Hölle friert zu: Erstes Touch-MacBook existiert - nur nicht von Apple

Was passiert, wenn man ein MacBook Air und ein iPad Pro mit­ei­nan­der verschmilzt? Ein chinesischer Modder zeigt mit seinem iPadBook, wie sein Touchscreen-Mac und Hybrid-Gerät funktioniert - und wa­rum Apple davon lernen könnte.
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Chinesischer Modder erschafft das iPadBook

Der chinesische YouTuber Shu Chan hat mit seinem iPadBook eine laut Apple-Fans "technische Meisterleistung" vollbracht. Das Projekt kombiniert ein M1 MacBook Air mit einem M4 iPad Pro zu einem funktionsfähigen Hybrid-Gerät, das sowohl als Touchscreen-MacBook als auch als eigenständiges Tablet fungiert. Die Idee entstand aus der Frustration heraus, dass Apple trotz jahrelanger Nachfrage keine Touchscreen-MacBooks anbietet.

Das Konzept ist dabei nicht völlig neu: Bereits vor Jahren experimentierten Entwickler mit ähnlichen Ansätzen, allerdings ohne die Funktionalität von Shu Chans Lösung. Das iPadBook stellt eine deutliche Weiterentwicklung dar und zeigt, was mit moderner Hardware und kreativer Ingenieurskunst möglich ist.

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Clevere Technik hinter dem MagBaka-System

Das Herzstück der Konstruktion ist ein selbst entwickeltes magnetisches Dock­sys­tem namens "MagBaka", das zwölf Magnete verwendet, um das iPad sicher mit der MacBook-Basis zu verbinden. Die Umsetzung erforderte über ein Dutzend 3D-Druck-Versuche mit einem Bambu Lab H2D-Drucker, dessen großer Bauraum es ermöglichte, das Gehäuse für das 13-Zoll-iPad Pro in einem Stück zu drucken.

Wenn das iPad angedockt ist, verbindet es sich über eine kabelgebundene Sidecar-Verbindung mit dem MacBook Air. Sidecar ist Apples Feature, das normalerweise ein iPad als zweiten Bildschirm für einen Mac nutzt. Da das MacBook Air jedoch keinen eingebauten Bildschirm mehr besitzt, wird das iPad zum einzigen aktiven Display für macOS. Die Verbindung erfolgt über einen USB-C-Anschluss, der sowohl Daten als auch Strom überträgt.

Vollwertige Desktop-Funktionalität

Das System ermöglicht die Nutzung vollwertiger Desktop-Anwendungen wie Final Cut Pro, Photoshop und Microsoft Office direkt auf dem iPad-Bildschirm. Sowohl Touch-Eingaben als auch der Apple Pencil funktionieren vollständig, wodurch das Gerät für kreative Arbeiten interessant wird. Die Kombination aus macOS-Software und Touch-Bedienung eröffnet neue Workflows, die weder ein reines MacBook noch ein iPad allein bieten können.

Wenn das iPad vom Dock getrennt wird, arbeitet es als eigenständiges M4-betriebenes Tablet mit iPadOS. Shu Chan entwickelte zudem einen benutzerdefinierten macOS-Shortcut, der es ermöglicht, Tastatur und Trackpad des MacBooks auch mit dem iPad zu verwenden - eine Funktion, die über Bluetooth realisiert wird.


Technische Herausforderungen und Zukunftspläne

Die größte Herausforderung lag in der präzisen Ausrichtung der Magnete und der stabilen Datenverbindung. Shu Chan musste das ursprüngliche MacBook Air komplett zerlegen und das Mainboard in ein neues, selbst designtes Gehäuse einbauen. Dabei blieben alle ursprünglichen Anschlüsse und die Tastatur funktionsfähig. Die Kühlung des M1-Chips erfolgt über ein angepasstes Lüftersystem, das trotz des kompakteren Designs ausreichend Leistung bietet.

Der YouTuber plant bereits Verbesserungen, darunter eine interne Kabelführung für eine sauberere Sidecar-Verbindung und Experimente mit Retro-Gehäusen wie einem iBook G3. Laut Notebookcheck deutete Shu Chan an, dass ein zukünftiger Umbau mit einem M4 Max MacBook Pro-Board das iPadBook zu einer deutlich leistungsstärkeren Maschine machen könnte. Auch eine drahtlose Verbindung zwischen den Komponenten steht auf der Wunschliste.

Apples offizielle Haltung

Apple selbst hat bisher wenig Interesse daran gezeigt, iPadOS und macOS zu verschmelzen oder Touch-Funktionalität in MacBooks zu integrieren. Das iPad­Book zeigt jedoch, was technisch möglich wäre, wenn Apple offizielle Touch­screen-Mac­Books entwickeln würde. Die Community-Reaktionen auf Shu Chans Projekt sind überwiegend positiv und verstärken den Ruf nach offiziellen Lösungen.

Was haltet ihr von diesem kreativen Ansatz? Wäre ein offizielles Touchscreen-MacBook von Apple für euch interessant?

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Zusammenfassung
  • Chinesischer YouTuber kombiniert M1 MacBook Air mit M4 iPad Pro
  • Selbst entwickeltes magnetisches Docksystem mit zwölf Magneten im Einsatz
  • Kabelgebundene Sidecar-Verbindung macht iPad zum Hauptbildschirm des Mac
  • Touch-Eingaben und Apple Pencil funktionieren mit macOS-Anwendungen
  • MacBook-Komponenten wurden in selbst designtes Gehäuse transplantiert
  • Gerät funktioniert getrennt als normales iPad mit iPadOS
  • Das Projekt zeigt technische Möglichkeiten, die Apple bisher nicht umgesetzt hat

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