NIRPS bringt überraschende Erkenntnis über Proxima Centauri
Ein neues Infrarot-Instrument erreicht bei der Planetensuche eine Präzision von 77 Zentimetern pro Sekunde, das ist besser als je zuvor. Damit gelang der Nachweis zweier Planeten um unseren nächsten Nachbarstern. Einer davon könnte bewohnbar sein.
Dabei erreicht NIRPS routinemäßig eine Präzision von unter einem Meter pro Sekunde - ein Meilenstein für Infrarot-Spektrografie.
Proxima Centauri, ein Roter Zwerg im Sternbild Zentaur, ist mit 4,2 Lichtjahren der nächste Nachbarstern unserer Sonne. Der Stern besitzt nur etwa zwölf Prozent der Sonnenmasse und ist deutlich kühler als unser Zentralgestirn.
Diese Eigenschaften machen ihn zu einem idealen Ziel für die Infrarot-Spektroskopie, da Rote Zwerge den Großteil ihrer Energie im infraroten Bereich abstrahlen. Die Studie, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht wurden, bestätigte die beiden inneren Planeten Proxima b und d mit deutlich höherer Genauigkeit als bisherige Studien.
Die neuen Daten zeigen präzise Planetenparameter: Proxima d hat eine Masse von 0,26 Erdmassen und umkreist den Roten Zwerg in 5,12 Tagen. Proxima b besitzt 1,055 Erdmassen und benötigt 11,81 Tage für einen Umlauf. Infografik Mars, Saturn, Neptun & Co.: Die entfernten Nachbarn unserer Erde
NIRPS zielt darauf ab, erdähnliche Gesteinsplaneten zu finden, die möglicherweise bewohnbar sind. Das Instrument entstand durch eine internationale Zusammenarbeit unter Führung der Universitäten Montreal und Genf, mit Beteiligung von Wissenschaftlern aus Kanada, der Schweiz, Spanien, Portugal, Frankreich und Brasilien. Mehr als 140 Experten trugen zu dem Projekt bei, das im April 2023 offiziell den wissenschaftlichen Betrieb aufnahm.
Die Schwierigkeit beim Nachweis von Proxima c liegt in seiner großen Entfernung zum Stern und der damit verbundenen geringen gravitativen Wirkung. Während die inneren Planeten deutliche Signale in den Radialgeschwindigkeitsmessungen hinterlassen, ist das Signal von Proxima c so schwach, dass es im Rauschen der Messdaten untergeht.
Was meint ihr zu den neuen Möglichkeiten der Exoplanetenforschung? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
Neuer Infrarot-Jäger bestätigt Exoplaneten
Mit dem neuen Spektrografen NIRPS am 3,6-Meter-Teleskop der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile konnten Astronomen zwei Planeten um Proxima Centauri sicher nachweisen (via Spektrum). Das Instrument nutzt die Radialgeschwindigkeitsmethode, um erdähnliche Gesteinsplaneten um kühle, rote Zwergsterne zu entdecken.Dabei erreicht NIRPS routinemäßig eine Präzision von unter einem Meter pro Sekunde - ein Meilenstein für Infrarot-Spektrografie.
Diese Arbeit unterstreicht das Potenzial von NIRPS, die großen Herausforderungen bei der Entdeckung erdähnlicher Planeten um kühle Sterne, die in der Sonnenumgebung am häufigsten vorkommen, zu meistern.
Proxima Centauri, ein Roter Zwerg im Sternbild Zentaur, ist mit 4,2 Lichtjahren der nächste Nachbarstern unserer Sonne. Der Stern besitzt nur etwa zwölf Prozent der Sonnenmasse und ist deutlich kühler als unser Zentralgestirn.
Diese Eigenschaften machen ihn zu einem idealen Ziel für die Infrarot-Spektroskopie, da Rote Zwerge den Großteil ihrer Energie im infraroten Bereich abstrahlen. Die Studie, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht wurden, bestätigte die beiden inneren Planeten Proxima b und d mit deutlich höherer Genauigkeit als bisherige Studien.
Die neuen Daten zeigen präzise Planetenparameter: Proxima d hat eine Masse von 0,26 Erdmassen und umkreist den Roten Zwerg in 5,12 Tagen. Proxima b besitzt 1,055 Erdmassen und benötigt 11,81 Tage für einen Umlauf. Infografik Mars, Saturn, Neptun & Co.: Die entfernten Nachbarn unserer Erde
Habitabler Planet in Reichweite
Proxima b liegt in der habitablen Zone seines Sterns, wo flüssiges Wasser an der Oberfläche existieren könnte. Diese Zone ist bei Roten Zwergen deutlich näher zum Stern als bei sonnenähnlichen Sternen, da diese deutlich weniger Energie abstrahlen. Die Entdeckung von Proxima b im Jahr 2016 sorgte für großes Aufsehen in der Astronomie, da er der erdnächste bekannte Exoplanet in der habitablen Zone ist.NIRPS zielt darauf ab, erdähnliche Gesteinsplaneten zu finden, die möglicherweise bewohnbar sind. Das Instrument entstand durch eine internationale Zusammenarbeit unter Führung der Universitäten Montreal und Genf, mit Beteiligung von Wissenschaftlern aus Kanada, der Schweiz, Spanien, Portugal, Frankreich und Brasilien. Mehr als 140 Experten trugen zu dem Projekt bei, das im April 2023 offiziell den wissenschaftlichen Betrieb aufnahm.
Dritter Planet bleibt mysteriös
Während die beiden inneren Planeten klar nachgewiesen wurden, blieben die NIRPS-Daten bezüglich Proxima c uneindeutig. Dieser vermutete Planet würde Proxima Centauri mit einer Umlaufdauer von 1900 Tagen in weitem Abstand umrunden. Die Planetenbezeichnungen folgen übrigens der Reihenfolge ihrer Entdeckung, nicht dem Abstand zum Stern.Die Schwierigkeit beim Nachweis von Proxima c liegt in seiner großen Entfernung zum Stern und der damit verbundenen geringen gravitativen Wirkung. Während die inneren Planeten deutliche Signale in den Radialgeschwindigkeitsmessungen hinterlassen, ist das Signal von Proxima c so schwach, dass es im Rauschen der Messdaten untergeht.
Was meint ihr zu den neuen Möglichkeiten der Exoplanetenforschung? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- NIRPS-Spektrograf weist zwei Planeten um Proxima Centauri nach
- Präzisionsmessungen von unter einem Meter pro Sekunde im Infrarotbereich
- Proxima b mit 1,055 Erdmassen liegt in habitabler Zone des Roten Zwergs
- Proxima d besitzt 0,26 Erdmassen und umkreist den Stern in 5,12 Tagen
- NIRPS ergänzt HARPS-Instrument am 3,6-Meter-Teleskop der ESO in Chile
- Internationales Forschungsteam erreichte Präzision von 77 Zentimetern/Sekunde
- Existenz des vermuteten äußeren Planeten Proxima c bleibt weiterhin unklar
Siehe auch:
Thema:
Neueste Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen