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Corsair-Support retourniert wertlosen Deko-RAM statt teurem 96-GB-Kit
Ein Nutzer erlebte eine böse Überraschung, als er seinen teuren Arbeitsspeicher zur Reparatur zum Hersteller schickte. Statt der erwarteten High-End-Module erhielt er nur beinahe wertlose Attrappen zurück.
Ein Kunde, der einen Defekt an seinem hochpreisigen Arbeitsspeicher festgestellt hatte, leitete einen regulären Austauschprozess beim Hersteller Corsair ein. Die Vorfreude auf den Ersatz währte jedoch nur kurz, denn beim Öffnen des Pakets kamen keine funktionsfähigen Speichermodule zum Vorschein.
In seinem Beitrag auf Reddit schilderte der geschädigte Nutzer namens Loudenoughforme, wie er das High-End-Kit zur RMA (Return Merchandise Authorization) angemeldet und eingeschickt hatte. Die Enttäuschung über den Erhalt der technisch nutzlosen Dummys war groß, zumal der finanzielle Unterschied zwischen den beiden Produkten immens ist.
Oben der 'falsche', unten ein echter RAM-Riegel (anderes Modell)
Tatsächlich berichtet ein weiterer Reddit-Nutzer über genau diesen Fall. Er hatte ein 96 GB RAM-Kit von Corsair über Amazon bestellt. Statt der echten Sticks erhielt er aber ebenfalls lediglich ein Light Enhancement Kit. Während Corsair im ersten Fall direkt Kontakt zum Kunden aufnahm und sich um die Richtigstellung des Fehlers bemühte, könnte es beim Amazon-Käufer deutlich länger dauern, bis er das tatsächliche Produkt oder zumindest sein Geld wieder erhält. Er wartet laut eigenen Angaben bereits drei Wochen auf eine Rückerstattung.
Corsair selbst hat sich in der Vergangenheit in ähnlichen Fällen kulant gezeigt, sobald der Sachverhalt intern geprüft wurde. Die Seriennummern und das Gewicht der Pakete lassen sich meist lückenlos nachverfolgen. Da die Light Enhancement Kits deutlich leichter sind als voll bestückte Module mit ihren massiven Kühlkörpern, dürfte sich der Fehler im System des Herstellers rekonstruieren lassen. Solche Vorfälle verdeutlichen dennoch, dass man nicht vor Betrug oder Irrtümern geschützt ist, selbst wenn man direkt beim Hersteller einkauft.
Habt ihr schon einmal ähnliche Probleme bei einer Garantieabwicklung erlebt oder lief bei euch immer alles glatt? Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen mit dem Support verschiedener Hardware-Hersteller. Schreibt es uns gerne unten in die Kommentare.
Siehe auch:
Erhöhtes Risiko beim Speicherkauf
Die Speicherkrise sorgt täglich für neue Meldungen von Betrugsfällen mit RAM. Meistens bestellen Kunden bei Onlinehändlern, erhalten statt des gekauften Kits aber nur wertloses Füllmaterial. Ein ungewöhnlicher Vorfall, der sich jetzt allerdings im Rahmen einer Garantieabwicklung beim Hersteller ereignet hat, sorgt derzeit für Diskussionen in der Hardware-Community.Ein Kunde, der einen Defekt an seinem hochpreisigen Arbeitsspeicher festgestellt hatte, leitete einen regulären Austauschprozess beim Hersteller Corsair ein. Die Vorfreude auf den Ersatz währte jedoch nur kurz, denn beim Öffnen des Pakets kamen keine funktionsfähigen Speichermodule zum Vorschein.
Dekoration statt Speicher-Power
Bei der ursprünglich eingeschickten Hardware handelte es sich um ein 96 Gigabyte großes DDR5-Speicherkit der Vengeance-Serie, das direkt von Corsair für etwa 1300 Euro verkauft wird. Anstelle dieser leistungsfähigen Komponenten fand der Kunde im Rücksendepaket jedoch nur ein sogenanntes "Light Enhancement Kit". Diese Module gleichen optisch echtem RAM und verfügen über RGB-Beleuchtung, besitzen jedoch keinerlei Speicherchips. Sie dienen rein ästhetischen Zwecken, um leere Slots auf dem Mainboard zu füllen, und haben einen Wert von lediglich knapp 50 Euro.In seinem Beitrag auf Reddit schilderte der geschädigte Nutzer namens Loudenoughforme, wie er das High-End-Kit zur RMA (Return Merchandise Authorization) angemeldet und eingeschickt hatte. Die Enttäuschung über den Erhalt der technisch nutzlosen Dummys war groß, zumal der finanzielle Unterschied zwischen den beiden Produkten immens ist.
Oben der 'falsche', unten ein echter RAM-Riegel (anderes Modell)
Versehen oder Absicht?
Bei Waren, die direkt vom Hersteller kommen, sind solche Vorfälle zwar selten, aber nicht gänzlich unbekannt. Oftmals liegen die Ursachen in komplexen Logistikketten, was eine versehentliche Verwechslung zumindest möglich erscheinen lässt. Anders sieht die Situation bei großen Online-Warenhäusern wie Amazon aus. Hier handelt es sich häufig um betrügerische Rücksendungen Dritter, die die echte Hardware behalten und stattdessen Füllmaterial in der Originalverpackung retournieren. Wenn bei der Eingangsprüfung im Lager lediglich ein oberflächlicher Sichtcheck erfolgt, gelangen diese Pakete fälschlicherweise als "Neuware" oder "Refurbished" zurück in den Bestand.Tatsächlich berichtet ein weiterer Reddit-Nutzer über genau diesen Fall. Er hatte ein 96 GB RAM-Kit von Corsair über Amazon bestellt. Statt der echten Sticks erhielt er aber ebenfalls lediglich ein Light Enhancement Kit. Während Corsair im ersten Fall direkt Kontakt zum Kunden aufnahm und sich um die Richtigstellung des Fehlers bemühte, könnte es beim Amazon-Käufer deutlich länger dauern, bis er das tatsächliche Produkt oder zumindest sein Geld wieder erhält. Er wartet laut eigenen Angaben bereits drei Wochen auf eine Rückerstattung.
Beweislast und Kundenschutz
Für Endanwender stellen solche Situationen eine erhebliche Stressbelastung dar. Die Beweislast, dass das Paket bereits mit dem falschen Inhalt ankam, liegt oft faktisch beim Empfänger. Experten und erfahrene Käufer raten daher zunehmend dazu, das Auspacken hochpreisiger Hardware grundsätzlich auf Video festzuhalten. Eine ununterbrochene Aufnahme, die das ungeöffnete Siegel, den Öffnungsvorgang und den Inhalt zeigt, kann im Streitfall als wichtiges Indiz dienen.Corsair selbst hat sich in der Vergangenheit in ähnlichen Fällen kulant gezeigt, sobald der Sachverhalt intern geprüft wurde. Die Seriennummern und das Gewicht der Pakete lassen sich meist lückenlos nachverfolgen. Da die Light Enhancement Kits deutlich leichter sind als voll bestückte Module mit ihren massiven Kühlkörpern, dürfte sich der Fehler im System des Herstellers rekonstruieren lassen. Solche Vorfälle verdeutlichen dennoch, dass man nicht vor Betrug oder Irrtümern geschützt ist, selbst wenn man direkt beim Hersteller einkauft.
Habt ihr schon einmal ähnliche Probleme bei einer Garantieabwicklung erlebt oder lief bei euch immer alles glatt? Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen mit dem Support verschiedener Hardware-Hersteller. Schreibt es uns gerne unten in die Kommentare.
Zusammenfassung
- Corsair schickte wertlose LED-Attrappen statt 1300-Euro-RAM zurück
- Statt 96 GB DDR5-Speicherkit erhielt Kunde nur 50-Euro-Dekomodule
- Ähnlicher Fall bei Amazon: Käufer wartet seit drei Wochen auf Erstattung
- Corsair reagierte auf den Fall und bemühte sich um Fehlerkorrektur
- Verwechslungen durch komplexe Logistikketten bei Herstellern möglich
- Vor allem auf großen Online-Marktplätzen steigen die Betrugsfälle
Siehe auch:
- Speicher-Betrug: Amazon verkauft Kunden gefälschten DDR5-RAM
- Micron verdient gut: Die Speicherkrise geht so schnell nicht vorbei
- Speicherkrise: Smartphone-Preise steigen, Hardware wird schlechter
- DDR5-RAM gekauft, DDR(2) erhalten: Amazon verkauft Fake-Speicher
- Speicherkrise: Dell hebt Preise vieler Laptops um bis zu 30 Prozent an
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