OpenAI verbrennt tatsächlich Geld, schreibt enorm hohe Verluste

OpenAI soll im dritten Quartal etwa zwölf Milliarden Dollar verloren haben - eine der größten Quartalsverluste in der Tech-Geschichte. Das geht aus Microsofts Geschäftsbericht hervor, der die enormen Kosten der KI-Entwicklung offenlegt.
Microsoft, OpenAI, ChatGPT, Feuer, Dollar, Geldverbrennen

Rekordverluste bei OpenAI enthüllt

Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass Bill Gates bereits 2019 Investitionen in OpenAI als "Geld verbrennen" beschrieben hat und der Microsoft-Mitgründer behielt durchaus Recht - bis heute. Denn das KI-Unternehmen hat im dritten Quartal dieses Jahres etwa zwölf Milliarden Dollar verloren. Das ist eine der größten Quartalsverluste in der Technologiebranche überhaupt. Das Ausmaß der Verluste wird erst durch Microsofts Geschäftsbericht deutlich, der eine Beteiligung von 11,5 Milliarden Dollar oder mehr nahelegt. Der Verlust übertrifft damit die Umsätze des KI-Unternehmens um das Dreifache.

Microsoft hat insgesamt 13 Milliarden Dollar für OpenAI zugesagt und bis zum 30. September 11,6 Milliarden Dollar bereitgestellt. Die Investition wird nach der Equity-Methode bilanziert, wodurch Microsofts Anteil an OpenAIs Gewinnen oder Verlusten im Nettoergebnis erfasst wird. Microsoft meldete durch seine OpenAI-Beteiligung für das besagte Quartal einen Verlust von 3,1 Milliarden Dollar.

Das Wall Street Journal berichtete über diese versteckten Zahlen in Microsofts Geschäftsbericht. Die dramatischen Verluste waren tief in den SEC-Unterlagen vergraben, die Microsoft bei der US-Börsenaufsicht einreichen muss.

Historische Dimensionen der Verluste

Die Verluste erreichen historische Dimensionen. Laut verfügbaren Daten stehen nur zwei Tech-Unternehmen in den Top 15 der größten Quartalsverluste der Geschichte: AOL Time Warner mit 44,9 Milliarden Dollar im Jahr 2002 und Intel mit 16,6 Milliarden Dollar im Jahr 2024. Das sind die einzigen Technologieunternehmen, die über zehn Milliarden Dollar in einem Quartal verloren haben.


Zum Vergleich: OpenAIs Umsatz für die erste Jahreshälfte 2024 betrug etwa 4,3 Milliarden Dollar. Das Unternehmen verlor also etwa das Dreifache seines Halbjahresumsatzes in nur einem Quartal. Als UBS-Analyst Karl Keirstead in der Telefonkonferenz nach der 4,1-Milliarden-Dollar-Investition fragte, erhielt er nur ausweichende Antworten von Microsoft-CFO Amy Hood.

Altmans Gelassenheit bei Milliardenverlusten

OpenAI-CEO Sam Altman zeigt sich unbeeindruckt von den enormen Ausgaben. In einem Vortrag erklärte er: "Ob wir 500 Millionen Dollar im Jahr verbrennen oder fünf Milliarden - oder 50 Milliarden im Jahr - ist mir egal, ehrlich gesagt. Es wird teuer werden. Es ist es absolut wert."

Die enormen Kosten entstehen durch die Anforderungen der KI-Infrastruktur und Forschung. Die Entwicklung und der Betrieb großer Sprachmodelle erfordern riesige Arrays spezialisierter Computerchips, enorme Rechenzentren und ständige Verfeinerung durch bestbezahlte Entwickler und Forscher. Altman kündigte kürzlich an, dass OpenAI sich zu 30 Gigawatt Infrastruktur verpflichtet hat - eine finanzielle Verpflichtung von 1,4 Billionen Dollar über die nächsten Jahre.

Die Verluste werfen Fragen über die Nachhaltigkeit des aktuellen KI-Entwicklungsmodells auf. Während OpenAI mit ChatGPT und anderen Produkten erhebliche Umsätze generiert, übersteigen die Ausgaben für Forschung, Infrastruktur und Talentakquise die Einnahmen bei weitem. Das Unternehmen ist daher weiterhin auf externe Finanzierung angewiesen, um seine ambitionierten Ziele zu erreichen.

Was haltet ihr von OpenAIs astronomischen Verlusten? Seht ihr das als notwendige Investition in die KI-Zukunft oder als Warnsignal für die Branche?

Zusammenfassung
  • OpenAI verzeichnet im dritten Quartal Verluste von etwa 12 Milliarden Dollar
  • Einer der größten Quartalsverluste in der Technologiebranche überhaupt
  • Verlust übertrifft den Halbjahresumsatz des KI-Unternehmens um das Dreifache
  • Microsoft hat bereits 11,6 Milliarden Dollar der zugesagten 13 Milliarden investiert
  • CEO Sam Altman zeigt sich unbeeindruckt von den enormen finanziellen Ausgaben
  • Hohe Kosten entstehen durch KI-Infrastruktur, Rechenzentren und Fachkräfte
  • Nachhaltigkeitsfragen zum aktuellen KI-Entwicklungsmodell werden aufgeworfen

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!