Internet-Backbone zunehmend in Gefahr - Suche nach Lösungen läuft
Der überwiegende Teil des Datenverkehrs im Internet läuft über eine Backbone-Infrastruktur, die zunehmend Risiken ausgesetzt ist: Immerhin 95 Prozent des Traffics laufen über Unterseekabel, die immer häufiger mit Problemen konfrontiert sind.
Die größte Sorge richtet sich jedoch auf mögliche Eingriffe staatlicher Akteure, wie Bloomberg berichtet. Großmächte wie China, Russland oder auch westliche Staaten verfügen über U-Boote und Spezialschiffe, die theoretisch in der Lage wären, Kabel gezielt zu kappen oder zu manipulieren, sei es mit Ankern, Greifwerkzeugen oder direkten Angriffen unter Wasser. Ein solcher Sabotageakt kann die weltweite Kommunikation massiv beeinträchtigen und im Ernstfall ganze Volkswirtschaften lahmlegen.
In den USA liegt deshalb nun ein parteiübergreifender Gesetzesentwurf im Senat auf dem Tisch, eingebracht von der Demokratin Jeanne Shaheen und dem Republikaner John Barrasso. Das Vorhaben sieht unter anderem einen Bericht über mutmaßliche Sabotageaktivitäten Russlands und Chinas vor, mögliche Sanktionen sowie zusätzliche Ressourcen für den Schutz und die Reparatur der Kabel.
Militärisch könnten NATO-Staaten gemeinsam mit pazifischen Partnerländern regelmäßige Schutzmissionen übernehmen. Parallel dazu wären technologische Verbesserungen nötig: widerstandsfähigere Materialien, zusätzliche Reservekabel oder stärker gesicherte Landepunkte.
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Immer wieder Angriffe auf Kabel
Zwar verfügen die Leitungen über robuste Schutzschichten aus Metall und Kunststoff, doch Naturereignisse wie Erdbeben oder Stürme können sie beschädigen. Auch die Landepunkte an den Küsten, an denen die Kabel auf terrestrische Netze treffen, gelten als sensible Schwachstellen. Neben Naturgefahren spielt zudem menschengemachter Vandalismus eine Rolle: Diverse Gruppen versuchen bereits, die Infrastruktur an Land und zur See zu sabotieren oder mit Cyberangriffen in die dahinterliegenden Systeme einzugreifen.Die größte Sorge richtet sich jedoch auf mögliche Eingriffe staatlicher Akteure, wie Bloomberg berichtet. Großmächte wie China, Russland oder auch westliche Staaten verfügen über U-Boote und Spezialschiffe, die theoretisch in der Lage wären, Kabel gezielt zu kappen oder zu manipulieren, sei es mit Ankern, Greifwerkzeugen oder direkten Angriffen unter Wasser. Ein solcher Sabotageakt kann die weltweite Kommunikation massiv beeinträchtigen und im Ernstfall ganze Volkswirtschaften lahmlegen.
In den USA liegt deshalb nun ein parteiübergreifender Gesetzesentwurf im Senat auf dem Tisch, eingebracht von der Demokratin Jeanne Shaheen und dem Republikaner John Barrasso. Das Vorhaben sieht unter anderem einen Bericht über mutmaßliche Sabotageaktivitäten Russlands und Chinas vor, mögliche Sanktionen sowie zusätzliche Ressourcen für den Schutz und die Reparatur der Kabel.
Globaler Ansatz nötig
Doch Experten warnen: Nationale Maßnahmen allein reichen nicht aus. Gefordert wird ein internationaler Ansatz. Denkbar wäre etwa eine stärkere Nutzung der Seerechtskonvention der Vereinten Nationen, die bereits Regeln zum Schutz von Unterseekabeln enthält. Die internationale Seeschifffahrtsorganisation könnte, ähnlich wie bei der Pirateriebekämpfung vor Somalia, eine globale Taskforce koordinieren, in die auch private Unternehmen eingebunden wären.Militärisch könnten NATO-Staaten gemeinsam mit pazifischen Partnerländern regelmäßige Schutzmissionen übernehmen. Parallel dazu wären technologische Verbesserungen nötig: widerstandsfähigere Materialien, zusätzliche Reservekabel oder stärker gesicherte Landepunkte.
Zusammenfassung
- 95 Prozent des Internetverkehrs laufen über Unterseekabel mit steigenden Risiken
- Naturereignisse und Vandalismus bedrohen die Kabelinfrastruktur zunehmend
- Staatliche Akteure mit Spezialausrüstung stellen die größte Bedrohung dar
- US-Senat plant parteiübergreifenden Gesetzesentwurf zum Schutz der Infrastruktur
- Experten fordern internationale Zusammenarbeit statt nur nationaler Maßnahmen
- UN-Seerechtskonvention könnte für besseren Kabelschutz genutzt werden
- NATO und pazifische Partner könnten gemeinsame Schutzmissionen übernehmen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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