KI-Fotobearbeitung: Drei Viertel der Samsung-Nutzer verzichten

Der mittlerweile nur noch zweitgrößte Smartphone-Hersteller der Welt, Samsung, hat im Rahmen einer Umfrage unter europäischen Kunden festgestellt, dass die KI-Funktionen zur Fotobearbeitung offenbar überraschend wenig genutzt werden.
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Samsung liefert seit Jahren KI-Features mit

Die Nutzung von generativer Künstlicher Intelligenz steht bei Samsungs jüngsten Smartphones spätestens seit diesem Jahr stark im Fokus. Als Teil der sogenannten "Galaxy AI Suite" bietet der koreanische Hersteller diverse Werkzeuge, mit denen KI zur Bildbearbeitung verwendet werden kann, um etwa Bildinhalte zu entfernen oder zu versetzen. Eine von Samsung in Auftrag gegebene Studie legt nahe, dass diese Funktionen von einem eher kleinen Teil der Kundschaft auch tatsächlich genutzt werden.

Wie Android Headlines bemerkte, geht aus der von dem Marktforschungsunternehmen Opinium Research im Auftrag von Samsung durchgeführten Umfrage hervor, dass etwa 86 Prozent der Befragten regelmäßig unerwünschte Elemente in ihren Fotos entdecken, die sie durchaus gern entfernen würden. 74 Prozent dieser Personen gaben allerdings an, dass sie die auf ihren Smartphones verfügbaren KI-Tools noch nie zum tatsächlichen Entfernen der Störfaktoren verwendet haben.


Wissen die Kunden nur nichts von den Funktionen?

Anscheinend gibt es zwar durchaus einen großen Bedarf für die KI-Bildbearbeitung, doch werden die seit einigen Jahren ab Werk bei vielen Smartphones mitgelieferten Features dieser Art bisher nur von einem kleinen Teil der Kunden tatsächlich verwendet. Nur rund ein Viertel der Smartphone-User, die sich regelmäßig von Elementen ihrer Fotos gestört fühlen, beseitigen diese auch mithilfe der KI-Bildbearbeitung.

Für Samsung dürften die Umfrageergebnisse ein zweischneidiges Schwert darstellen. Einerseits kann man den Umstand, dass rund ein Viertel der Befragten ihre Fotos auch wirklich mit einer der neuen KI-Funktionen "verbessert" durchaus als hohen Anteil betrachten. Andererseits macht die Umfrage auch deutlich, dass die meisten Kunden möglicherweise gar nicht wissen, dass ihr Smartphone über derartige Fähigkeiten verfügt.

Bei der Umfrage gibt es einen weiteren Faktor, der die Aussagekraft etwas einschränkt. So wurden laut Samsung nur 500 Personen befragt, die man in 10 verschiedenen europäischen Städten fand. Die Zahl der Befragten war also eher gering. Samsung dürfte als Folge der Untersuchung durchaus stärker in die Vermarktung seiner Funktionen zur Bearbeitung von Fotos mit KI-Funktionen investieren.
Zusammenfassung
  • Samsungs Umfrage zeigt geringe Nutzung von KI-Fotofunktionen in Europa
  • 86 Prozent der Nutzer finden störende Elemente in ihren Smartphone-Fotos
  • Etwa drei Viertel der Befragten nutzen KI-Tools zur Bildbearbeitung nicht
  • Trotz vorhandener Bedürfnisse werden KI-Funktionen kaum verwendet
  • Nur 500 Personen aus zehn europäischen Städten wurden befragt
  • Umfrageergebnisse könnten zu verstärkten Marketingbemühungen führen

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