Valve wartet auf AMD: Steam Deck 2 kommt laut Leak erst 2028

Ein bekannter Hardware-Leaker behauptet, dass Valves Steam Deck 2 erst 2028 erscheinen soll. Die sechsjährige Wartezeit könnte strategische Gründe haben - während die Konkurrenz bereits mit neueren Chips vorlegt. Doch was genau hat AMD da in petto?
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Leaker prognostiziert späten Release

Der Hardware-Insider KeplerL2 hat in einem NeoGAF-Forum eine überraschende Prognose abgegeben: Das Steam-Deck 2 von Valve soll erst 2028 auf den Markt kommen. Der Leaker, der sich auf Konsolen-Hardware spezialisiert hat, äußerte sich knapp mit "Steam Deck 2 is 2028", ohne weitere Details zu nennen. Sollte diese Einschätzung zutreffen, würde zwischen dem ursprünglichen Steam-Deck von 2022 und seinem Nachfolger eine sechsjährige Pause liegen.

KeplerL2 gilt in der Gaming-Community als verlässliche Quelle für Hardware-Informationen und hat in der Vergangenheit bereits korrekte Vorhersagen zu Konsolen-Releases getroffen. Seine Informationen stammen vermutlich aus AMDs Roadmap-Details, da sich der Leaker primär auf Konsolen-Chips konzentriert.


Valve setzt auf Leistungssprung

Die lange Wartezeit entspricht der eigenen Strategie. Designer Lawrence Yang hatte bereits im vergangenen Jahr erklärt, dass das Unternehmen erst dann einen Nachfolger entwickeln wolle, wenn eine generationale Leistungssteigerung bei gleichbleibender Akkulaufzeit möglich sei. Valve strebt an, die Rechenleistung zu verdoppeln - eine anspruchsvolle Aufgabe bei den strengen Energieeffizienz-Anforderungen tragbarer Geräte.

Das aktuelle Steam-Deck basiert auf AMDs Zen 2-CPU-Architektur und RDNA 2-Grafiktechnologie. Diese Hardware-Basis stammt bereits aus dem Jahr 2020 und zeigt ihre Grenzen bei modernen Spielen. Erst die Chipsätze, die AMD ab 2026 vorstellen will, könnten die von Valve gewünschten Verbesserungen liefern. Bis 2028 wäre eine Steam Deck 2 mit RDNA 6-Architektur oder AMDs Medusa Point-Technologie denkbar.

Konkurrenz nutzt neuere Technologie

Während Valve auf den großen technologischen Durchbruch wartet, schlagen Konkurrenten wie GPD, Asus und MSI andere Wege ein. Diese Hersteller setzen bereits auf neuere AMD-Architekturen und erreichen teilweise höhere Bildraten als das Steam-Deck. Allerdings bleibt das Gesamterlebnis oft ähnlich, da Windows 11 die Konkurrenzgeräte ausbremst, wie Tests mit dem Lenovo Legion Go S zeigen.

Die meisten Handheld-Gaming-PCs der Konkurrenz kämpfen zudem mit kürzeren Akkulaufzeiten und höheren Preisen. Valves Steam OS bietet hingegen eine optimierte Benutzeroberfläche und bessere Energieeffizienz, was das Steam-Deck trotz älterer Hardware konkurrenzfähig hält.


Strategischer Zeitplan gegen Sony

Der 2028-Zeitplan könnte Valve ermöglichen, direkt gegen Sonys geplantes PlayStation 6-Handheld anzutreten, das ebenfalls für diesen Zeitraum erwartet wird. Ein späterer Release würde Valve einen längeren Entwicklungszyklus gewähren und AMD mehr Zeit geben, ihre APU-Designs zu verfeinern.

Dieser Zeitrahmen entspricht typischen Konsolengenerationen: Zwischen PlayStation 4 und 5 lagen sechs Jahre, zwischen Nintendo Switch und Switch 2 sogar acht Jahre. Valve scheint eine ähnliche Strategie zu verfolgen und auf substanzielle Hardware-Verbesserungen zu setzen, anstatt jährliche Iterationen zu veröffentlichen.

Was haltet ihr von der langen Wartezeit? Sollte Valve lieber kleinere Updates dazwischenschieben oder auf den großen Sprung warten? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit.
Zusammenfassung
  • Hardware-Insider prognostiziert Steam Deck 2 Release erst für 2028
  • Zwischen dem ersten Steam Deck und Nachfolger lägen somit sechs Jahre
  • Valve wartet auf deutliche Leistungssteigerung bei gleicher Akkulaufzeit
  • Aktuelle Steam-Deck-Hardware basiert auf veralteter AMD-Architektur
  • Konkurrenten setzen bereits auf neuere Technologien, kämpfen aber mit Nachteilen
  • Valve könnte mit 2028-Release gegen Sonys PlayStation 6-Handheld antreten
  • Die Strategie entspricht typischen Konsolenzyklen mit substanziellen Upgrades

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