Apple MacBook Pro bekommt demnächst endlich Touchscreen-Display

Apple plant laut gleich mehreren zuverlässigen Insidern für Ende 2026 ein MacBook Pro mit Touchscreen. Die zumindest kolportierte Kehrtwende erfolgt nach Jahren des Widerstands gegen berührungs­empfindliche Displays bei Macs.
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MacBook Pro bekommt Touchscreen-Display

Apple arbeitet an einem MacBook Pro mit berührungsempfindlichem OLED-Display, das Ende 2026 oder Anfang 2027 auf den Markt kommen soll. Sollte sich das bewahrheiten, dann wäre das eine bedeutende Strategieänderung des Herstellers aus dem kalifornischen Cupertino. Denn Apple hat sich über ein Jahrzehnt kategorisch gegen Touch-Eingaben bei Mac-Computern gestellt. Das neue Gerät würde weiterhin mit MacOS laufen und das traditionelle Laptop-Design mit Tastatur und Trackpad beibehalten.

Die ursprünglichen Pläne sahen einen Launch für Ende 2025 vor, wurden jedoch um etwa ein Jahr nach hinten verschoben. Diese Verzögerung deutet darauf hin, dass Apple noch technische Herausforderungen bei der Integration der Touch-Technologie in das MacBook-Design lösen muss. Das Unternehmen will offenbar sicherstellen, dass die neue Funktionalität nahtlos in das bestehende Nutzererlebnis integriert wird.

Diese Informationen stammen vom renommierten Apple-Insider Mark Gurman von Bloomberg, der bereits im Januar 2023 erstmals über entsprechende Pläne berichtete. In seinem aktuellen "Power on"-Newsletter bestätigte Gurman die Entwicklungsarbeiten und präzisierte den erwarteten Zeitrahmen für die Markteinführung. Dem waren Informationen von Analyst Ming-Chi Kuo zuvorgegangen. Auch dieser bestätigte die Arbeiten am Touch-MacBook.


Jahrzehntelanger Widerstand gegen Touch

Apples Haltung gegen Touchscreens bei Laptops geht auf den verstorbenen Firmengründer Steve Jobs zurück, der berührungsempfindliche Displays bei Computern als "ergonomisch schrecklich" bezeichnete. Jobs argumentierte, dass das ständige Heben der Arme zum Bildschirm zu schneller Ermüdung führe und damit unpraktisch sei. Diese philosophische Grundhaltung prägte Apple über viele Jahre hinweg.

Tim Cook verstärkte diese Linie 2012 mit seinem berühmten Vergleich über die Verschmelzung von Toaster und Kühlschrank - eine Metapher für die vermeintlich unsinnige Kombination verschiedener Gerätekategorien. Neben ergonomischen Bedenken spielten auch geschäftliche Überlegungen eine Rolle: Apple befürchtete, das milliardenschwere iPad-Geschäft zu kannibalisieren, wenn MacBooks plötzlich ähnliche Touch-Funktionen böten.

Apple setzte stattdessen auf alternative Ansätze wie die Touch Bar beim MacBook Pro, die jedoch nie die erhoffte Akzeptanz bei Nutzern fand und mittlerweile wieder eingestellt wurde. Auch die Integration von iPad-Apps auf Mac-Computern mit Apple Silicon sollte die Lücke zwischen beiden Gerätekategorien schließen, ohne direkte Touch-Eingaben zu ermöglichen.

Marktdruck und veränderte Erwartungen

Die Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen fünf Jahren jedoch grundlegend gewandelt. Touchscreens sind mittlerweile Standard bei Windows-Laptops verschiedener Preisklassen, von günstigen Convertibles bis hin zu Premium-Geräten wie Microsofts Surface-Serie.

Gleichzeitig stagnieren die iPad-Verkäufe trotz großer Überarbeitungen wie beim neuen iPad Pro mit M4-Chip und OLED-Display. Die Tablet-Sparte konnte nicht die erhofften Wachstumsraten erzielen, während Mac-Verkäufe dank der erfolgreichen Apple Silicon-Prozessoren und Betriebssystem-Verbesserungen deutlich gestiegen sind. Diese Entwicklung reduziert Apples Sorge vor Kannibalisierung zwischen den Produktlinien.

Sollte sich die Touchscreen-Technologie beim MacBook Pro bewähren, plant Apple laut den Berichten, diese auch auf andere Mac-Modelle auszuweiten. Das MacBook Air könnte als Nächstes folgen, gefolgt von Desktop-Modellen wie dem iMac - hier scheint eine Implementierung dennoch unwahrscheinlich, auch unter Berücksichtigung der Argumentation von Steve Jobs.

Langfristig sollen sich Mac und iPad hauptsächlich durch Hybridfähigkeiten, Prozessorleistung und Akkulaufzeit unterscheiden, während beide Gerätekategorien Touch-Eingaben unterstützen. Eine vollständige Verschmelzung der Produktlinien ist jedoch nicht geplant - Apple will weiterhin zwischen professionellen Desktop-Computern und mobilen Tablets differenzieren.

Was haltet ihr von Apples Plänen für Touchscreen-MacBooks? Seht ihr darin einen sinnvollen Fortschritt oder eine unnötige Komplikation? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns. Siehe auch:
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