Nvidia steigt jetzt auch noch bei Nokia ein, gibt Geld für KI-Mobilfunk
Die KI-Blase treibt weiter seltsame Blüten. Während Nvidia und immer mehr große US-Firmen weiter vermeintliche Milliarden-Deals schließen, bei denen das Geld mal hin und mal her fließt, kündigt der KI-Branchenprimus jetzt auch noch einen Einstieg bei Nokia an.
Konkret ist damit ein sogenanntes "AI-RAN"-System gemeint, bei dem der Datenverkehr in Mobilfunknetzen mit Künstlicher Intelligenz gesteuert wird. Statt dedizierter Hardware soll relativ normale Computertechnik zum Einsatz kommen, deren Funktion mithilfe von KI-Software definiert wird, so die beiden Firmen in einer Pressemitteilung.
Nokia und Nvidia arbeiten nach eigenen Angaben daran, KI-fähige Chips in der Steuerung von Mobilfunksystemen einzusetzen und entwickeln dafür auch entsprechende Software. Erste Tests sollen mit der neuen Technik bereits ab dem nächsten Jahr anlaufen, wobei T-Mobile, die US-Tochter der Deutschen Telekom, dabei eine führende Rolle spielen soll. Beim großen Buzzword-Bingo von Nvidia darf natürlich auch der Mobilfunk der nächsten Generation nicht fehlen.
So soll 6G-Mobilfunk "durch die KI-Nutzung charakterisiert" werden, womit vermutlich vor allem der Zugriff auf KI-Anwendungen aller Art gemeint ist. Nokia will dabei unter anderem die Verarbeitung von Daten "näher an den Nutzer" bringen, also die Infrastruktur seiner Netze so verändern, dass KI-Daten nicht mehr nur in zentralen Rechenzentren verarbeitet werden, sondern schon davor in der Mobilfunktechnik der Netze.
Dadurch sollen die Latenzen sinken und die Mobilfunkkunden ein "KI-Rechenzentrum in der Hosentasche" zur Verfügung haben, heißt es weiter. Nokia hatte zuletzt Einsparungen vornehmen müssen, weil die Entwicklung im Mobilfunkmarkt bzw. der Ausbau der Netze nicht so schnell voranschreitet, wie man sich ursprünglich erhoffte. Nvidias Investition kommt den Finnen dabei wohl höchst gelegen, zumal die Börse bereits auf die Ankündigung reagierte und für einen kräftigen Anstieg des Aktienkurses von Nokia sorgte, wie ihn das Unternehmen schon seit Langem nicht mehr erlebt hat.
Siehe auch:
Mobilfunk-Basisstationen mit KI geplant
Der Grafikspezialist Nvidia erwirbt nach eigenen Angaben Anteile des finnischen Netzwerkausrüsters und früheren Mobilgeräteherstellers Nokia im Wert von einer Milliarde US-Dollar. Dies gaben die beiden Firmen heute bekannt, wobei sie auch darüber hinaus miteinander zusammenarbeiten wollen. Nvidia soll Nokia demnach mit KI-gestützter RAN-Hardware beliefern.Konkret ist damit ein sogenanntes "AI-RAN"-System gemeint, bei dem der Datenverkehr in Mobilfunknetzen mit Künstlicher Intelligenz gesteuert wird. Statt dedizierter Hardware soll relativ normale Computertechnik zum Einsatz kommen, deren Funktion mithilfe von KI-Software definiert wird, so die beiden Firmen in einer Pressemitteilung.
Nokia und Nvidia arbeiten nach eigenen Angaben daran, KI-fähige Chips in der Steuerung von Mobilfunksystemen einzusetzen und entwickeln dafür auch entsprechende Software. Erste Tests sollen mit der neuen Technik bereits ab dem nächsten Jahr anlaufen, wobei T-Mobile, die US-Tochter der Deutschen Telekom, dabei eine führende Rolle spielen soll. Beim großen Buzzword-Bingo von Nvidia darf natürlich auch der Mobilfunk der nächsten Generation nicht fehlen.
So soll 6G-Mobilfunk "durch die KI-Nutzung charakterisiert" werden, womit vermutlich vor allem der Zugriff auf KI-Anwendungen aller Art gemeint ist. Nokia will dabei unter anderem die Verarbeitung von Daten "näher an den Nutzer" bringen, also die Infrastruktur seiner Netze so verändern, dass KI-Daten nicht mehr nur in zentralen Rechenzentren verarbeitet werden, sondern schon davor in der Mobilfunktechnik der Netze.
Dadurch sollen die Latenzen sinken und die Mobilfunkkunden ein "KI-Rechenzentrum in der Hosentasche" zur Verfügung haben, heißt es weiter. Nokia hatte zuletzt Einsparungen vornehmen müssen, weil die Entwicklung im Mobilfunkmarkt bzw. der Ausbau der Netze nicht so schnell voranschreitet, wie man sich ursprünglich erhoffte. Nvidias Investition kommt den Finnen dabei wohl höchst gelegen, zumal die Börse bereits auf die Ankündigung reagierte und für einen kräftigen Anstieg des Aktienkurses von Nokia sorgte, wie ihn das Unternehmen schon seit Langem nicht mehr erlebt hat.
Zusammenfassung
- Nvidia erwirbt Anteile am finnischen Netzwerkausrüster Nokia für eine Milliarde Dollar
- Gemeinsame Entwicklung von KI-gestützter RAN-Hardware zur intelligenten Steuerung von Mobilfunknetzen
- Mobilfunksysteme sollen künftig mit KI-fähigen Chips und entsprechender Software arbeiten
- Tests der neuen Technologie beginnen 2026 mit T-Mobile als führendem Partner
- Für kommenden 6G-Standard soll KI-Nutzung charakteristisches Merkmal werden
- Datenverarbeitung soll näher am Nutzer erfolgen, um Latenzen zu reduzieren
- Die Investition kam für Nokia nach notwendigen Einsparungen und stagnierenden Märkten gelegen
Siehe auch:
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- Offen für Partner: Nokia will Marke weiter auf Smartphones sehen
- HMD zieht sich aus USA zurück: sterben 'Nokia'-Smartphones erneut?
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