Ukraine gelingt Schlag gegen seltene russische Be-12-Wasserflugzeuge

Ukrainische Drohnen haben erstmals zwei seltene russische Be-12-Wasserflugzeuge zerstört. Die sowjetischen Amphibienflugzeuge aus den 1960ern sind bis heute im Einsatz und dien(t)en der Aufspürung und Bekämpfung ukrainischer Marinedrohnen.
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Igor Dvurekov/CC BY-SA 3.0

Historischer Erfolg gegen seltene Flugzeuge

Die ukrainische Militäraufklärung hat einen bedeutenden Erfolg gegen russische Luftstreitkräfte vermeldet: Erstmals in der Geschichte wurden zwei russische Be-12 "Tschaika" Amphibienflugzeuge durch Drohnenangriffe zerstört. Die Spezialeinheit "Phantoms" führte den Angriff am 21. September in der besetzten Krim durch und traf dabei auch einen Mi-8-Hubschrauber.

Die Berijew Be-12 "Tschaika" (Möwe) ist ein aus Sowjetzeiten stammendes Turboprop-Amphibienflugzeug aus den 1960ern, das für U-Boot-Abwehr und Seeüberwachung entwickelt wurde. Das Flugzeug absolvierte seinen Erstflug am 18. Oktober 1960, insgesamt wurden 143 Exemplare in sechs verschiedenen Varianten gebaut. Mit einer Spannweite von rund 30 Metern und einer Länge von gut 22 Metern erreicht die Be-12 eine Höchstgeschwindigkeit von 550 km/h.

Ukraines Verteidigungsministerium zeigt die Zerstörung der Be-12

Jagd auf ukrainische Marinedrohnen

Russland setzte diese Flugzeuge zur Jagd auf ukrainische Marinedrohnen ein. Die veralteten, aber noch funktionsfähigen Maschinen sollten die Annäherung ukrainischer Sprengstoffdrohnen an russische Marineziele im Schwarzen Meer frühzeitig erkennen. Laut Defense Blog waren die Be-12 mit ihrer Radarausrüstung in der Bugsektion und magnetischen Anomaliedetektoren im Heck für diese Aufgabe bestens geeignet.

Der Angriff ist auch so besonders, weil die zerstörten Flugzeuge eben so selten waren. Nach Angaben der russischen Marineluftwaffe waren noch neun Be-12 bei der Schwarzmeerflotte im Einsatz. Diese Maschinen werden seit Jahrzehnten nicht mehr produziert und sind in ihrer speziellen Form auch praktisch unersetzlich. Der Verlust von zwei Exemplaren reduziert die ohnehin kleine Flotte erheblich.

Der Angriff ist Teil einer Serie ukrainischer Drohnenattacken auf russische Luftwaffenstützpunkte auf der Krim. Bereits einen Tag zuvor hatte dieselbe Einheit drei weitere Mi-8-Hubschrauber und ein Nebo-U-Radar zerstört.

Zusammenfassung
  • Ukrainische Drohnen zerstörten erstmals zwei seltene Be-12-Flugboote
  • Die sowjetischen Amphibienflugzeuge wurden zur Ortung von Marinedrohnen genutzt
  • Die Spezialeinheit 'Phantoms' führte den Angriff am 21. September auf der Krim durch
  • Von ursprünglich neun Be-12-Flugzeugen bei der Schwarzmeerflotte fehlen nun zwei
  • Die seltenen Flugzeuge aus den 1960er Jahren sind praktisch unersetzbar
  • Der Angriff ist Teil einer Serie von Drohnenattacken auf russische Stützpunkte
  • Auch mehrere Mi-8-Hubschrauber und ein Nebo-U-Radar wurden zerstört

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