Ukraine zerstört von russischem Militär genutztes Radioteleskop
Ukrainische Spezialkräfte zerstörten ein riesiges Radioteleskop auf der Krim, das Russland zur Steuerung seines Glonass-Navigationssystems nutzte. Der Angriff traf eine einzigartige, aus Sowjetzeiten stammende Anlage im Wert von 150 Millionen Dollar.
Das gewaltige Bauwerk mit seinem 70 Meter großen Parabolspiegel und einem Gewicht von 5000 Tonnen wurde ursprünglich in den 1970er Jahren für die sowjetische Raumfahrt errichtet. Die Anlage diente damals der Kommunikation mit Mars- und Venus-Missionen sowie der Erforschung von Quasaren und Asteroiden. Wie die ukrainische Nachrichtenagentur Unian berichtet (via Space), investierte Russland nach der Annexion der Krim erhebliche Summen in die Modernisierung der Anlage - allerdings nur, um das Radioteleskop militärisch nutzen zu können.
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Die Hauptaufgabe des umgerüsteten Teleskops bestand in der Steuerung und Überwachung der Glonass-Satellitenkonstellation, Russlands Antwort auf das amerikanische GPS. Russische Offiziere gaben an, dass die Nutzung des RT-70 die Genauigkeit von Glonass um etwa 30 Prozent verbesserte. Das System sammelte Daten von den Satelliten, glich sie mit Informationen aus anderen Regionen ab und korrigierte Koordinaten und Genauigkeit.
Der ukrainische Drohnenangriff zielte präzise auf das Herzstück der Anlage - den 200-Kilowatt-Radioempfänger mit seinen Verstärkern und Klystrons. Diese Komponenten werden nicht in Serie produziert, sondern sind Einzelanfertigungen. Bereits 2011 mussten bei einer Reparatur neue Klystrons nach jahrzehntealten Bauplänen praktisch von Grund auf neu hergestellt werden. Der Schaden dürfte sich auf etwa 150 Millionen Dollar (etwa 127 Millionen Euro) belaufen.
Die technische Komplexität der Anlage macht eine schnelle Reparatur nahezu unmöglich. Das RT-70 gehörte zu einer Serie von nur vier derartigen Teleskopen, die in der Sowjetunion gebaut wurden. Die anderen befinden sich in Usbekistan, Russland und waren ursprünglich für das sowjetische Deep Space Network konzipiert. Das Jewpatorija-Teleskop war das einzige, das vollständig für militärische Zwecke umgerüstet wurde.
Der Verlust dieser einzigartigen sowjetischen Technologie dürfte für Russland nur schwer zu verkraften sein. Was denkt ihr über die strategische Bedeutung solcher Angriffe auf die militärische Infrastruktur?
Siehe auch:
Präzisionsangriff auf militärische Infrastruktur
Die ukrainische Spezialeinheit "Geister" (Prymary) des Militärgeheimdienstes GUR hat vor Kurzem einen gezielten Angriff auf mehrere strategisch wichtige russische Anlagen auf der besetzten Krim durchgeführt. Besonders spektakulär war dabei die Zerstörung des RT-70-Radioteleskops in Jewpatorija, einer der größten Antennenanlagen der Welt.Das gewaltige Bauwerk mit seinem 70 Meter großen Parabolspiegel und einem Gewicht von 5000 Tonnen wurde ursprünglich in den 1970er Jahren für die sowjetische Raumfahrt errichtet. Die Anlage diente damals der Kommunikation mit Mars- und Venus-Missionen sowie der Erforschung von Quasaren und Asteroiden. Wie die ukrainische Nachrichtenagentur Unian berichtet (via Space), investierte Russland nach der Annexion der Krim erhebliche Summen in die Modernisierung der Anlage - allerdings nur, um das Radioteleskop militärisch nutzen zu können.
Vom Forschungsinstrument zur Militäranlage
In den 2000er Jahren wurde das Teleskop sogar für Versuche zur Kontaktaufnahme mit außerirdischen Zivilisationen genutzt - über 20 Botschaften wurden ins All gesendet. Diese friedliche Nutzung endete jedoch abrupt nach der russischen Annexion der Krim 2014. Moskau wandelte das wissenschaftliche Zentrum in eine militärische Einrichtung um und machte das RT-70 zum Herzstück des 40. Kommando- und Messkomplexes der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte.
Auf YouTube ansehenDie Hauptaufgabe des umgerüsteten Teleskops bestand in der Steuerung und Überwachung der Glonass-Satellitenkonstellation, Russlands Antwort auf das amerikanische GPS. Russische Offiziere gaben an, dass die Nutzung des RT-70 die Genauigkeit von Glonass um etwa 30 Prozent verbesserte. Das System sammelte Daten von den Satelliten, glich sie mit Informationen aus anderen Regionen ab und korrigierte Koordinaten und Genauigkeit.
Der ukrainische Drohnenangriff zielte präzise auf das Herzstück der Anlage - den 200-Kilowatt-Radioempfänger mit seinen Verstärkern und Klystrons. Diese Komponenten werden nicht in Serie produziert, sondern sind Einzelanfertigungen. Bereits 2011 mussten bei einer Reparatur neue Klystrons nach jahrzehntealten Bauplänen praktisch von Grund auf neu hergestellt werden. Der Schaden dürfte sich auf etwa 150 Millionen Dollar (etwa 127 Millionen Euro) belaufen.
Die technische Komplexität der Anlage macht eine schnelle Reparatur nahezu unmöglich. Das RT-70 gehörte zu einer Serie von nur vier derartigen Teleskopen, die in der Sowjetunion gebaut wurden. Die anderen befinden sich in Usbekistan, Russland und waren ursprünglich für das sowjetische Deep Space Network konzipiert. Das Jewpatorija-Teleskop war das einzige, das vollständig für militärische Zwecke umgerüstet wurde.
Der Verlust dieser einzigartigen sowjetischen Technologie dürfte für Russland nur schwer zu verkraften sein. Was denkt ihr über die strategische Bedeutung solcher Angriffe auf die militärische Infrastruktur?
Zusammenfassung
- Ukrainische Einheit zerstört sowjetisches Radioteleskop auf der Krim
- Das RT-70 mit 70-Meter-Parabolspiegel wog imposante 5000 Tonnen
- Nach der Krim-Annexion wandelte Russland die Anlage militärisch um
- Teleskop verbesserte die Genauigkeit des russischen GPS-Äquivalents Glonass
- Gezielter Angriff traf einzigartige Komponenten im Wert von 150 Millionen $
- Reparatur des komplexen sowjetischen Hightech-Geräts nahezu unmöglich
Siehe auch:
- Autonome Angriffs-Entscheidung: Ukraine setzt erstmals auf KI-Drohnen
- Sojus-5: Russland will endlich von Ukraine unabhängig werden
- Ukraine jagt russische Drohnen - mit Schrotflinten aus offenen Cockpits
- Drohnenjagd: Ukraine stattet Landwirtschaftsflieger mit Raketen aus
- Ukraine klaut Daten zu Russlands Super-U-Boot - findet Schwachstellen
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