X-BAT-Drohne: Neuer Stealth-Jet braucht weder Start- noch Landebahn

Shield AI hat mit seiner neuen X-BAT-Drohne ein autonomes Tarn­kappen-Flugzeug vorgestellt, das ohne Startbahn abheben kann. Das futuristisch aussehende Kampfflugzeug soll ab 2026 erste Tests absolvieren und Teil einer autonomen US Air Force werden.
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Shield AI

Futuristisches Design trifft KI-Technologie

Das Rüstungsunternehmen Shield AI hat am Dienstag in Washington sein neues X-BAT-Drohnenprojekt vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein autonomes Kampfflugzeug, das aussieht wie aus einem Science-Fiction-Film. Das acht Meter lange Flugzeug mit einer Spannweite von knapp zwölf Metern vereint modernste Tarnkappen-Technologie mit künstlicher Intelligenz und kann völlig ohne Startbahn operieren.

Die X-BAT verfügt über eine Reichweite von über 3700 Kilometern und kann bis zu 15.000 Meter hoch fliegen. Das Flugzeug zeichnet sich durch ein radarabsorbierendes Design aus. Als Antrieb dient ein Triebwerk der F-16-Klasse mit Schubvektorsteuerung, das ursprünglich für das F-15-ACTIVE-Programm der 1990er Jahre entwickelt wurde.

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Gesteuert wird die X-BAT laut The Aviationist von Shield AIs KI-Software namens Hivemind, die bereits erfolgreich in verschiedenen militärischen Programmen eingesetzt wird. Die Software basiert auf maschinellem Lernen und wurde bereits in über 100.000 Flugstunden getestet. Sie ermöglicht es der X-BAT, komplexe Entscheidungen in Echtzeit zu treffen und sich an verändernde Bedrohungslagen anzupassen. Das System kann dazu eigenständig Sensordaten auswerten und Ziele bekämpfen, ohne auf externe Unterstützung angewiesen zu sein.

Autonome Kriegsführung ohne Pilot

Die Drohne ist sowohl für Angriffs- als auch für Aufklärungs- und elektronische Kampfführungsmissionen konzipiert und kann verschiedene Luft-Luft- und Luft-Boden-Raketen tragen.

Das autonome System kann mehrere Drohnen gleichzeitig koordinieren und dabei Schwarmtaktiken anwenden. Diese Fähigkeit soll die X-BAT besonders geeignet für Szenarien machen, in denen menschliche Piloten durch Kommunikationsstörungen oder feindliche elektronische Kampfführung beeinträchtigt werden könnten.

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Einsatz ohne feste Infrastruktur

Konzeptvideos zeigen die X-BAT beim Start von Flugzeugträgern und abgelegenen Inseln mit begrenzter Infrastruktur. Shield AI plant, fünf mobile Startanhänger pro Flugzeug zu bauen, was den Einsatz an praktisch jedem Ort ermöglicht.

Luftstreitkräfte ohne Startbahnen ist der heilige Gral der Abschreckung. Überall verfügbare Luftstreitkräfte schaffen unendlich viele Probleme für den Gegner
Brandon Tseng, Shield AI-Präsident
Die sogenannten VTOL-Fähigkeiten (Vertical Take-Off and Landing), die es der X-BAT erlauben, ohne Rollbahn zu starten und zu landen, basieren auf einem innovativen Düsendesign, das sowohl horizontalen als auch vertikalen Schub erzeugen kann. Diese Technologie wurde bereits bei experimentellen Flugzeugen wie dem Harrier und der F-35B erprobt, jedoch nie in dieser Kombination mit vollautonomer Steuerung umgesetzt.

Zeitplan und Marktposition

Die ersten Versuche mit senkrechtem Start und Landung sind für Herbst 2026 geplant, die vollständigen Flugtests sollen 2028 folgen. Die Kosten werden auf etwa 30 Millionen Dollar (etwa 26 Millionen Euro) pro Flugzeug geschätzt. Das ist deutlich weniger als herkömmliche Kampfjets wie die F-35, die über 100 Millionen Dollar kostet.

Shield AI, das seit 2015 besteht, hat bereits größere Verträge mit dem US-Militär abgeschlossen, darunter einen 200-Millionen-Dollar-Auftrag der Küstenwache für die kleinere V-BAT-Drohne. Die X-BAT soll wie die Vector von Lockheed Martin und das CxR von Boeing Teil des Collaborative Combat Aircraft-Programms der US-Luftwaffe werden, das darauf abzielt, bemannte Kampfjets mit autonomen Drohnen zu ergänzen.

Was haltet ihr von autonomen Kampfdrohnen wie der X-BAT? Teilt eure Gedanken zur Zukunft der Kriegsführung in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Shield AI stellt X-BAT vor: autonomes Tarnkappen-Flugzeug ohne Startbahn
  • Mit 3700 Kilometern Reichweite und KI-Software Hivemind zur Steuerung
  • Radarabsorbierendes Design und Triebwerk der F-16-Klasse als Antrieb
  • VTOL-Fähigkeiten ermöglichen Start und Landung auf begrenztem Raum
  • Einsatz für Angriff, Aufklärung und elektronische Kampfführung
  • Erste Tests ab Herbst 2026, vollständige Flugtests folgen 2028
  • Kosten mit 30 Millionen Dollar deutlich geringer als bei herkömmlichen Jets

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