Polizeidrohne für Private:
Automatische Verfolgung von Ladendieben
Die US-Firma Flock Safety vertreibt Drohnentechnologie, die bisher Polizeibehörden zur Verfügung stand, nun auch an Privatkunden. Die Technik soll es beispielsweise ermöglichen, Ladendiebe auf dem Luftweg zu verfolgen.
Die Systeme sind darauf ausgelegt, einem definierten Ziel in der Luft zu folgen und Standorte sowie einen Videostream an den Operator zu übermitteln. Der Polizei hilft dies beispielsweise, einen Verdächtigen zu verfolgen. Aktiviert werden die Drohnen fürs private Geschäft aber nicht wie bei der Polizei durch einen Notruf, sondern beispielsweise durch den Alarm einer Sicherheitsanlage, berichtete das US-Magazin Technology Review.
Keith Kauffman, ehemaliger Polizeichef und heute Leiter des Drohnenprogramms bei Flock, erläuterte, wie das System in der Praxis funktionieren könnte: Ertappe ein Sicherheitsdienst in einem Baumarkt mutmaßliche Diebe, die das Gelände verlassen, könne eine Drohne automatisch gestartet werden. Diese verfolge automatisch zunächst die Personen, später deren Fahrzeug. Das Livebild werde entweder an die firmeneigene Sicherheitszentrale übermittelt und/oder direkt an die Polizei weitergeleitet.
Die Ausweitung auf den privaten Sektor stößt bei Datenschützern auf Kritik. Rebecca Williams von der US-Bürgerrechtsorganisation ACLU warnt vor einer "beängstigenden" Entwicklung. Flock habe sich bereits durch den Einsatz automatischer Kennzeichenerfassungssysteme einen Namen gemacht, Technologien, die auch von Einwanderungsbehörden genutzt wurden. Mit dem Einstieg in den Unternehmensschutz gehe das Unternehmen einen Schritt weiter in Richtung umfassender Überwachung. Williams bezeichnete Flock sogar als das "Meta der Überwachungstechnologie" - wegen der Menge sensibler Daten, die das Unternehmen sammle und auswerte.
Siehe auch:
Schwierige Genehmigungen
Zielgruppen für die Drohnen sind nach Angaben des Unternehmens insbesondere große Einzelhändler, die den zunehmenden Ladendiebstahl eindämmen wollen. Geschäftskunden können die Dockingstationen der Drohnen auf ihrem Firmengelände installieren. Mit einer entsprechenden Ausnahmegenehmigung der US-Luftfahrtbehörde FAA ist es möglich, die Fluggeräte auch außerhalb der direkten Sichtweite zu steuern, meist im Umkreis von mehreren Kilometern.Die Systeme sind darauf ausgelegt, einem definierten Ziel in der Luft zu folgen und Standorte sowie einen Videostream an den Operator zu übermitteln. Der Polizei hilft dies beispielsweise, einen Verdächtigen zu verfolgen. Aktiviert werden die Drohnen fürs private Geschäft aber nicht wie bei der Polizei durch einen Notruf, sondern beispielsweise durch den Alarm einer Sicherheitsanlage, berichtete das US-Magazin Technology Review.
Keith Kauffman, ehemaliger Polizeichef und heute Leiter des Drohnenprogramms bei Flock, erläuterte, wie das System in der Praxis funktionieren könnte: Ertappe ein Sicherheitsdienst in einem Baumarkt mutmaßliche Diebe, die das Gelände verlassen, könne eine Drohne automatisch gestartet werden. Diese verfolge automatisch zunächst die Personen, später deren Fahrzeug. Das Livebild werde entweder an die firmeneigene Sicherheitszentrale übermittelt und/oder direkt an die Polizei weitergeleitet.
"Beängstigende Entwicklung"
Noch gibt es keine Verträge mit großen Einzelhandelsketten. Als bisher einzigen Kunden nannte Flock den kalifornischen Tomatenverarbeiter Morning Star, der Drohnen zum Schutz seiner Lagerstätten einsetzt. Weitere potenzielle Einsatzfelder sieht das Unternehmen auf Krankenhausgeländen, in Logistikzentren sowie in der Öl- und Gasindustrie. Parallel arbeitet die Flugsicherheitsbehörde FAA an neuen Regeln für Flüge außerhalb der Sichtweite. Ob Flocks Pläne langfristig mit diesen Vorschriften vereinbar sind, ist noch offen.Die Ausweitung auf den privaten Sektor stößt bei Datenschützern auf Kritik. Rebecca Williams von der US-Bürgerrechtsorganisation ACLU warnt vor einer "beängstigenden" Entwicklung. Flock habe sich bereits durch den Einsatz automatischer Kennzeichenerfassungssysteme einen Namen gemacht, Technologien, die auch von Einwanderungsbehörden genutzt wurden. Mit dem Einstieg in den Unternehmensschutz gehe das Unternehmen einen Schritt weiter in Richtung umfassender Überwachung. Williams bezeichnete Flock sogar als das "Meta der Überwachungstechnologie" - wegen der Menge sensibler Daten, die das Unternehmen sammle und auswerte.
Zusammenfassung
- US-Firma Flock Safety bietet Drohnen-Tracking nun auch für Privatkunden
- Einzelhändler können Ladendiebe mit autonomen Drohnen verfolgen lassen
- Drohnen starten automatisch bei Alarm und können Personen oder Fahrzeuge tracken
- Einsatz ist dank FAA-Sondergenehmigung auch außerhalb der Sichtweite möglich
- Tomatenverarbeiter Morning Star ist erster kommerzieller Anwender
- Bürgerrechtler warnen vor neuer Dimension privater Überwachungstechnologie
Siehe auch:
Thema:
Videos zum Thema Forschung
- Mova S70 Roller: Mittelklasse-Saugroboter mit starker Ausstattung
- Lernroboter Tale-Bot Pro: Kreativität spart Investition in Zubehör
- PC10 und PC20: Pool-Roboter von Botlife für den Sommer im Vergleich
- Botlife PC10: Einfacher Poolroboter mit Programmbetrieb im Test
- Wybot B1: Kompakter und günstiger Pool-Roboter im Test
LEGO Mindstorms im Preis-Check
Beiträge aus unserem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Samsung Health: App erhält riesiges Update mit vielen neuen Features
- HP bringt limitiertes Ferrari-Notebook - für 5600 Dollar
- Microsoft redet Klartext: Nutzer sollen KI-"süchtig" gemacht werden
- CPU-Nachfrage 'zerstört': Kunden verweigern sich hohen Preisen
- FritzOS 8.24: Frische Beta-Firmware landet auf fünf FritzBox-Routern
- Keine Stargate-Rückkehr: Prime Video streicht die geplante Serie
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen