EA killt 2025 ganze 23 Spiele - weitere Opfer für 2026 stehen schon fest

Electronic Arts räumt 2025 kräftig im Portfolio auf. Insgesamt 23 Spiele haben ihre Online-Funktionalität verloren, und auch für den Jahresstart 2026 stehen bereits Titel auf der Abschussliste. Wir geben einen Überblick über alle betroffenen Games.
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Electronic Arts

EA schaltet Spiele ab

Das Jahr 2025 war ein ereignisreiches für Spielepublisher Electronic Arts und seine Fans. Zunächst machte man im Februar mehrere Command-&-Conquer-Klassiker zu Open Source, bevor man im April den eigenen Origin-Launcher nach 14 Jahren abschaltete. Zuletzt sorgte vor allem die Übernahme von EA durch den saudi-arabischen Staatsfonds für Aufsehen und sogar Besorgnis. Ebenfalls besorgt sind Spieler darüber, wie das Unternehmen mit vielen seiner älteren Titel umgeht. In den vergangenen zwölf Monaten hatte EA bei etlichen Spielen den Stecker gezogen. Für das kommende Jahr steht bereits für einige weitere Games das Ende fest.

Die Anzahl der betroffenen Produkte ist 2025 besonders hoch. Bis zum Jahreswechsel sind bei insgesamt 23 Spielen die Server abgeschaltet worden. Damit werden die Titel entweder komplett unspielbar oder verlieren große Teile ihrer Spielewelten und Funktionalitäten. Für die Spieler bedeutet das etwa, dass Multiplayer-Duelle, Bestenlisten und Cloud-Synchronisationen nicht mehr zur Verfügung stehen.


Ein üblicher Schritt

Wie Electronic Arts auf seiner offiziellen Service-Webseite darlegt, ist dieser Schritt Teil der regulären Wartung der Live-Services. Der Publisher pflegt eine öffentlich einsehbare Liste, die kontinuierlich aktualisiert wird und transparent macht, welche "Online Services" wann eingestellt werden. Meist erfolgt eine solche Ankündigung mit einer Vorlaufzeit von mindestens 30 Tagen, um der verbliebenen Community die Chance zu geben, letzte Partien auszutragen oder offene Erfolge freizuschalten. Folgende Titel gingen der Liste zufolge 2025 vom Netz:

  • Rory McIlroy PGA Tour - 16. Januar
  • The Simpsons: Tapped Out - 24. Januar
  • Blood & Glory: Immortals - 29. Januar
  • Contract Killer: Sniper - 29. Januar
  • Deer Hunter Classic - 29. Januar
  • Dino Hunter: Deadly Shores - 29. Januar
  • Eternity Warriors 4 - 29. Januar
  • Frontline Commando 2 - 29. Januar
  • Frontline Commando: D-Day - 29. Januar
  • UFC 3 - 17. Februar
  • EA Sports UFC Mobile 2 - 13. März
  • NCAA Football 14 - 13. März
  • Madden NFL 21 - 30. Juni
  • NHL 21 - 6. Oktober
  • Need for Speed: Rivals - 7. Oktober
  • Madden NFL 22 - 20. Oktober
  • FIFA 23 - 30. Oktober
  • DiRT Showdown - 8. November
  • DiRT 3 - 8. November
  • GRID Autosport - 8. November
  • GRID 2 - 8. November
  • EA Sports FC Empires - 30. November
  • GRID (2019) - 19. Dezember

Erste Opfer für 2026

Der Blick richtet sich jedoch nicht nur auf das auslaufende Jahr. Auch für den Beginn des Jahres 2026 stehen die Zeichen auf Abschied. Laut den aktuellen Plänen befinden sich bereits vier weitere Titel auf der Abschussliste für das erste Quartal:

  • Anthem - 12. Januar 2026
  • The Sims Mobile - 24. Januar 2026
  • NBA Live 19 - 30. Januar 2026
  • Real Racing 3 - 19. März 2026

Hintergründe der Abschaltung

Die Entscheidung, Server vom Netz zu nehmen, basiert in der Regel auf einer nüchternen Kosten-Nutzen-Analyse. Wenn die Spielerzahlen unter eine Marke von weniger als einem Prozent der Spitzenlast fallen, ist der Betrieb dedizierter Server wirtschaftlich kaum noch zu rechtfertigen. Es geht dabei nicht nur um die Stromkosten oder die Hardware, sondern auch um den personellen Aufwand.

Ältere Spiele erfordern zudem oft spezifische Wartungsarbeiten, Sicherheitsupdates und Anpassungen an moderne Datenschutzrichtlinien, die mit veralteter Code-Basis nur schwer umzusetzen sind. Ein weiterer Faktor sind auslaufende Lizenzen, insbesondere bei Musikstücken oder realen Sportlern, die eine weitere Bereitstellung der Online-Inhalte rechtlich komplizieren können.

Folgen für die Community

Für die Spieler hat die Abschaltung oft weitreichende Konsequenzen. Obwohl die Kampagnen und lokalen Modi teilweise unberührt bleiben, fühlt sich das Produkt für viele Käufer nach den Serverabschaltungen unvollständig an. Kritiker dieser Praxis fordern seit Jahren, dass Publisher zum Ende des Lebenszyklus Patches bereitstellen sollten, die das Hosten privater Server durch die Community ermöglichen, doch das geschieht aus lizenzrechtlichen und technischen Gründen nur in den seltensten Fällen.

Was haltet ihr von dieser strikten Vorgehensweise bei älteren Titeln? Empfindet ihr es als verständlich, dass Ressourcen umverteilt werden, oder wünscht ihr euch mehr Erhaltungsmaßnahmen für Klassiker? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.

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Zusammenfassung
  • EA schaltet 2025 bei insgesamt 23 Spielen die Online-Funktionalität ab
  • Betroffen sind unter anderem FIFA 23, Need for Speed: Rivals und UFC 3
  • Für Anfang 2026 stehen bereits Anthem und Real Racing 3 auf der Liste
  • Server-Abschaltungen erfolgen bei weniger als einem Prozent der Spitzenlast
  • Gründe sind wirtschaftliche Faktoren, Wartungsaufwand und auslaufende Lizenzen
  • Kritiker fordern Patches für private Server als Erhaltungsmaßnahme

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