Gigantischer Cache: AMD arbeitet angeblich an neuartiger X3D-CPU

AMD arbeitet Berichten zufolge an einem neuen Ryzen-Prozessor mit revolutionärer Dual-X3D-Technologie. Erstmals soll 3D-V-Cache auf beiden CCDs verbaut werden. Das dürfte unter anderem die Gaming-Performance der CPU massiv steigern.
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AMD plant wohl Cache-Revolution

AMD feiert mit seinen CPUs momentan große Erfolge. So sind die eigenen Marktanteile auf einem Allzeithoch. Vor allem die X3D-Prozessoren, allen voran der Ryzen 7 9800X3D, sind sehr beliebt. Das zeigte zuletzt auch die aktuelle Steam-Statistik. Doch der Hersteller ruht sich nicht auf den Lorbeeren aus und bereitet offenbar einen neuen Ryzen-Prozessor vor, der einen gewaltigen Boost für Gaming liefern dürfte.

So plant AMD angeblich erstmals eine CPU mit 3D V-Cache auf beiden Core Complex Dies (CCDs). Das vermeintliche 16-Kern-Modell mit 200 Watt TDP soll dabei über gigantische 192 MB L3-Cache verfügen. Das wären 64 MB mehr als beim aktuellen Ryzen 9 9950X3D.


Bisher verwendete AMD bei 16-Kern-Prozessoren nur einen CCD mit 3D-V-Cache. Das neue Design würde diesen Kompromiss eliminieren. Die asymmetrische Konfiguration führte in der Vergangenheit zu Herausforderungen bei der Thread-Verteilung, da das Betriebssystem entscheiden musste, welche Anwendungen von der Cache-reichen CCD profitieren sollten.

Sinneswandel bei AMD?

AMD hatte bereits früher erklärt, dass es keine technischen Hindernisse für Dual-X3D-Prozessoren gebe. Dennoch wären solche CPUs aber "zu teuer für die gebotene Leistung" und "Spiele würden nicht von einem solchen Chip profitieren". Diese Einschätzung scheint sich jetzt geändert zu haben.

Die 3D-V-Cache-Technologie basiert auf einer innovativen Stapeltechnik, bei der zusätzliche Cache-Schichten direkt über den CPU-Kernen platziert werden. Diese Technologie ermöglicht es, den L3-Cache von standardmäßig 32 MB pro CCD auf 96 MB zu erweitern. Ein Cache, der dreimal so viele Daten speichern kann, könnte die Systemeffizienz entsprechend steigern. AMD Ryzen 7 9800X3D: Das Innere der CPUSo sieht ein X3D-Prozessor von Innen aus

Bessere Gaming-Performance

Mehr Cache bedeutet generell bessere Leistung, besonders bei Anwendungen, die kontinuierlich Daten von der CPU abrufen. Das trifft speziell auf Gaming zu. Spiele können durch schnelleren Cache-Zugriff erhebliche Performance-Verbesserungen erzielen. CPUs mit 3D-V-Cache können Spiel-Elemente direkt im Cache speichern, wodurch diese deutlich schneller zugänglich werden.

Besonders Cache-sensitive Spiele wie "Counter-Strike 2", "Cyberpunk 2077" oder der "Microsoft Flight Simulator" profitieren überproportional von zusätzlichen Kapazitäten. Doch auch in einem anderen Bereich könnte mehr Cache großen Einfluss auf die Leistung haben.

KI als Treiber der Entwicklung

Die wachsende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz und speicherhungrigen Sprachmodellen macht Prozessoren mit größerem Cache zunehmend wirtschaftlich interessant. Anwendungsfelder wie lokale KI-Inferenz, Datenanalyse und Content-Creation könnten den höheren Produktionsaufwand und die zusätzlichen Kosten rechtfertigen.

Allerdings bleibt abzuwarten, ob AMD die Produktionskosten für Dual-X3D-Prozessoren in einem akzeptablen Rahmen halten kann. Die komplexe Fertigung der gestapelten Cache-Strukturen erfordert höchste Präzision und könnte sich in entsprechend hohen Verkaufspreisen niederschlagen. Kunden wären sicherlich bereit, mehr für einen entsprechenden Leistungs-Boost zu zahlen. Allzu teuer dürfen die CPUs aber trotzdem nicht werden.

Was haltet ihr von AMDs möglichem Cache-Monster? Würdet ihr für 192 MB L3-Cache tiefer in die Tasche greifen, oder seht ihr andere Bereiche, in denen AMD investieren sollte?
Zusammenfassung
  • AMD arbeitet wohl an einer neuen Ryzen-CPU mit 3D-V-Cache auf beiden CCDs
  • Neuer Prozessor soll mit 192 MB L3-Cache und 16 Kernen ausgestattet sein
  • Bisherige 16-Kern-CPUs verwendeten nur einen CCD mit 3D-V-Cache-Technik
  • Zusätzlicher Cache verspricht deutliche Leistungssteigerungen bei Spielen
  • Auch lokale KI-Anwendungen könnten vom größeren Cache stark profitieren
  • Herausforderung bleibt die Kostenkontrolle bei der komplexen Fertigung

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