Praktikant gewinnt GPU auf Dienstreise, Firma fordert Aushändigung
Ein Praktikant gewann auf einer Dienstreise eine Nvidia GeForce RTX 5060. Doch die Freude darüber währte nur kurz. Denn sein Arbeitgeber forderte die Aushändigung der Hardware. Das Ganze endete schließlich in einer Kündigung.
Die Geschäftsführung argumentierte, dass die Grafikkarte dem Unternehmen zustehe, da sich der Praktikant zum Zeitpunkt des Gewinns auf einer Geschäftsreise befand, deren sämtliche Reisekosten von der Firma getragen wurden. Ohne die Firma wäre er überhaupt nicht dort gewesen. Zudem habe er mit der Teilnahme an der Veranstaltung eine dienstliche Pflicht erfüllt. Der Wert des Gewinns, der im konkreten Fall bei 3.000 Yuan (etwa 367 Euro) lag, sei somit als direkter Ertrag der Arbeitsleistung zu werten. Der Praktikant hingegen vertrat die Ansicht, dass der Gewinn auf reinem Zufall basierte und ihm persönlich gehöre, da Losglück keine Arbeitsleistung darstellt. Folglich verweigerte er die Herausgabe der Hardware.
Wie Fast Technology (via Tom's Hardware) berichtet, spitzte sich die Situation daraufhin dramatisch zu. Zunächst übten Mitarbeiter der Finanzabteilung und das direkte Management Druck auf den Praktikanten aus. Schließlich schaltete sich die Personalabteilung ein und führte Gespräche, die als Drohung aufgefasst wurden. Man teilte dem jungen Angestellten mit, sollte er nicht kooperieren, habe er in der Firma keine Zukunft mehr. Daraufhin zog der die Konsequenzen, reichte seine Kündigung ein und behielt die Grafikkarte.
Technisch gesehen handelt es sich bei der RTX 5060 um eine solide Mittelklasse-Grafikkarte, die zwar bei Spielern begehrt ist, für ein Unternehmen jedoch in keiner Weise einen kritischen Vermögenswert darstellt. Es handelt sich nicht um einen Hochleistungsbeschleuniger für Rechenzentren, dessen Verlust gar die Bilanz beeinflussen würde. Der Vorfall wirkt daher weniger wie eine rationale Entscheidung, sondern eher wie ein Machtspiel oder ein unflexibles Beharren auf Prinzipien durch die Führungsebene.
Haltet ihr die Ansprüche der chinesischen Firma für gerechtfertigt oder seht ihr eher den Praktikanten im Recht? Schreibt uns eure Meinung gerne unten in die Kommentare!
Siehe auch:
- Praktikant gewinnt auf Dienstreise eine RTX 5060
- Arbeitgeber fordert Herausgabe der Grafikkarte als Firmeneigentum
- Unternehmen begründet Anspruch mit bezahlten Reisekosten
- Praktikant verweigert Übergabe, da Gewinn auf persönlichem Glück basiert
- Nach zunehmendem Druck und Drohungen reicht der Mitarbeiter Kündigung ein
- Fragwürdiges Vorgehen der Firma angesichts geringen Streitwerts
Kündigung wegen Grafikkarten-Gewinn
Ein Praktikant in China hat Mitte November seinen Arbeitsplatz aufgegeben, nachdem ein Streit um einen Gewinn auf einer Geschäftsreise eskaliert war. Der junge Mann befand sich im Auftrag seines Arbeitgebers in der ostchinesischen Stadt Suzhou, um an einer lokalen Nvidia-Veranstaltung teilzunehmen. Während des Events hatte er Glück bei einer Tombola und gewann eine GeForce RTX 5060. Was als freudiges Ereignis begann, entwickelte sich aber schnell zu einem bizarren arbeitsrechtlichen Konflikt, da das Unternehmen den Gewinn als sein Eigentum betrachtete und die Aushändigung verlangte.Die Geschäftsführung argumentierte, dass die Grafikkarte dem Unternehmen zustehe, da sich der Praktikant zum Zeitpunkt des Gewinns auf einer Geschäftsreise befand, deren sämtliche Reisekosten von der Firma getragen wurden. Ohne die Firma wäre er überhaupt nicht dort gewesen. Zudem habe er mit der Teilnahme an der Veranstaltung eine dienstliche Pflicht erfüllt. Der Wert des Gewinns, der im konkreten Fall bei 3.000 Yuan (etwa 367 Euro) lag, sei somit als direkter Ertrag der Arbeitsleistung zu werten. Der Praktikant hingegen vertrat die Ansicht, dass der Gewinn auf reinem Zufall basierte und ihm persönlich gehöre, da Losglück keine Arbeitsleistung darstellt. Folglich verweigerte er die Herausgabe der Hardware.
Wie Fast Technology (via Tom's Hardware) berichtet, spitzte sich die Situation daraufhin dramatisch zu. Zunächst übten Mitarbeiter der Finanzabteilung und das direkte Management Druck auf den Praktikanten aus. Schließlich schaltete sich die Personalabteilung ein und führte Gespräche, die als Drohung aufgefasst wurden. Man teilte dem jungen Angestellten mit, sollte er nicht kooperieren, habe er in der Firma keine Zukunft mehr. Daraufhin zog der die Konsequenzen, reichte seine Kündigung ein und behielt die Grafikkarte.
Wirtschaftliche Aspekte und Image
Nicht ausschließlich, aber vor allem aus ökonomischer Sicht erscheint das Vorgehen des Unternehmens fragwürdig. Der Streitwert von umgerechnet 367 Euro steht in keinem Verhältnis zu den Kosten, die etwa durch den Verlust eines Mitarbeiters entstehen, selbst wenn es sich 'nur' um einen Praktikanten handelt. Die Rekrutierung und Einarbeitung einer neuen Kraft kostet Unternehmen in der Regel ein Vielfaches dieses Betrags. Zudem hat der Fall auf der chinesischen Plattform Weibo und in internationalen Tech-Foren für negative Schlagzeilen gesorgt, was vermutlich einen enormen Reputationsschaden für den Arbeitgeber bedeutet.Technisch gesehen handelt es sich bei der RTX 5060 um eine solide Mittelklasse-Grafikkarte, die zwar bei Spielern begehrt ist, für ein Unternehmen jedoch in keiner Weise einen kritischen Vermögenswert darstellt. Es handelt sich nicht um einen Hochleistungsbeschleuniger für Rechenzentren, dessen Verlust gar die Bilanz beeinflussen würde. Der Vorfall wirkt daher weniger wie eine rationale Entscheidung, sondern eher wie ein Machtspiel oder ein unflexibles Beharren auf Prinzipien durch die Führungsebene.
Juristische Bewertung in Deutschland
Die Rechtslage hierzulande unterscheidet recht präzise zwischen Arbeitsergebnissen und zufälligen Vermögensvorteilen. Ein automatischer Herausgabeanspruch des Arbeitgebers besteht in der Regel nicht, wenn der Gewinn reine Glückssache war. Gewinne aus einer Tombola, an der ein Mitarbeiter während einer Dienstreise teilnimmt, sind meist privater Natur. Sie sind kein direktes Ergebnis der geschuldeten Arbeitsleistung. Anders verhält es sich nur, wenn die Teilnahme am Gewinnspiel expliziter Teil des Arbeitsauftrags war, um Preise für die Firma zu akquirieren.Haltet ihr die Ansprüche der chinesischen Firma für gerechtfertigt oder seht ihr eher den Praktikanten im Recht? Schreibt uns eure Meinung gerne unten in die Kommentare!
Siehe auch:
- Wegen Speicherengpässen: Nvidia GeForce RTX 50 Super gestrichen?
- Verrückte GPU-Mod: Nutzer bastelt aus seiner RTX 5080 ein Skateboard
- Kunden schmähen GeForce RTX 5060 Ti 8 GB: Nvidia pusht 16 GB-Modell
- MSI dementiert Beteiligung an illegalen RTX 5090-China-Lieferungen
- Nichts hilft: Nvidia RTX 5090 schmilzt trotz Sicherheitssteckern
Thema:
Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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