Samsung Galaxy S24: KI-Features sollen Smartphones neu erfinden

Samsung will mit dem Galaxy S24 vor allem ein neues Zeitalter bei der Art der Nutzung unserer Smartphones einleiten. Dazu führt man viele Funktionen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz ein, die "für immer ändern werden, wie mobile Geräte dem Nutzer neue Möglich­keiten eröffnen".
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Samsung fährt im Hinblick auf KI groß auf - auch dank Google

Tatsächlich soll die KI, bei der man auf eigene Lösungen, aber auch auf eine enge Kooperation mit Google setzt, in vielen Bereichen der Nutzung der Galaxy S24-Smartphones eine große Rolle spielen - wenn der Nutzer dies wünscht. Grundsätzlich lassen sich die KI-Features nämlich laut dem Hersteller auch deaktivieren, wenn man insbesondere seine Privatsphäre besser schützen will.

Eine der wichtigsten Neuerungen aus dem KI-Bereich ist die Einführung von Live Translate in der nativen Samsung Call-App, also der für die Telefonie genutzten App. Mit der neuen Funktion soll eine Live-Übersetzung von Telefongesprächen in beide Richtungen in Echtzeit in Text und Sprache direkt innerhalb der App erfolgen. Die Funktion arbeitet laut Samsung "on-device", also nur vor Ort auf dem Gerät, sodass alle Konversationen und ihre Inhalte privat bleiben. Samsung Galaxy S24Live Translate übersetzt Telefonate in Echtzeit Mit der neuen Funktion "Interpreter", also Übersetzer", können persönlich geführte Gespräche zwischen zwei Personen in einer Art Split-Screen-Ansicht direkt live übersetzt werden, wobei jeder eine Live-Übersetzung dessen sieht, was der Gegenüber spricht. Auch hier verspricht Samsung, dass das Ganze vollkommen ohne WLAN oder Mobilfunk nutzbar sein soll.

Ein weiteres neues Feature, die Kommunikation zu verbessern oder zu vereinfachen, ist Chat Assist, welcher "in Konversationen hilft, den perfekten Ton zu treffen", wodurch sich jede Kommunikation angeblich so anhört, wie man es sich vorstellt.

Samsung Keyboard mit Live-Übersetzung in 13 Sprachen

Noch beeindruckender dürfte aber eine Live-Übersetzungsfunktion in der Samsung Keyboard-App sein, die in den meisten Apps in der Lage sein soll, die Eingaben des Nutzers in Echtzeit in 13 verschiedene Sprachen zu übersetzen. Wie für die meisten anderen KI-Features wird hierfür eine Internetverbindung oder mindestens ein Samsung-Konto vorausgesetzt. Damit die Live-Übersetzung funktioniert, müssen die Nutzer außerdem unter Umständen für bestimmte Sprachen Sprachpakete nachladen. Samsung Galaxy S24Notizen werden per generativer KI zusammengefasst Samsung führt außerdem auch eine KI-gestützte Notizfunktion, die in der Lage sein soll, den Inhalte von Notizen zusammenzufassen und simple Cover erstellen kann, um leichter erkennbar zu machen, welche Informationen ein bestimmter virtueller Notizblock enthält. Bei Sprachaufnahmen soll eine Transkriptions-Assistent dafür sorgen, dass selbst bei mehreren Sprechern eine Übersetzung, Zusammenfassung und natürlich Transkribierung erfolgen kann - auch hierfür wird eine Netzwerkverbindung benötigt.

Samsung Galaxy S24: So funktionieren die neuen Live-Übersetzungen

Circle to Search: Google-Anbindung für KI-Suche

Eine weitere beeindruckende Neuerung, die Samsung mit dem Galaxy S24 und dessen Schwestermodellen einführt, ist die Möglichkeit, an fast jedem Ort innerhalb des Betriebssystems eine Google-Suche zu starten. Dazu muss man lediglich den Home-Button lange gedrückt halten, um dann den zu suchenden Inhalt mit einer kreisförmigen oder markierenden Geste auszuwählen. Samsung Galaxy S24Circle to Search: Samsung integriert Googles KI-Suche Im Anschluss erfolgt dann im Grunde eine Suche mittels Google Lens, wobei die Suchmaschine also den Inhalt des ausgewählten Bereichs untersucht und erkennt, um dann etwa Auskunft darüber zu geben, welches Gebäude sich denn da in einem Social-Network-Post eines Bekannten befindet oder welches Produkt abgelichtet wurde. Samsung nennt das Ganze "Circle to Search" und will die Funktion in Zusammenarbeit mit dem Weltmarktführer für Online-Suchen anbieten.

Auch hier erfolgt eine KI-Anbindung, so das an bestimmten Orten auf der Welt von der App sogar per generativer KI erstellte Zusammenfassungen zum jeweiligen Ort geliefert werden sollen, deren Informationen von allen möglichen Quellen aus dem Web stammen. Der Nutzer soll dabei auch in der Lage sein, genauere und komplexere Fragen zu stellen, also auch hier wieder eine generative KI für Suchanfragen zu verwenden.

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KI soll Fotografie und Video aufbohren

Natürlich will Samsung die neuen KI-Funktionen auch bei der Fotografie mit den leistungsfähigen Kameras der neuen Top-Smartphones der Galaxy S24-Serie nutzen. Dazu führt man die neue sogenannte "ProVisual Engine" ein, die eine Ladung KI-gestützter Tools für die Aufnahme und Verarbeitung von Fotos und Videos darstellt.

Ein Teil der ProVisual Engine soll das Zoom-System der neuen Galaxy S24 Smartphones dabei unterstützen, stets möglichst wackelfreie und auch sonst optimale Bilder zu liefern. Dazu wird die KI auch genutzt, um Zoom-Aufnahmen zu verbessern, indem man bestimmte Zoom-Stufen digital optimiert. Mit seinen verbesserten "Nightography"-Features sollen vor allem das Galaxy S24 Ultra im Hinblick auf Nachtfotografie glänzen können.

Bildbearbeitung mit diversen Features und generativer KI

Die Künstliche Intelligenz soll laut Samsung aber vor allem nach der Aufnahme mit innovativen Tools für die Bearbeitung der Fotos aushelfen. Wer will, kann Fotos damit leicht von bestimmten Objekten oder Personen "befreien", Optimierungen vornehmen, vollkommen neu komponieren oder ein Remaster vornehmen lassen. Mit einer Vorschlagsfunktion will man anhand der Inhalte eines Fotos per KI sogar konkrete Vorschläge für kleine, aber sinnvolle Veränderungen an den Bildern liefern können. Samsung Galaxy S24Samsung lässt die KI auch Bilder bearbeiten Mit einer Generative-Edit-Funktion sollen bestimmte Bereiche von Fotos auch mittels generativer KI aufgefüllt werden können. Hat man also etwa ein schiefes Foto gemacht, kann man es bei der Bearbeitung korrekt ausrichten und den dabei entstehenden Raum von der KI füllen lassen. Auch das Versetzen von Objekten in Fotos soll möglich sein. Damit aber erkennbar bleibt, dass hier per KI Veränderungen vorgenommen wurden, will Samsung immer ein entsprechendes Wasserzeichen auf dem jeweiligen Bild und in dessen Metadaten einfügen.

Instant-Slow-Motion generiert fehlende Frames

Auch bei der Videobearbeitung greift Samsung künftig auf Wunsch mittels KI ein. Wer will, kann Videos bei Bedarf per "Instant-Slow-Mo" ausbremsen, um einen Slow-Motion-Effekt zu erzielen, für den zusätzliche Frames anhand einer Analyse der Bewegung im Bild erzeugt werden. Gerade bei "Action-Shots" soll diese Funktion attraktive Ergebnisse liefern können.

Samsung führt außerdem eine neue Funktion namens SuperHDR ein, bei der eine "lebensechte Vorschau" vor dem Drücken des Auslösers angezeigt wird, durch die man das Ergebnis schon vorab einschätzen kann. Super HDR kann auch bei bestimmten Social-Media-Apps wie Instagram direkt über deren Kamerafunktion genutzt werden. Sogar in der Galerie will Samsung bei Verwendung von Instagram dafür sorgen, dass die Bilder direkt in Super HDR angezeigt werden, wobei Farben, Kontrast und Helligkeit erhöht sind, was man mit einer Analyse der wichtigsten Bildbereiche erzielt.

Samsung sagt auch ganz laut "aber"

Überdies will Samsung auch noch eine Vielzahl weiterer größere und kleinerer KI-Features bei seinen neuen Smartphones bieten, die man vorab bislang nicht dokumentiert hat. Das Unternehmen weist in seinen Fußnoten zu den KI-Features aber grundsätzlich darauf hin, dass die Qualität und Zuverlässigkeit der von der KI-generierten Ergebnisse bei allen darauf basierenden Funktionen nicht generell garantiert ist. Außerdem variiert die Verfügbarkeit je nach Land und Sprache.

Man sollte sich also nicht darauf verlassen, dass immer perfekte Ergebnisse zustande kommen. Außerdem wird für viele Funktionen noch immer eine Online-Anbindung benötigt, bei der dann auch persönliche Daten des Nutzers übertragen und verarbeitet werden. Der Elektronikriese bietet deshalb über seine Sicherheitslösung Knox auch die sogenannten "Advanced Intelligence"-Einstellungen, mit der man die Weitergabe von Daten an KI-Server unterbinden lassen kann. Natürlich reduziert dies dann wiederum die Verfügbarkeit der Dienste auf den Geräten.

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Zusammenfassung
  • Samsung Galaxy S24 mit neuen KI-Funktionen
  • Live Translate in Samsung Call-App integriert
  • "Interpreter"-Funktion für Gesprächsübersetzung
  • Chat Assist hilft, den richtigen Ton zu treffen
  • Live-Übersetzung in der Samsung Keyboard-App
  • KI-gestützte Notiz- und Transkriptionsfunktion
  • "Circle to Search" startet Google-Suche überall
  • "ProVisual Engine" für verbesserte Fotografie
  • Generative Edit füllt Bereiche in Fotos auf
  • SuperHDR zeigt lebensechte Vorschau an
  • Qualität der KI-Ergebnisse nicht garantiert

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