Trump-Regierung: Geld für Chip-Produktion nur gegen Staatsbeteiligung
In der US-Regierung unter Trump schmiedet man offenbar Pläne, in deren Rahmen man von großen Chipherstellern Beteiligungen an ihren Unternehmen fordert, wenn die Firmen staatliche Gelder erhalten wollen. Geld soll es demnach nur noch gegen Anteile geben.
Die Idee geht auf einen ähnlichen Ansatz zurück, bei dem die US-Regierung über eine staatlichen Fonds bis zu 10 Prozent der Anteile von Intel beanspruchen will, wenn man dem US-Chipgiganten in dessen aktuell andauernder Krise unter die Arme greift. Lutnicks Idee sieht vor, die Gelder aus dem noch unter Trumps Vorgänger Joe Biden entwickelten Förderprogramm CHIPS nur dann bereitzustellen, wenn die US-Regierung im Gegenzug Aktienanteile der Firmen erhält, die das Geld bekommen sollen.
Als weitere Empfänger von Geldern aus dem CHIPS-Act kommen unter anderem der weltweit größte Vertragsfertiger für Halbleiterprodukte TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) und der koreanische Elektronikriese Samsung infrage. TSMC baut derzeit neue Werke im US-Bundesstaat Arizona, während Samsung seine bestehende Fertigung in Texas weiter ausbauen will.
Die Firmen haben jeweils bereits Zusagen in Milliardenhöhe als Förderung für den Bau ihrer US-Werke erhalten. Der CHIPS Act hat aktuell ein Volumen von insgesamt 52,7 Milliarden US-Dollar, von denen bisher jeweils Zusagen in Höhe von 4,75 Milliarden an Samsung, 6,2 Milliarden an Micron und 6,6 Milliarden an TSMC erfolgt sind.
Bei TSMC wollte man sich zu dem Thema nicht äußern. Von der taiwanischen Regierung war aber bereits zu hören, dass man entsprechende Wünsche der US-Regierung zunächst prüfen müsse und sich eine Entscheidung dazu vorbehält. Das Land Taiwan ist TSMCs größter Anteilseigner. Im Fall von Intel sollen die Gespräche über den Erwerb von Anteilen in Höhe von 10 Prozent durch die US-Regierung bereits weit vorangeschritten sein.
Siehe auch:
Handelsminister Lutnick will Konzept ausbauen
Laut eines Berichts der Nachrichtenagentur Reuters, der sich auf mehrere Quellen aus dem Umfeld der seit Januar aktiven neuen US-Regierung unter Donald Trump stützt, diskutiert Handelsminister Howard Lutnick derzeit die Möglichkeit, Anteile von Chipherstellern zu verlangen, wenn diese Gelder aus dem sogenannten "CHIPS Act" für den Bau von Chipwerken in den USA erhalten wollen.Die Idee geht auf einen ähnlichen Ansatz zurück, bei dem die US-Regierung über eine staatlichen Fonds bis zu 10 Prozent der Anteile von Intel beanspruchen will, wenn man dem US-Chipgiganten in dessen aktuell andauernder Krise unter die Arme greift. Lutnicks Idee sieht vor, die Gelder aus dem noch unter Trumps Vorgänger Joe Biden entwickelten Förderprogramm CHIPS nur dann bereitzustellen, wenn die US-Regierung im Gegenzug Aktienanteile der Firmen erhält, die das Geld bekommen sollen.
Bidens CHIPS-Act bietet über 50 Mrd. Dollar für US-Chips
Der Großteil der Gelder aus dem CHIPS-Act wurde bislang nicht verteilt. Aktuell geht man davon aus, dass das Vorhaben von Lutnick allen voran den US-Speicherhersteller Micron betreffen würde. Dieser beabsichtigt, mit staatlichen Geldern seine Produktion in den USA stark auszubauen und plant dabei auch den Bau neuer Produktionsstätten.Als weitere Empfänger von Geldern aus dem CHIPS-Act kommen unter anderem der weltweit größte Vertragsfertiger für Halbleiterprodukte TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) und der koreanische Elektronikriese Samsung infrage. TSMC baut derzeit neue Werke im US-Bundesstaat Arizona, während Samsung seine bestehende Fertigung in Texas weiter ausbauen will.
Die Firmen haben jeweils bereits Zusagen in Milliardenhöhe als Förderung für den Bau ihrer US-Werke erhalten. Der CHIPS Act hat aktuell ein Volumen von insgesamt 52,7 Milliarden US-Dollar, von denen bisher jeweils Zusagen in Höhe von 4,75 Milliarden an Samsung, 6,2 Milliarden an Micron und 6,6 Milliarden an TSMC erfolgt sind.
Bei TSMC wollte man sich zu dem Thema nicht äußern. Von der taiwanischen Regierung war aber bereits zu hören, dass man entsprechende Wünsche der US-Regierung zunächst prüfen müsse und sich eine Entscheidung dazu vorbehält. Das Land Taiwan ist TSMCs größter Anteilseigner. Im Fall von Intel sollen die Gespräche über den Erwerb von Anteilen in Höhe von 10 Prozent durch die US-Regierung bereits weit vorangeschritten sein.
Zusammenfassung
- Trump-Regierung fordert Unternehmensanteile für CHIPS-Act-Förderung
- Handelsminister Lutnick plant Aktienanteile gegen staatliche Gelder
- Bisher wurden von 52,7 Milliarden US-Dollar nur Teile zugesagt
- Micron, TSMC und Samsung sind Hauptempfänger der Fördergelder
- Bei Intel sind Verhandlungen über 10 Prozent Staatsanteil fortgeschritten
- Taiwan als TSMCs größter Anteilseigner will US-Forderungen prüfen
Siehe auch:
- Jetzt streicht US-Präsident Trump auch das Geld für die NASA
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- Donald Trump schachert mit Microsoft um TikTok und will Geld sehen
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