nicht bestand. Das bedeutet, dass Webseiten Nutzer offenbar über mehrere Sitzungen hinweg verfolgen können, ohne wirksam blockiert zu werden.


Nur wenig besser schnitt der Marktführer Google Chrome ab. Mit 76 Punkten belegt er den zweiten Platz unter den riskantesten Browsern. Ebenfalls hohe Werte erreichten Vivaldi mit 75 Punkten und Microsoft Edge mit 63. Es folgen Opera (58), Ungoogled (55), Mozilla Firefox (50), Apple Safari (49), DuckDuckGo (44) und schließlich der für Anonymität bekannte Tor Browser mit immerhin noch 40 Punkten. In der Studie gilt: Je niedriger der Wert, desto besser der Schutz der Privatsphäre.

Brave wird empfohlen

Paruyr Harutyunyan, Leiter des digitalen Marketings bei Digitain, warnt insbesondere vor dem unkritischen Umgang mit neuen KI-Browsern. Viele Nutzer probierten derzeit Angebote wie ChatGPT Atlas oder Comet von Perplexity aus, angezogen vom Hype um künstliche Intelligenz. Doch KI-Systeme seien darauf angewiesen, große Datenmengen zu sammeln und auszuwerten. Dadurch bestehe die Gefahr, dass mehr persönliche Informationen erfasst werden, als den Anwendern bewusst sei. Der Einsatz von KI allein sei kein Garant für Sicherheit oder Datenschutz.

Positiv hebt die Studie hingegen Brave sowie den Mullvad Browser hervor. Letzterer ist ein Gemeinschaftsprojekt des VPN-Anbieters Mullvad und des Tor-Projekts und versteht sich als quelloffener Browser, der Tracking konsequent minimiert. Für datenschutzbewusste Nutzer könnten diese Alternativen daher eine ernsthafte Option sein.

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Zusammenfassung
  • Neue Studie von Digitain zeigt Schwächen bei beliebten Webbrowsern
  • ChatGPT Atlas von OpenAI schneidet mit 99 Risikopunkten am schlechtesten ab
  • Populäre Browser wie Chrome und Edge bieten mangelhaften Datenschutz
  • Brave und Mullvad Browser werden als positive Alternativen hervorgehoben
  • KI-Browser sammeln besonders viele persönliche Daten der Anwender
  • Tor Browser und DuckDuckGo bieten vergleichsweise besseren Privatsphärenschutz

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