Steam: Viraler Koop-Hit ist wegen schusseligem Entwickler kostenlos

Der Koop-Plattformer eines japanischen Entwicklers ist für immer und ewig kostenlos auf Steam zu haben. Der Grund ist ein Versehen der Macher, die eine entscheidende Richtlinie von Valves Plattform zur Preisgestaltung vergaßen.
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Entwickler-Missgeschick macht Spiel dauerhaft gratis

Zuletzt machten Spiele auf Steam Schlagzeilen, weil sie sich als Krypto-Stealer entpuppten oder Valves Plattform aufgrund eines gigantischen Nutzeransturms in die Knie zwangen. Eine noch kuriosere Geschichte liefert jetzt allerdings ein kleiner Indie-Titel.

Der kooperative Plattformspiele-Hit Pico Park aus dem Jahr 2016 ist durch ein Versehen dauerhaft kostenlos auf Steam geworden. Pico Park: Classic Edition sollte ursprünglich nur vorübergehend gratis angeboten werden, doch eine Steam-Richtlinie machte dem Entwickler einen Strich durch die Rechnung.


Pico Park: Classic Edition ist ein Koop-Puzzle-Plattformer, bei dem bis zu zehn Spieler gleichzeitig an einem Level teilnehmen können - eine Besonderheit, die in diesem Genre selten zu finden ist. Das Spiel stammt vom japanischen Indie-Entwickler Shunsuke Miyake, der unter dem Studio-Namen Tecopark arbeitet.

Wie Eurogamer berichtet, wollte der Entwickler das Spiel ursprünglich etwa eine Woche nach einem großen Update gratis lassen und es danach zum kleinen Preis verkaufen. Das Update brachte im September 2024 Online-Multiplayer für zwei bis zehn Spieler, aktualisierte Grafiken passend zu den neueren Pico Park-Titeln sowie Steam Input-Unterstützung. Doch dann kam die böse Überraschung. Pico Park: Kooperativer PlattformerIn Pico Park müssen alle Spieler zusammenarbeiten
Pico Park: Kooperativer PlattformerPico Park: Kooperativer PlattformerPico Park: Kooperativer PlattformerPico Park: Kooperativer Plattformer

Steam-Richtlinien verhindern Rückkehr zum Bezahlmodell

Wie Tecopark in einem Blog-Post mitteilte, habe er vergessen, dass Spiele, die auf Steam einmal auf "kostenlos" gestellt wurden, nie wieder zum Kauf angeboten werden können. Diese Richtlinie soll verhindern, dass Entwickler Spieler durch irreführende Preisgestaltung täuschen oder manipulieren.

Ich hatte geplant, nach dem Update der Online-Unterstützung zu einem bezahlten Plan zu wechseln. Aber ich habe vergessen, dass man, sobald man von bezahlt zu kostenlos wechselt, nie wieder zu bezahlt zurückkehren kann
Shunsuke Miyake, Entwickler von Pico Park

Unerwarteter Erfolg

Das Update hat sich mittlerweile dennoch bezahlt gemacht. Denn während das Spiel seit seinem Steam-Launch 2016 nie mehr als 438 gleichzeitige Spieler hatte, erreichte es im September bereits fast 8000 Spieler und durchbrach diesen Rekord erneut mit 8739 gleichzeitigen Nutzern.

Pico Park hat sich seit seiner ursprünglichen Veröffentlichung zu einer erfolgreichen Serie entwickelt. Das ursprüngliche Spiel wurde 2016 zunächst für PC veröffentlicht und später auf Nintendo Switch, PlayStation und Xbox portiert. Der Durchbruch kam jedoch erst 2021, als das Spiel viral ging und besonders bei Streamern und Content-Erstellern beliebt wurde.

Die Serie umfasst mittlerweile drei Haupttitel: die Classic Edition von 2016, von der hier die Rede ist, das reguläre Pico Park von 2021 und Pico Park 2 von 2024. Jeder Titel bringt neue Mechaniken und Level-Designs mit, behält aber das Kernkonzept des kooperativen Puzzle-Plattformers bei.

Habt ihr schon mal von Steam-Richtlinien gehört, die Entwicklern solche Streiche spielen? Was meint ihr zu diesem kuriosen Fall - Glück oder Pech für den Entwickler?

Zusammenfassung
  • Kooperativer Puzzle-Plattformer Pico Park ist aus Versehen dauerhaft gratis
  • Entwickler Shunsuke Miyake wollte das Spiel nur temporär gratis anbieten
  • Steam-Richtlinie verhinderte Wechsel zurück von kostenlos zu kostenpflichtig
  • Update im September 2024 brachte Online-Multiplayer für bis zu zehn Spieler
  • Spielerzahlen stiegen nach Update von 438 auf über 8700 gleichzeitige Nutzer
  • Die Pico-Park-Serie umfasst mittlerweile drei verschiedene Haupttitel
  • Erfolg kam 2021, als das Spiel bei Streamern und Content-Erstellern viral ging

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