Nicht länger nur ein Nvidia-Problem:
Erste AMD-GPU schmilzt Stecker
Erstmals meldet ein AMD-Nutzer einen geschmolzenen 12VHPWR-Stecker bei einer Radeon RX 9070 XT. Bisher traten solche Probleme hauptsächlich bei Nvidia-Karten auf. Der Vorfall zeigt einmal mehr, dass das Stecker-Design grundlegende Schwächen aufweist.
Nutzer Savings_Opportunity3 schreibt in einem Beitrag auf Reddit (via VideoCardz) von seiner ASRock Taichi OC RX 9070 XT, die auf mitgelieferten Bildern deutliche Schmelzspuren am verwendeten 3x8-Pin-zu-12VHPWR-Adapter zeigt. Der Nutzer berichtet, dass bereits vor einem Monat erste Verfärbungen am Stecker aufgefallen waren. Die Grafikkarte selbst blieb funktionsfähig, jedoch zeigte ein Pin schon damals Verfärbungen im Vergleich zu den anderen.
Native ATX-3.1-Netzteile mit direkten 12VHPWR-Kabeln gelten als deutlich sicherere Alternative. Diese verfügen über eine gleichmäßigere Stromverteilung und bessere Wärmeableitung. Viele Nutzer greifen jedoch noch zu Adaptern, da sie ihre bestehenden ATX-2.x-Netzteile weiter verwenden möchten.
Die beschädigten Pins des Steckers sind deutlich zu erkennen
Ein weiterer Faktor ist die physische Konstruktion des Steckers. Die Pins sind relativ dünn und eng beieinander angeordnet, was die Wärmeableitung erschwert. Wenn ein Pin mehr Strom führt als vorgesehen, kann er schnell überhitzen und das umgebende Kunststoffmaterial zum Schmelzen bringen.
Wer eine Grafikkarte mit 12VHPWR-Anschluss besitzt, sollte auf ATX-3.1-Netzteile mit nativen 12VHPWR-Kabeln setzen und Adapter möglichst vermeiden, um das Risiko von Schäden zu verringern. Wichtig ist in jedem Fall das vollständige Einstecken des Steckers. Der AMD-Fall zeigt jetzt allerdings, dass das Problem herstellerunabhängig bei allen Karten mit diesem Steckertyp auftreten kann.
Habt ihr bereits schlechte Erfahrungen mit 12VHPWR-Steckern gemacht? Teilt eure Meinungen zu Adaptern versus nativen Kabeln in den Kommentaren!
Siehe auch:
Erstes AMD-Opfer des 12VHPWR-Problems
Geschmolzene Stecker sind nichts Neues in der Grafikkarten-Welt. Schon seit Jahren gibt es bei Nvidia-Karten wie der RTX 4090 Probleme damit. Seit diesen Vorfällen wurden die Konnektoren zwar weiterentwickelt, doch auch der neue 12V-2x6-Stecker schmilzt bei den aktuellen Blackwell-GPUs wie der RTX 5090 immer wieder - selbst unter Verwendung der Original-Kabel. Jetzt tritt das Problem erstmals auch bei einer AMD-Radeon-Karte auf.Nutzer Savings_Opportunity3 schreibt in einem Beitrag auf Reddit (via VideoCardz) von seiner ASRock Taichi OC RX 9070 XT, die auf mitgelieferten Bildern deutliche Schmelzspuren am verwendeten 3x8-Pin-zu-12VHPWR-Adapter zeigt. Der Nutzer berichtet, dass bereits vor einem Monat erste Verfärbungen am Stecker aufgefallen waren. Die Grafikkarte selbst blieb funktionsfähig, jedoch zeigte ein Pin schon damals Verfärbungen im Vergleich zu den anderen.
Adapter als kritische Schwachstelle
Das Schmelzen ereignete sich am Adapter, nicht an der Grafikkarte selbst. Die Nutzung des Adapters identifizierten andere Reddit-Nutzer schnell als die Ursache für das Problem. 8-Pin-zu-12VHPWR-Adapter müssen den gesamten Strom von bis zu drei 8-Pin-Anschlüssen auf die zwölf Pins des 12VHPWR-Steckers verteilen. Das ist eine komplexe Aufgabe, die bei minderwertigen Adaptern zu Hotspots führen kann.Native ATX-3.1-Netzteile mit direkten 12VHPWR-Kabeln gelten als deutlich sicherere Alternative. Diese verfügen über eine gleichmäßigere Stromverteilung und bessere Wärmeableitung. Viele Nutzer greifen jedoch noch zu Adaptern, da sie ihre bestehenden ATX-2.x-Netzteile weiter verwenden möchten.
Die beschädigten Pins des Steckers sind deutlich zu erkennen
Konstruktionsproblem trotz geringerer Leistung
Die AMD RX 9070 XT verbraucht mit 304 bis 340 Watt allerdings deutlich weniger Strom als Nvidias RTX 4090 oder 5090, die 450 bis 575 Watt ziehen. Dennoch kam es zum Schmelzen. Obwohl im vorliegenden Fall ein 700-Watt-Netzteil von Hersteller Kolink verwendet wurde, das unterhalb der von ASRock empfohlenen 850 Watt liegt, sehen Experten das Problem nicht primär beim Nutzer, sondern im 12VHPWR-Design selbst. Die Toleranzen sind offenbar so gering, dass bereits kleine Abweichungen bei der Stromverteilung zu kritischen Temperaturen führen können.Ein weiterer Faktor ist die physische Konstruktion des Steckers. Die Pins sind relativ dünn und eng beieinander angeordnet, was die Wärmeableitung erschwert. Wenn ein Pin mehr Strom führt als vorgesehen, kann er schnell überhitzen und das umgebende Kunststoffmaterial zum Schmelzen bringen.
Probleme seit Jahren
Bei Nvidia führten ähnliche Probleme bereits zu Sammelklagen und zur Entwicklung des verbesserten 12V-2x6-Standards. Der neue Standard verkürzt die Sensor-Pins und verweigert die Stromzufuhr bei nicht korrekt angeschlossenen Steckern. Zusätzlich wurden die mechanischen Toleranzen verbessert und die Steckerkraft reduziert. Dass diese Änderungen jedoch nicht wirklich helfen und auch das neue Design immer noch grundlegende Fehler aufweist, hat sich mittlerweile jedoch durch neue Vorfälle geschmolzener Anschlüsse gezeigt.Wer eine Grafikkarte mit 12VHPWR-Anschluss besitzt, sollte auf ATX-3.1-Netzteile mit nativen 12VHPWR-Kabeln setzen und Adapter möglichst vermeiden, um das Risiko von Schäden zu verringern. Wichtig ist in jedem Fall das vollständige Einstecken des Steckers. Der AMD-Fall zeigt jetzt allerdings, dass das Problem herstellerunabhängig bei allen Karten mit diesem Steckertyp auftreten kann.
Habt ihr bereits schlechte Erfahrungen mit 12VHPWR-Steckern gemacht? Teilt eure Meinungen zu Adaptern versus nativen Kabeln in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Erstmals geschmolzener 12VHPWR-Stecker bei AMD-Grafikkarte RX 9070 XT
- Problem trat am 3x8-Pin-zu-12VHPWR-Adapter mit erkennbaren Schmelzspuren auf
- Ungleiche Stromverteilung in Adaptern kann zu gefährlichen Hotspots führen
- Native ATX-3.1-Netzteile mit direkten 12VHPWR-Kabeln gelten als sicherere Option
- Trotz geringerem Stromverbrauch als Nvidia-Karten kam es zum Schmelzvorgang
- Experten sehen grundlegende Fehler im Steckerdesign
Siehe auch:
- AMD leakt Source-Code: FSR 4 für alte Radeon-Grafikkarten in Aussicht
- Neue Radeon-GPU: AMD veröffentlicht Grafikkarte für 'advanced gaming'
- Gigantischer Cache: AMD arbeitet angeblich an neuartiger X3D-CPU
- Zurück im Spiel: AMD soll an neuer High-End-GPU für 2027 arbeiten
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